{"id":26582,"date":"2014-07-02T16:49:49","date_gmt":"2014-07-02T16:49:49","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=26582"},"modified":"2014-07-02T16:49:49","modified_gmt":"2014-07-02T16:49:49","slug":"aktien-trotz-hochststanden-verhaltene-reaktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=26582","title":{"rendered":"Aktien: Trotz H\u00f6chstst\u00e4nden verhaltene Reaktionen"},"content":{"rendered":"<p>Der Dow Jones ist auf Rekordhoch. Doch Aktienstrategen und Investoren zeigen sich eher verhalten: Die realen Unternehmensgewinne entspr\u00e4chen dem nicht. Das Dax-Hoch wird schon positiver gesehen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>B\u00f6rsianer an der Wall Street lieben in der Regel runde Zahlen. Als der Dow-Jones-Index im M\u00e4rz 1999 das erste Mal in den f\u00fcnfstelligen Bereich vorstie\u00df, wurden Baseballkappen mit der Aufschrift \u201eDow 10.000\u201c produziert, und sogar der damalige New Yorker B\u00fcrgermeister Rudy Giuliani lie\u00df sich haussetrunken mit der M\u00fctze fotografieren. Jetzt steht der popul\u00e4re Aktienindex f\u00fcr amerikanische Standardwerte unmittelbar vor einer neuen runden Wegmarke. Am Dienstag schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 16.956 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf schon ganz knapp an der 17.000-Punkte-Marke gescheitert war. Am Mittwoch er\u00f6ffneten die amerikanischen Aktienm\u00e4rkte mit minimalen Kursaufschl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Eine Partystimmung wie 1999 will an der Wall Street trotz der Rekordjagd dennoch nicht aufkommen. Die aktuelle Hausse, die kurz nach dem H\u00f6hepunkt der Finanzkrise im M\u00e4rz 2009 begonnen hatte, dauert nun schon mehr als f\u00fcnf Jahre, und Anleger sind sich nicht sicher, wie lange der Anstieg noch dauern wird. Die Prognosen vom Jahresanfang haben die Aktienkurse jedenfalls schon \u00fcbertroffen. F\u00fcr das breiter gefasste Aktienbarometer S&#038;amp-P 500 hatten die Auguren an der Wall Street im Durchschnitt 1950 Punkte am Jahresende prognostiziert.<\/p>\n<h2>Die Kurse w\u00fcrden von niedrigen Leitzinsen gest\u00fctzt<\/h2>\n<p>Der S&#038;amp-P 500 notiert mittlerweile aber schon bei mehr als 1.970 Punkten \u2013 ein Plus von fast 7 Prozent seit Anfang Januar. Der Dow, der sich langfristig \u00e4hnlich entwickelt wie der S&#038;amp-P 500, liegt in diesem Jahr allerdings nur um etwas mehr als 2 Prozent im Plus. Die Differenz geht zum Teil auf die positive Kursentwicklung des Elektronikkonzerns Apple zur\u00fcck, dessen Kurs in diesem Jahr schon um rund 17 Prozent geklettert ist. Apple ist zwar ein Schwergewicht im S&#038;amp-P 500. Im Dow Jones ist der Titel aber bis jetzt nicht vertreten.<\/p>\n<p>\u201eJe mehr der amerikanische Aktienmarkt steigt, desto weniger enthusiastisch werden wir\u201c, sagte Fondsmanager Ben Inker vom Verm\u00f6gensverwalter GMO dem \u201eWall Street Journal\u201c. Inker hat die Aktienanteile in einem gro\u00dfen Fonds etwas zur\u00fcckgefahren. Mit einem starken R\u00fcckschlag rechnet Inker wie die meisten B\u00f6rsianer an der Wall Street aber nicht. Gest\u00fctzt werden die Aktienkurse n\u00e4mlich weiter von den extrem niedrigen Leitzinsen. Nach Angaben des Informationsdienstes Factset ist der S&#038;amp-P 500 mit einem Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis von fast 16 schon relativ hoch bewertet. Um einen weiteren Kursanstieg zu rechtfertigen, m\u00fcssten nun auch die Gewinne der Unternehmen kr\u00e4ftig steigen, glauben Fondsmanager an der Wall Street.<\/p>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild610\">                <a href=\"\/aktuell\/finanzen\/aktien\/aktien-trotz-hoechststaenden-verhaltene-reaktionen-13023618-b2.html\"  title=\"Infografik \/ Dow Jones und Dax\">                            <img height='344' itemprop='contentUrl' alt='Infografik \/ Dow Jones und Dax' width='610' class='media' src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/3024117963\/1.3023851\/article_multimedia_overview\/infografik-dow-jones-und-dax.jpg' \/><\/a>                <\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dfern sich auch die Strategen mit Blick auf den deutschen Aktienmarkt. Die Kurse seien gestiegen \u2013 jetzt m\u00fcssten die Unternehmensgewinne nachziehen, hei\u00dft es vielfach. Seit Jahresanfang ist der Dax um knapp 4 Prozent moderat gestiegen. Umso erstaunlicher ist es, dass die gro\u00dfe Mehrzahl der Aktienstrategen, die diese Zeitung im Dezember nach ihren Prognosen gefragt hatte, den Dax-Stand zur Jahresmitte negativer vorausgesagt hatte. Nachdem der deutsche Leitindex Dax die magische Marke von 10.000 Punkten Anfang Juni \u00fcbersprungen hatte, steht er derzeit bei etwa 9.902 Punkten.<\/p>\n<p>Mit einem derart hohen Stand hatten nur drei von 16 Analysten gerechnet \u2013 die meisten Sch\u00e4tzungen lagen darunter. Bis zum Jahresende sehen die meisten Aktienstrategen jedoch noch Potential. Von 24 Prognosen sehen zwei Drittel den Dax zum Jahresende oberhalb von 10.000 Punkten. Am positivsten gestimmt ist Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank, der einen Stand des Dax bei 11.000 Punkten voraussagt. \u201eDie Bewertungen am deutschen Aktienmarkt sind mit einem KGV von etwa 13,4 noch nicht zu hoch, vor allem nicht im Vergleich zu anderen Aktienm\u00e4rkten und Rentenanlagen\u201c, sagt Stephan.<\/p>\n<h2>\u201eDie Aktien sind zu hoch bewertet\u201c<\/h2>\n<p>Au\u00dferdem w\u00fcrden die Bewertungen gest\u00fctzt durch die lockere Geldpolitik der Zentralbanken, zumal die EZB in den kommenden Monaten einen expansiveren Kurs verfolgen d\u00fcrfte. Die Analysten der Helaba haben den kritischsten Blick der befragten Analysten. Sie rechnen mit einem Stand des Dax zum Jahresende bei 8.900 Punkten \u2013 zur Jahresmitte hatten sie 9.500 Punkte vorausgesagt. Sie sind auch die einzigen, die mit einem R\u00fcckgang der Bewertungen in der zweiten Jahresh\u00e4lfte rechnen. Trotzdem f\u00fchlt sich Markus Reinwand, Aktienstratege bei der Helaba in seiner verhaltenen Sicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/fruehaufsteher\/aktienmarkt-dow-jones-index-kurz-vor-17-000-punkten-13022131.html\" title=\"Dow-Jones-Index kurz vor 17.000 Punkten\">Dow-Jones-Index kurz vor 17.000 Punkten<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/finanzen\/aktien\/moeglichkeiten-zur-absicherung-kursschwankungen-sind-kein-schicksal-13019221.html\" title=\"Kursschwankungen sind kein Schicksal\">Kursschwankungen sind kein Schicksal<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/finanzen\/aktien\/zweifel-an-positiver-trendwende-fuer-aktien-13018048.html\" title=\"Zweifel an positiver Trendwende am Aktienmarkt\">Zweifel an positiver Trendwende am Aktienmarkt<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eDie Aktien haben einen Gro\u00dfteil der positiven Entwicklung schon vorweggenommen, sie sind zu hoch bewertet\u201c, sagt Reinwand. Die realen Unternehmensgewinne hielten mit den positiven Sch\u00e4tzungen nicht mit. Das sehe man auch daran, dass im Moment die negativen Gewinnrevisionen deutlich h\u00e4ufiger vork\u00e4men als die positiven. Auch die niedrige Schwankungsbreite der Kurse bereitet ihm Sorgen. Im Moment liegt der V-Dax, das Barometer, das die erwarteten Kursschwankungen im Dax misst, bei weniger als 15 Prozent. \u201eEine hohe Erwartungshaltung der Marktteilnehmer macht sie auch besonders anf\u00e4llig f\u00fcr R\u00fcckschl\u00e4ge\u201c, sagt Reinwand.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/aktien-trotz-hoechststaenden-verhaltene-reaktionen-13023618.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/aktien-trotz-hoechststaenden-verhaltene-reaktionen-13023618.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Dow Jones ist auf Rekordhoch. 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