{"id":25817,"date":"2014-05-27T07:36:27","date_gmt":"2014-05-27T07:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=25817"},"modified":"2014-05-27T07:36:27","modified_gmt":"2014-05-27T07:36:27","slug":"fernsehen-via-sat-ip-tv-empfang-mit-nie-gekannter-leichtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=25817","title":{"rendered":"Fernsehen via Sat-IP: TV-Empfang mit nie gekannter Leichtigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Alles, was einen Bildschirm hat und W-Lan empf\u00e4ngt, taugt auch zum Fernsehgenuss. Sogar via Satellit: Die neue Technik Sat-IP macht es m\u00f6glich. Wir haben es ausprobiert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit dem Notebook auf dem Terrassentisch guckt der Familienvorstand Fu\u00dfball, Junior schnappt sich seinen Tablet-Rechner und am\u00fcsiert sich lieber \u00fcber die neurotischen Helden aus der Big Bang Theory, auf dem gro\u00dfen Bildschirm im Wohnzimmer kocht, brutzelt und kalauert Horst Lichter im Akkord. Alles gleichzeitig, alles mit nur einem Medienzugang, alles ohne Mitwirkung kostspieliger Mobilfunk-Dienstleister. Die Technik hinter diesem Szenario hei\u00dft Sat-IP.<\/p>\n<p>Sie ist gar nicht so ganz neu, wird aber in diesen Tagen ganz besonders interessant. Denn mit einer neuen Modellreihe von Panasonic unterst\u00fctzen nun auch die ersten Fernsehger\u00e4te das System, weitere Hersteller wollen es der japanischen Marke noch in diesem Jahr nachmachen. Der Reihe nach: Die Programmquelle im Sat-IP-System ist, der Name l\u00e4sst es ahnen, eine Satellitenantenne. Sie h\u00e4lt Kontakt zu einem in ihrer N\u00e4he montierten unscheinbaren K\u00e4stchen, Sat-IP-Server genannt, das die Antennensignale in digitale Videostr\u00f6me umwandelt und ins Heimnetzwerk einspeist.<\/p>\n<h2>Jeder Bildschirm kann ein anderes Programm zeigen<\/h2>\n<p>Ein W-Lan-Router kann sie dann drahtlos verteilen &#8211; f\u00fcr den Empfang mit allen Bildschirm-Ger\u00e4ten, die W-Lan an Bord haben. So werden Tablets, Smartphones, Notebooks und PCs zu mobilen Fernsehger\u00e4ten, ganz gleich, mit welchem Betriebssystem sie arbeiten. Und jeder Bildschirm kann ein anderes Programm zeigen. Die h\u00e4usliche Vielfalt h\u00e4ngt davon ab, wie viele eingebaute Empfangsteile der Server-Baustein hat. Server mit vier eingebauten Tunern k\u00f6nnen ebenso viele verschiedene Programme ins Heimnetz schicken, opulentere Modelle mit acht Tunern schaffen sogar die doppelte Anzahl.<\/p>\n<p>Die Ehe von Satellitenempfang und Heimnetz-Verteilung hat bestechende Vorteile. Denn die konventionelle Satellitenverkabelung kann nur Fernsehger\u00e4te und Settopboxen versorgen. Und sie ist umst\u00e4ndlich: Jeder Fernseher und jede Settopbox braucht eine eigene Antennenleitung bis hin zur Satellitensch\u00fcssel. Sat-IP dagegen kommt im Prinzip mit einer einzigen Kabelverbindung zum W-Lan-Router aus, den Rest kann der Flur-Funk \u00fcbernehmen, wenn er denn \u00fcberall im Haus kr\u00e4ftig genug ist. Sat-IP profitiert zudem ohne jede Einbu\u00dfe von der hohen technischen Qualit\u00e4t des Satellitenfernsehens.<\/p>\n<h2>Einschr\u00e4nkungen bei verschl\u00fcsselten Programmen<\/h2>\n<p>Denn es \u00e4ndert an den Bildinformationen kein einziges Bit. Es \u00fcbertr\u00e4gt auch s\u00e4mtliche im Sendesignal enthaltenen Tonspuren und alle digitalen Zusatzinformationen wie den Videotext. Gewisse Einschr\u00e4nkungen gibt es allerdings: Mit verschl\u00fcsselten Programmen k\u00f6nnen mobile Empfangsger\u00e4te wie Smartphones und Tablets nichts anfangen. Wer also Pro Sieben, RTL und Sat 1 gucken m\u00f6chte, muss sich mit den unverschl\u00fcsselten Kan\u00e4len in Standard-Aufl\u00f6sung begn\u00fcgen. Aber deren Qualit\u00e4t reicht eigentlich f\u00fcr kleine Bildschirme auch v\u00f6llig aus. Die Beschr\u00e4nkung auf Unverschl\u00fcsseltes galt bisher auch f\u00fcr die Sat-IP-Versorgung von Fernsehern.<\/p>\n<p>Denn die funktionierte bisher nur \u00fcber spezielle Settopboxen, die keine Entschl\u00fcsselungsfunktion hatten. Das wird nun anders: Die neuen Fernseher von Panasonic (sie haben in ihrem Namensk\u00fcrzel die Buchstabenreihe AWS und sind in Gr\u00f6\u00dfen vom K\u00fcchen- bis zum Jumbo-Format zu haben) k\u00f6nnen die verschl\u00fcsselten privaten HDTV-Programme auf ihren Bildschirmen zeigen &#8211; genau wie mit herk\u00f6mmlicher Empfangstechnik. Dazu haben sie, wie fast alle Fernsehger\u00e4te, einen Steckplatz f\u00fcr ein Entschl\u00fcsselungsmodul mit Smartkarte.<\/p>\n<h2>Ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Fernsehtechnik<\/h2>\n<p>\u00dcberhaupt: Der Sat-IP-Empfang mit den neuen Fernseher-Modellen ist nicht komplizierter als der konventionelle Satellitenempfang. Zur Installation w\u00e4hlt man im Start-Men\u00fc, das die \u00dcbertragungswege zur Auswahl anbietet, statt \u201eSatellit\u201c oder \u201eKabel\u201c einfach \u201eSat-IP\u201c, und der Rest l\u00e4uft wie gehabt: Ein automatischer Suchlauf findet die Sender, verteilt sie auf die Programmpl\u00e4tze, und schon kann der Fernsehspa\u00df beginnen &#8211; mit allem gewohnten Komfort: Heimkino-Fans k\u00f6nnen die Dolby-Tonspur ausw\u00e4hlen, digitale Zusatzsignale verlinken das Programm mit erg\u00e4nzenden Angeboten im Internet.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/gebogene-ultra-hd-fernseher-parabolisches-vergnuegen-12901770.html\" title=\"Gebogene HD-Fernseher: Parabolisches Vergn\u00fcgen\">Gebogene HD-Fernseher: Parabolisches Vergn\u00fcgen<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/cebit\/fernsehuebertragung-schuesseln-und-verschluesseln-12083823.html\" title=\"Fernseh\u00fcbertragung: Sch\u00fcsseln und Verschl\u00fcsseln\">Fernseh\u00fcbertragung: Sch\u00fcsseln und Verschl\u00fcsseln<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Und eine mit dem Fernseher verbundene USB-Festplatte kann, ganz so, wie wir es bisher schon kennen, Satellitenprogramme aufnehmen und archivieren oder zum zeitversetzten Fernsehen zwischenspeichern. Im Grunde gibt Sat-IP einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Fernsehtechnik, die ungef\u00e4hr so aussehen k\u00f6nnte: In ein paar Jahren haben Fernsehger\u00e4te vielleicht nur noch einen Netzwerkanschluss, der sie mit dem Heimnetz und dem Internet verbindet.<\/p>\n<p>Spezielle Empfangsteile f\u00fcr Kabel, Antenne oder Satellit geh\u00f6ren dann zur Haustechnik. Vielleicht verschmelzen sie sogar mit dem W-Lan-Router zu einem einzigen Ger\u00e4t, das irgendwo im Wandschrank unauff\u00e4llig seiner Arbeit nachgeht und alles versorgt, was einen Bildschirm hat. Und dem gro\u00dfen Fernsehbildschirm im Wohnzimmer w\u00e4re es technisch endg\u00fcltig egal, woher Bild und Ton kommen: aus klassischen Rundfunk-Kan\u00e4len oder aus den Tiefen des World Wide Web.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/fernsehen-via-sat-ip-tv-empfang-mit-nie-gekannter-leichtigkeit-12956237.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/fernsehen-via-sat-ip-tv-empfang-mit-nie-gekannter-leichtigkeit-12956237.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles, was einen Bildschirm hat und W-Lan empf\u00e4ngt, taugt auch zum Fernsehgenuss. Sogar via Satellit: Die neue Technik Sat-IP macht es m\u00f6glich. 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