{"id":25868,"date":"2014-05-31T14:16:39","date_gmt":"2014-05-31T14:16:39","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=25868"},"modified":"2014-05-31T14:16:39","modified_gmt":"2014-05-31T14:16:39","slug":"hirnforschung-mit-pornos-da-schwillt-nichts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=25868","title":{"rendered":"Hirnforschung mit Pornos: Da schwillt nichts"},"content":{"rendered":"<p>Bedroht Pornographie die Volksgesundheit? Das h\u00f6rt man immer h\u00e4ufiger. Der virtuelle Sexkonsum versaut uns angeblich. Zwei Berliner Bildungsforscher haben mit Hightech genauer hingesehen und im Gehirn seltsame Schrumpfungen entdeckt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Am Max-Planck-Institut f\u00fcr Bildungsforschung in Berlin dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse. Warum also nicht auch um Pornographie? Explizite erotische Bildungsinhalte sind p\u00e4dagogische Kracher, erst recht seitdem sie mit dem Internet im Gie\u00dfkannenprinzip gleichm\u00e4\u00dfiger frei Haus und gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber alle Generationen verteilt werden.<\/p>\n<p>Doch wie alles, das Spa\u00df bringen und Bed\u00fcrfnisl\u00fccken f\u00fcllen soll, bekommt es im \u00dcberma\u00df medizinische Relevanz. Amerikanische Fachmedien haben vor gut zwei Wochen die Mitteilungen einer Konferenz \u201egegen sexuelle Ausbeutung\u201c verbreitet und zum Schlu\u00df vor einer der nationalen \u201eGesundheitskrise\u201c druch den Massenkonsum pornographischer Inhalte gewarnt. Gail Dines, eine Soziologie-Professorin vom Wheelock College in Boston, hat 4,2 Millionen Pornoseiten im Internet gez\u00e4hlt. Pornos h\u00e4tten mehr Besuche als Twitter, Amazon und Netflix zusammen, <a href=\"http:\/\/medicalxpress.com\/news\/2014-05-porn-health-crisis.html#inlRlv\">klagte sie<\/a>, \u201eund glauben Sie mir, die sind nicht mehr mit Papas Playboy zu vergleichen\u201c. Ihre These: Porno ist die m\u00e4chtigste und gef\u00e4hrlichste Bildungsindustrie der Welt.<\/p>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild290\">                <a href=\"\/aktuell\/wissen\/medizin\/hirnforschung-mit-pornos-da-schwillt-nichts-12965962-b2.html\"  title=\"St\u00e4rkster Kernspintomograph Europas getestet\">                            <img title='Bilder aus dem Kernspintomographen, auch als Magnetresonanztomograph bezeichnet.' height='163' itemprop='url' alt='St\u00e4rkster Kernspintomograph Europas getestet' width='290' class='media' src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/feuilleton\/3946182801\/1.269392\/article_teaser_marginal\/bilder-aus-dem-kernspintomographen-auch-als-magnetresonanztomograph-bezeichnet.jpg' \/><\/a>                                            <span class=\"Bildunterschrift\" itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\" title=\"Bilder aus dem Kernspintomographen, auch als Magnetresonanztomograph bezeichnet.\">Bilder aus dem Kernspintomographen, auch als Magnetresonanztomograph bezeichnet.<\/span>                    <\/span><\/span><\/p>\n<p>Das Max-Planck-Institut f\u00fcr Bildungsforschung hat auch schon einige Belege f\u00fcr das pornographische Bedrohungspotential beizusteuern. Bisher hat sie allerdings nicht viel Wind darum gemacht. Und auch jetzt, nachdem die Entwicklungspsychologin Simone K\u00fchn zusammen mit dem an der Psychiatrischen Universit\u00e4tsklinik der Charit\u00e9 besch\u00e4ftigten Hirnforscher J\u00fcrgen Gallinat eine hochrangige Ver\u00f6ffentlichung zu dem Thema im<a href=\"http:\/\/archpsyc.jamanetwork.com\/article.aspx?articleid=1874574\"> \u201eJAMA Psychiatry\u201c<\/a> platziert haben, geht das Institut ausgesprochen diskret vor. Vielleicht ist der interne Abstimmungsbedarf im Hinblick auf die Formulierungen einfach gr\u00f6\u00dfer als sonst. Fingerspitzengef\u00fchl jedenfalls ist gefragt. Denn die Nachricht, die nach der Publikation inzwischen die Runde macht, hat durchaus das Potential f\u00fcr h\u00f6here Erregungswellen: Pornosehen, hei\u00dft es, lasse bestimmte Teile des Gehirns schrumpfen. Mehr noch: Die beiden Forscher haben mit dem Hirnscanner einen quantitativen Zusammenhang zwischen der Gr\u00f6\u00dfe eben jenes Hirnareals und der Dauer des w\u00f6chentlichen Pornokonsums festgestellt &#8211; je mehr Porno, desto weniger graue Zellen.<\/p>\n<p>Untersucht wurden 64 \u201egesunde M\u00e4nner\u201c im Alter zwischen 21 und 45 Jahren. Gesunde Frauen und ihre erotischen Bed\u00fcrfnisse blieben in dem Projekt au\u00dfen vor. Vielleicht, auch, weil sie den Braten schnell gerochen h\u00e4tten. Denn von der Absicht, eine Pornografie-Studie durchzuf\u00fchren, wussten die jungen M\u00e4nner anfangs nichts. Ihnen wurde lediglich mitgeteilt, das es um eine Hirnforschungsstudie mit einigen \u00dcbungen im Kernspintomographen gehe. Den M\u00e4nnern wurden in der R\u00f6hre liegend abwechselnd harmlose Fotos und solche mit expliziten sexuellen Inhalten gezeigt. Erst sp\u00e4ter, nachdem sie \u00fcber Einzelheiten ihres Pornokonsums gefragt worden waren, erfuhren sie telefonisch Genaueres von dem Forschungsprojekt. Dennoch wollte keiner der befragten M\u00e4nner aussteigen. Alle gaben auch dann noch bereitwillig  Auskunft.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/hirnforschung-mit-pornos-da-schwillt-nichts-12965962.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/hirnforschung-mit-pornos-da-schwillt-nichts-12965962.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedroht Pornographie die Volksgesundheit? Das h\u00f6rt man immer h\u00e4ufiger. Der virtuelle Sexkonsum versaut uns angeblich. 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