{"id":24776,"date":"2014-04-16T12:57:55","date_gmt":"2014-04-16T12:57:55","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=24776"},"modified":"2014-04-16T12:57:55","modified_gmt":"2014-04-16T12:57:55","slug":"uber-der-kampf-um-die-taxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=24776","title":{"rendered":"Uber: Der Kampf um die Taxis"},"content":{"rendered":"<p>Neue Apps helfen, statt eines Taxis einen privaten Fahrer zu finden. F\u00fcr die Fahrg\u00e4ste ist das gar nicht bl\u00f6d. Doch die lizensierten Taxifahrer rebellieren. Nun haben sie einen ersten Erfolg erzielt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es gibt St\u00e4dte, in denen es wahnsinnig schwierig ist, ein Taxi zu bekommen. New York ist so ein Beispiel, sicher auch Paris, London oder Br\u00fcssel. Den \u00c4rger dar\u00fcber macht sich ein Start-Up aus San Francisco zunutze: Uber hei\u00dft es, und vermittelt per Smartphone-App private Fahrer.<\/p>\n<p>Das Prinzip ist ganz einfach: Via GPS gibt man einfach seinen Standort ein, und die App sucht einen Fahrer in der N\u00e4he. Man kann dann nicht nur sehen, wer der Fahrer ist und wie er von anderen bewertet wurde, sondern auch, wie lange es noch dauert, bis er da ist. Bezahlt wird ebenfalls per App, 20 Prozent des Fahrpreises gehen an Uber.<\/p>\n<p>Das Konzept erinnert an Angebote wie die Mitfahrzentrale oder <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/wirtschaft\/flinc-auf-kurzstrecken-fast-wie-ein-taxi-1641337.html\">Flinc<\/a>, nur dass Uber eigene Fahrer hat, die dieser Arbeit hauptberuflich nachgehen. Bei der Mitfahrzentrale stellen hingegen in der Regel Privatleute Fahrten ein, die sie ohnehin machen wollen \u2013 und f\u00fcr die sie die Spritkosten senken wollen, indem sie noch jemanden mitnehmen. Auch Apps wie das sehr erfolgreiche <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/my-taxi-die-taxi-rebellen-11922465.html\">MyTaxi<\/a>, das normale Taxis vermittelt, fordern in Deutschland die Taxizentralen heraus.<\/p>\n<h2>Zerstochene Autoreifen<\/h2>\n<p>So viel \u00c4rger wie Uber hat bislang jedoch kaum jemand auf sich gezogen. In 70 St\u00e4dten weltweit gibt es das Angebot (<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/us\/app\/uber\/id368677368?mt=8\">iTunes<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=com.ubercab\">Google Play<\/a>) inzwischen, seit diesem Dienstag nach Unternehmensangaben auch in Berlin. Und in vielen dieser St\u00e4dte regt sich Widerstand der lizensierten Taxifahrer. In Deutschland erkl\u00e4rte etwa der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband, \u00fcber das Smartphone-Programm werde eine \u201erechtswidrige gewerbliche Personenbef\u00f6rderung\u201c organisiert. Der Verein gehe davon aus, dass die Beh\u00f6rden einschreiten und entsprechende Bu\u00dfgelder verh\u00e4ngen werden.<\/p>\n<p>Das Problem: Die Fahrer brauchen keinen Taxischein. Privatleute k\u00f6nnen sich als Fahrer anbieten, sofern sie einen F\u00fchrerschein haben und eine \u00dcberpr\u00fcfung von Uber bestehen, wie der Europachef des Unternehmens, Pierre-Dimitri Gore-Coty der \u201eBerliner Zeitung\u201c vom Dienstag sagte. Das wollen die lizensierten Fahrer sich nicht bieten lassen.<\/p>\n<p>In anderen St\u00e4dten geht der Protest noch deutlich weiter. In Frankreich und Italien gingen die Mitglieder von Taxi-Gewerkschaften auf die Stra\u00dfen, in Mailand verteilten sie Flyer mit dem Konterfei eines italienischen Uber-Managers, wie die Financial Times berichtet: \u201eDamned Arese Lucini GO HOME\u201c (Verdammter Arese Lucini geh heim). In Paris sollen sie die Fensterscheiben von Uber-Autos eingeworfen und die Reifen zerstochen haben.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" lang=\"de\">\n<p>If you&#038;#39-re angry at idea that <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23Uber&#038;amp-src=hash\">#Uber<\/a> is banned from serving a city &#8211; send your message to <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BGrouwels\">@BGrouwels<\/a> &#8211; the Minister who supports it <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23Brussels&#038;amp-src=hash\">#Brussels<\/a><\/p>\n<p>&#038;mdash- Neelie Kroes (@NeelieKroesEU) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/NeelieKroesEU\/statuses\/456099770504077313\">April 15, 2014<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Einen ersten Sieg haben die Uber-Gegner nun errungen: Ein Gericht hat das Angebot in Br\u00fcssel am Dienstag verboten, weil den Fahrern die Taxilizenz fehlt. Sollte ein Fahrer von Uber dennoch mit Fahrg\u00e4sten erwischt werden, musser 10.000 Euro Strafe zahlen. Eine Entscheidung, die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes \u00fcberhaupt nicht nachvollziehen kann \u2013 und das ist noch vorsichtig formuliert. Sie sei \u201eschockiert\u201c, teilte sie <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission_2010-2014\/kroes\/en\/content\/crazy-court-decision-ban-uber-brussels-show-your-anger\">in einem Blogeintrag<\/a> mit. \u201eDiese Entscheidung dient nicht dazu, Fahrg\u00e4ste zu sch\u00fctzen. Es geht darum, ein Taxi-Kartell zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Kroes geht noch einen Schritt weiter und greift die zust\u00e4ndige Br\u00fcsseler Mobilit\u00e4tsministerin Brigitte Grouwels an: \u201eVielleicht sollte sie \u201aAnti-Mobilit\u00e4tsministerin\u2018 hei\u00dfen.\u201c Intelligente Taxi-Fahrer f\u00e4nden Uber gut \u2013 sie w\u00fcrden das Angebot nutzen, um zus\u00e4tzliche Fahrg\u00e4ste zu finden, so Kroes. Auf Twitter rief sie dazu auf, Beschwerden an Grouwels zu schicken.<\/p>\n<p>Ob sich die Taxi-Lobby auch in Deutschland durchsetzt, bleibt abzuwarten. Klar ist aber schon jetzt: Der Kampf um die Taxis wird weitergehen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/uber-der-kampf-um-die-taxis-12898825.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/uber-der-kampf-um-die-taxis-12898825.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Apps helfen, statt eines Taxis einen privaten Fahrer zu finden. F\u00fcr die Fahrg\u00e4ste ist das gar nicht bl\u00f6d. Doch die lizensierten Taxifahrer rebellieren. 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