{"id":25149,"date":"2014-04-01T08:39:57","date_gmt":"2014-04-01T08:39:57","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=25149"},"modified":"2014-04-01T08:39:57","modified_gmt":"2014-04-01T08:39:57","slug":"arbeitswelt-der-zukunft-angriff-der-roboter-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=25149","title":{"rendered":"Arbeitswelt der Zukunft: Angriff der Roboter"},"content":{"rendered":"<p>Computer und Roboter haben schon einige Berufe \u00fcberfl\u00fcssig gemacht. Nun sch\u00e4tzen zwei Forscher: K\u00fcnftig k\u00f6nnte jeder zweite Arbeitsplatz durch eine Maschine ersetzt werden. Selbst Models.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist eine schaurig sch\u00f6ne Vorstellung, welche die Menschheit seit Jahrzehnten umtreibt: Computer und Roboter erledigen die Arbeit, der Mensch wird als Arbeiter nicht mehr gebraucht. Sch\u00f6n ist die Aussicht auf ein Leben voller Freizeit. Zugleich wirkt es bedrohlich, durch technische Ger\u00e4te aus dem Berufsleben verdr\u00e4ngt zu werden und kein Geld mehr zu verdienen. Schon in der Vergangenheit haben Computer und Roboter eine Reihe von Berufen \u00fcberfl\u00fcssig gemacht.<\/p>\n<p>Doch zugleich sind durch die technische Revolution bis heute wohl noch mehr neue Besch\u00e4ftigungen hinzugekommen. Das k\u00f6nnte sich \u00e4ndern, denn in den kommenden beiden Jahrzehnten wird sich der Verdr\u00e4ngungsprozess extrem versch\u00e4rfen. Das zumindest behaupten zwei Forscher der University of Oxford, die sich mit der Zukunft der Arbeitswelt auseinandergesetzt haben. \u201eEntsprechend unserer Sch\u00e4tzung ist rund 47 Prozent der Besch\u00e4ftigung in den Vereinigten Staaten bedroht\u201c, schreiben Carl Benedikt Frey und Michael Osborne in ihrer gemeinsamen Studie.<\/p>\n<h2>Wandel der Arbeitswelt<\/h2>\n<p>Die beiden Fachleute f\u00fcr Arbeitsm\u00e4rkte und technologischen Fortschritt haben 702 Berufe genauer untersucht. Die Ergebnisse d\u00fcrften f\u00fcr viele Berufst\u00e4tige bedrohlich klingen. Durch immer bessere und g\u00fcnstigere Maschinen sowie fortschreitende Automatisierung sind auch anspruchsvolle T\u00e4tigkeiten nicht mehr vor der Konkurrenz aus Metall und Plastik sicher. \u201eSogar der Bildungsbereich, einer der arbeitsintensivsten Bereiche, wird h\u00f6chstwahrscheinlich signifikant betroffen sein\u201c, schreiben die Autoren.<\/p>\n<p>Interaktive Tutorien, durch Algorithmen individuell optimierte Lerninhalte und verbesserte technische Benutzeroberfl\u00e4chen sollen diese Entwicklung m\u00f6glich machen. Selbstfahrende Autos, Krankheitsdiagnose mit Hilfe immenser Datens\u00e4tze und automatisierte \u00dcbersetzungen wichtiger Dokumente nennen die Forscher als weitere Beispiele f\u00fcr den bevorstehenden Wandel der Arbeitswelt. Folgt man dieser Argumentation der Fachleute, dann sind die Maschinen k\u00fcnftig nicht nur Begleiter, die die Arbeit einfacher machen, sondern vollwertiger Ersatz f\u00fcr heute von Menschen erbrachte praktische und intellektuelle Leistungen.<\/p>\n<h2>Drei Risikogruppen<\/h2>\n<p>Die Forscher unterteilen die Berufe in drei Risikogruppen. Zu der Gruppe, die in den kommenden 20 Jahren mit h\u00f6chster Wahrscheinlichkeit durch Computer zumindest zum Teil ersetzt werden, z\u00e4hlen demnach viele Dienstleistungsberufe. Verk\u00e4ufer am Telefon m\u00fcssen laut Sch\u00e4tzung mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent damit rechnen, Buchhalter trifft es zu 98 Prozent, Angestellte am Bankschalter zu 97 Prozent. Warum auch Models zu dieser Hochrisikogruppe geh\u00f6ren sollen, bleibt ein Geheimnis der Forscher.<\/p>\n<p>In der mittleren Gruppe finden sich Berufe wieder, in der soziale Interaktion eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt, zum Beispiel im Management, in der Bildung und Gesundheitsbetreuung. Arzthelfer sind demnach zu 61 Prozent gef\u00e4hrdet, von Robotern starke Konkurrenz zu bekommen, auch \u00d6konomen (43 Prozent) und Historiker (44 Prozent) m\u00fcssen sich Sorgen machen. Ruhiger schlafen k\u00f6nnen dagegen hochspezialisierte Berufe, bei denen Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und Fachkenntnis zusammenkommen. Zahn\u00e4rzte, Psychologen und Choreografen stehen an der Spitze der Berufe, die kaum mit Konkurrenz rechnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Werden die Prognosen der Forscher Realit\u00e4t, dann k\u00f6nnte die Wirtschaft zwar weiter wachsen, allerdings w\u00e4re der Aufschwung nicht mit neuen Arbeitspl\u00e4tzen, sondern mit Arbeitslosigkeit \u2013 beziehungsweise mehr Freizeit &#8211; verbunden. Ob es tats\u00e4chlich soweit kommt, ist l\u00e4ngst nicht ausgemacht. Schon der ber\u00fchmte \u00d6konom John Maynard Keynes lag mit seinen Prognosen zur Arbeitswelt und technologischem Fortschritt ziemlich daneben.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/arbeitswelt-der-zukunft-angriff-der-roboter-12873342.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/arbeitswelt-der-zukunft-angriff-der-roboter-12873342.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Computer und Roboter haben schon einige Berufe \u00fcberfl\u00fcssig gemacht. Nun sch\u00e4tzen zwei Forscher: K\u00fcnftig k\u00f6nnte jeder zweite Arbeitsplatz durch eine Maschine ersetzt werden. 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