{"id":24840,"date":"2014-04-11T17:07:41","date_gmt":"2014-04-11T17:07:41","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=24840"},"modified":"2014-04-11T17:07:41","modified_gmt":"2014-04-11T17:07:41","slug":"ein-jahr-das-fitnessarmband-jawbone-up-im-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=24840","title":{"rendered":"Ein Jahr das Fitnessarmband Jawbone Up im Test"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem Jahr mit dem Fitness-Armband steht fest: Die Quantified-Self-Bewegung \u00fcbersch\u00e4tzt ma\u00dflos die Wirkung. Und Smartphones z\u00e4hlen inzwischen auch.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich manche erst jetzt mit Fitness-Trackern befassen, sind die Leser von \u201eTechnik und Motor\u201c besser informiert. Schon vor einem Jahr hatten wir <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/umwelt-technik\/fitness-tracker-motivation-am-plastikband-12215599.html\">hier ausf\u00fchrlich unter der \u00dcberschrift \u201eMotivation am Plastikband\u201c<\/a> die Technik dieser elektronischen Helfer beschrieben. Und schon damals war klar: Ein Ger\u00e4t werden wir ein Jahr lang tragen und abermals berichten. Wir entschieden uns f\u00fcr den \u201eUp\u201c von Jawbone. Dieser Armreif gefiel, weil er unauff\u00e4llig zu tragen ist und damals seinem Rivalen von Fitbit in mancher Hinsicht voraus war. Mittlerweile ist das Angebot gewachsen, und viele Modelle liegen bereits als verbesserte zweite Version vor.<\/p>\n<p>Allen Fitness-Trackern ist das Funktionsprinzip gemeinsam: Sie arbeiten mit dreiachsigen Beschleunigungssensoren, mit winzigen Mikroprozessoren, die bis zu 1500 Mal je Sekunde Beschleunigungsmessdaten erheben. Die Module sind ein g\u00fcnstiges Massenprodukt, sie kommen bei der Steuerung von Videospielen ebenso zum Einsatz wie im Airbag des Autos. Der Kniff ist allein das Herausrechnen valider Bewegungsinformationen aus der F\u00fclle der Sensordaten. Wurde der Arm beim Tippen am Computer bewegt oder w\u00e4hrend des Joggens? Es kommt also auf die Algorithmen an.<\/p>\n<h2>10.000 Schritte am Tag, der Gesundheit zuliebe<\/h2>\n<p>Wichtig zu wissen: Die Armreife sind letztlich nur eine moderne Variante des klassischen Schrittz\u00e4hlers. Sie zeigen, etwa am Smartphone oder in einem Web-Interface, wie viele Schritte man in den vergangenen Stunden oder Tagen gelaufen ist, welche Strecke dabei zur\u00fcckgelegt wurde und wie viele Kalorien verbrannt wurden. Nur das Gehen oder Laufen wird hinreichend pr\u00e4zise erfasst. Wer mit den Armreifen schwimmt, Rad f\u00e4hrt, Yoga-\u00dcbungen absolviert oder sich am Crosstrainer qu\u00e4lt, kann zwar die entsprechenden Trainingseinheiten in der jeweiligen App nachtragen. Aber sie werden nicht automatisch erfasst, und man begibt sich in den Bereich der Sch\u00e4tzungen.<\/p>\n<p>Die erste Empfehlung der Fitness-Tracker bezieht sich also aufs Laufen: 10.000 Schritte soll man seiner Gesundheit zuliebe am Tag mindestens zur\u00fccklegen, und nat\u00fcrlich macht gerade zu Anfang die Beobachtung des eigenen Aktivit\u00e4tsverhaltens ungemein viel Spa\u00df. 10 .00 Schritte, rund acht Kilometer, haben wir von Beginn an h\u00e4ufig geschafft, das ist keine Herausforderung f\u00fcr einen Hundebesitzer.<\/p>\n<p>Mit dem Start des Programms nahmen wir uns vor, Strecken in der Stadt bis drei Kilometer so oft wie m\u00f6glich zu Fu\u00df zu absolvieren, und daran haben wir uns bis heute gehalten. Diese kleine Verhaltens\u00e4nderung bewirkt einiges. Aber f\u00fcr die Erkenntnis, dass man mit dem Auto in der Stadt l\u00e4nger unterwegs ist als zu Fu\u00df, ben\u00f6tigt man kein Fitness-Armband. Dass einem von den Herstellern der Ger\u00e4te nahegelegt wird, auch Lebensmittel und Getr\u00e4nke aufzuzeichnen, haben wir schon vor einem Jahr als Unfug bezeichnet. Es ist zu kompliziert, zu langwierig und viel zu ungenau. Eine Erbsenz\u00e4hlerei.<\/p>\n<h2>Den Armreif am Kn\u00f6chel tragen<\/h2>\n<p>Unsere Laufbilanz schwankt seither zwischen 250 und 300 Kilometer im Monat. Im Sommer mehr, im Winter weniger: Daran \u00e4ndert sich absehbar nicht viel. Mitte M\u00e4rz kam ein virtuelles Abzeichen: 3,5 Millionen Schritte h\u00e4tten wir nun zur\u00fcckgelegt. Weitere tiefsch\u00fcrfende Erkenntnisse hat das Armband nicht gebracht. Vieles ist ohnehin klar: Die journalistische Messeberichterstattung geht in die Beine, hier werden bis zu 20.000 Schritte am Tag erreicht. Radfahren, Schwimmen und andere Sportarten lassen sich mit dem Jawbone Up und seinen Kollegen nicht zuverl\u00e4ssig vermessen. Wer schwei\u00dftreibende Aktivit\u00e4ten partout irgendwie protokolliert haben will, probiere, den Armreif am Kn\u00f6chel zu tragen &#8211; mit der Gefahr, ihn zu verlieren.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/ein-jahr-das-fitnessarmband-jawbone-up-im-test-12883098.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/ein-jahr-das-fitnessarmband-jawbone-up-im-test-12883098.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem Jahr mit dem Fitness-Armband steht fest: Die Quantified-Self-Bewegung \u00fcbersch\u00e4tzt ma\u00dflos die Wirkung. 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