{"id":25661,"date":"2014-05-21T04:55:26","date_gmt":"2014-05-21T04:55:26","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=25661"},"modified":"2014-05-21T04:55:26","modified_gmt":"2014-05-21T04:55:26","slug":"ubergriffe-gegen-touristen-chinesische-polizisten-sollen-in-paris-patrouillieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=25661","title":{"rendered":"\u00dcbergriffe gegen Touristen: Chinesische Polizisten sollen in Paris patrouillieren"},"content":{"rendered":"<p>Die Chinesen sind die eifrigsten K\u00e4ufer von Luxusg\u00fctern. Im Ausland tragen sie viel Bargeld bei sich, einige werden deshalb \u00fcberfallen. Uniformierte Landsleute sollen sie jetzt sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Kein anderes Volk ist so versessen auf teure Produkte wie die Chinesen. Nach Angaben der Beratungsagentur Bain &#038;amp- Co. kaufen die Bewohner der Volksrepublik und ihre im Ausland lebenden Landsleute ein Viertel aller Luxusprodukte auf der Welt. Bei einem gesch\u00e4tzten Globalvolumen von 212 Milliarden Euro sind das 53 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Der Abstand zu den Europ\u00e4ern, Amerikanern oder Japanern wird immer gr\u00f6\u00dfer. Die Beratungsgesellschaft McKinsey erwartet, dass schon 2015 jedes dritte Luxusgut an Chinesen gehen wird. Das w\u00e4re eine gr\u00f6\u00dfere Portion, als ihrem Anteil an der Weltbev\u00f6lkerung entspricht. 1995, vor kaum einer halben Generation, stellten die Chinesen auf den teuren M\u00e4rkten erst ein Prozent der K\u00e4ufer.<\/p>\n<p>Besonders gern decken sich die wohlhabenden Asiaten im Ausland ein: weil sie dort vom starken Renminbi profitieren, weil sie weniger h\u00e4ufig F\u00e4lschungen aufsitzen, weil die hohen Steuern und Z\u00f6lle in ihrer Heimat entfallen, und weil sich das Shopping mit einer h\u00fcbschen Reise verbinden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Seit 2012 sind die Chinesen Reiseweltmeister vor den Deutschen, sowohl was ihre Zahl als auch was ihre Gesamtausgaben im Ausland angeht. Den Marktforschern des Fung Business Intelligence Centres in Hongkong zufolge legten die Chinesen 2013 zum Neujahrsfest &#8211; ihrer Hauptreisezeit &#8211; jenseits der Grenzen rund 6,3 Milliarden Euro f\u00fcr Luxusg\u00fcter auf den Ladentisch. In einer Umfrage gaben fast drei Viertel aller Reisenden an, im Ausland regelm\u00e4\u00dfig solche teuren Produkte einzukaufen.<\/p>\n<h2>Touristen aus China sind f\u00fcr Gauner leichte Beute<\/h2>\n<p>Das Hauptziel in Europa ist Frankreich, die Heimat vieler edler Mode-, Taschen- und Schmuckmarken. Im vergangenen Jahr kamen 1,5 Millionen Chinesen ins Land und lie\u00dfen dort mehr als 570 Millionen Euro. Bis 2020 d\u00fcrfte die Zahl der Besucher auf zwei Millionen steigen.<\/p>\n<p>Die Entwicklung freut nicht nur Marken wie Louis Vuitton oder Cartier, zu deren wichtigsten Kunden sich die Chinesen entwickelt haben, sondern auch manchen Spitzbuben. In Paris fielen die G\u00e4ste aus Fernost besonders h\u00e4ufig Verbrechen zum Opfer, schreibt die Zeitung \u201eChina Daily\u201c heute in einem ganzseitigen Artikel.<\/p>\n<p>\u201eDer Hauptgrund, warum Chinesen angegriffen werden, ist, dass sie daf\u00fcr bekannt sind, Bargeld bei sich zu tragen\u201c, sagte Xie Yanjun dem Blatt. Er ist Professor an der Chinesischen Akademie f\u00fcr Tourismus in Peking. Da der Renminbi nicht konvertibel sei, handele es sich fast immer um die W\u00e4hrung des Gastlandes. Kreditkarten und andere Zahlungsmittel k\u00f6nnten oder wollten die Chinesen nicht nutzen.<\/p>\n<p>Dem Artikel zufolge bestehen nicht nur die chinesischen Beh\u00f6rden auf einem besseren Schutz ihrer Landsleute in Paris, sondern auch das Comit\u00e9 Colbert, ein Verband der 75 gr\u00f6\u00dften Luxusg\u00fcterhersteller. Der Zeitung zufolge hat der franz\u00f6sische Innenminister daraufhin chinesische Polizisten eingeladen, gemeinsam mit ihren ortsans\u00e4ssigen Kollegen Streife zu laufen \u2013 um die Touristen zu mehr Vorsicht zu mahnen, um ihnen als Ansprechpartner zu dienen und auch, um mehr Pr\u00e4senz dort zu  zeigen, wo die fern\u00f6stlichen G\u00e4ste sich ballen und m\u00f6glicherweise zur Zielscheibe werden.<\/p>\n<p>Zwar ist zun\u00e4chst nur an acht bis zehn franz\u00f6sischsprachige Beamte aus China gedacht. Auch werden sie unbewaffnet sein und kein Recht haben, Festnahmen vorzunehmen. Aber immerhin w\u00e4re der Einsatz f\u00fcr die chinesische Polizei der erste dieser Art in einer ausl\u00e4ndischen Stadt.<\/p>\n<h2>Japan macht schlechte Stimmung an den B\u00f6rsen<\/h2>\n<p>Viel Geld in sch\u00f6ne und gute Dinge zu stecken ist allemal besser, als es an der B\u00f6rse zu verlieren. Das widerf\u00e4hrt vielen Anlegern in Asien heute: Der Regionalindex MSCI Asia Pacific f\u00e4llt weiter, im fr\u00fchen Handel um 0,2 Prozent- somit befindet er sich in der l\u00e4ngsten Abw\u00e4rtsphase seit Januar.<\/p>\n<p>Der Hauptgrund f\u00fcr die schlechte Stimmung an den B\u00f6rsen ist in Japan zu finden. Dort steigt die Landesw\u00e4hrung Yen auf einen Wert nahe dem Drei-Monats-Hoch. Ein derart ung\u00fcnstiger Wechselkurs gegen\u00fcber dem Dollar verteuert japanische Waren auf den Weltm\u00e4rkten, was der exportabh\u00e4ngigen Wirtschaft schwer zusetzen kann.<\/p>\n<p>Manchmal bedarf es also gar keiner Diebe oder R\u00e4uber, um unfreiwillig Geld loszuwerden. Die Finanzm\u00e4rkte schaffen das \u00e4hnlich gut.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/uebergriffe-gegen-touristen-chinesische-polizisten-sollen-in-paris-patrouillieren-12949752.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/uebergriffe-gegen-touristen-chinesische-polizisten-sollen-in-paris-patrouillieren-12949752.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Chinesen sind die eifrigsten K\u00e4ufer von Luxusg\u00fctern. Im Ausland tragen sie viel Bargeld bei sich, einige werden deshalb \u00fcberfallen. Uniformierte Landsleute sollen sie jetzt sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[303,304],"tags":[321,701,386],"class_list":["post-25661","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft","category-wirtschaftspolitik","tag-china","tag-japan","tag-paris"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25661"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25661\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}