{"id":24564,"date":"2014-04-03T14:04:52","date_gmt":"2014-04-03T14:04:52","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=24564"},"modified":"2014-04-03T14:04:52","modified_gmt":"2014-04-03T14:04:52","slug":"diktiertechnik-in-der-cloud","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=24564","title":{"rendered":"Diktiertechnik in der Cloud"},"content":{"rendered":"<p>Was hat der Datenspeicher im Internet mit altbew\u00e4hrter Diktiertechnik zu tun? Was man ins iPhone spricht, kommt als Word-Datei zur\u00fcck.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Architekt hat bis in den sp\u00e4ten Nachmittag seine Baustellen besucht, und als er abends ins B\u00fcro kommt, ist s\u00e4mtliche Arbeit bereits getan: Was er tags\u00fcber diktiert und protokolliert hat, liegt als Word-Datei vor und kann flink in die Post gegeben werden. Das ist die Idee des Diktierens in der Cloud, in der Datenwolke des Internets. Man diktiert unterwegs, nicht nur mit eigens daf\u00fcr konstruierten Rekordern, sondern auch mit dem Mobiltelefon und anderen Ger\u00e4ten. Die Cloud ist die Sammelstelle, in der alles unter einem Dach ordentlich und strukturiert zusammenl\u00e4uft. Zwei neue L\u00f6sungen, die wir erprobt haben, versprechen vor allem mehr Flexibilit\u00e4t und Zeitersparnis.<\/p>\n<p>Speechlive von Philips ist in verschiedenen Ausbaustufen von 5 Gigabyte Speicher an zu haben, das kleinste Paket kostet 10 Euro je Nutzer und Monat. Die Server stehen in Europa. Der Dreh- und Angelpunkt ist die Workflow-L\u00f6sung, die unter dem Markennamen Philips l\u00e4uft, obwohl das zugeh\u00f6rige Unternehmen, die fr\u00fchere Spracherkennungssparte von Philips, mittlerweile \u00fcbergegangen ist in die eigenst\u00e4ndige Firma Speech Processing Solutions, die wiederum der \u00f6sterreichischen Invest AG geh\u00f6rt. Ein raffiniertes Workflow-System hatte Philips schon immer, nun wurde die bew\u00e4hrte Windows-Software Speech Exec Pro noch einmal erweitert und zur Schaltstelle und lokalen Datenzentrale gemacht.<\/p>\n<p>Hier kann man wie gehabt mit dem Diktiermikrofon (kabelgebunden oder schnurlos) direkt am PC arbeiten oder seine Aufzeichnungen vom Diktierger\u00e4t hineinholen. Neu ist die Option, eine Diktier-App f\u00fcrs Smartphone einzusetzen. Was unterwegs diktiert wird, landet \u00fcber Mobilfunk oder W-Lan in der eigenen Cloud und trifft anschlie\u00dfend in Speech Exec Pro ein. Unterwegs sind alle Daten durchgehend verschl\u00fcsselt, gegebenenfalls sogar doppelt, denn das DSS-Pro-Format der professionellen Diktierger\u00e4te bietet ja auch eine Verschl\u00fcsselungsoption. DSS Pro ist gleichsam das MP3-Format f\u00fcr Sprachdateien und wird von allen anspruchsvollen Anwendungen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Was in Speech Exec Pro angekommen ist, kann in gewohnter Weise bearbeitet, also zum Beispiel je nach Autorenk\u00fcrzel und Status an Schreibkr\u00e4fte im Haus weitergeleitet oder an die Spracherkennung Dragon Naturally Speaking \u00fcbergeben werden. Letztere transkribiert dann unter Verwendung des jeweiligen Sprecherprofils, das Autorenk\u00fcrzel sorgt daf\u00fcr, dass alles zusammenpasst.<\/p>\n<p>Neu ist nun die Option, einen Schreibservice einzubinden. Hier muss man sich um nichts k\u00fcmmern, sondern lediglich Transkriptionsminuten vorab kaufen. Die Auswahl eines Schreibb\u00fcros entf\u00e4llt, es ist kein zus\u00e4tzlicher Vertrag abzuschlie\u00dfen, Philips organisiert alles. Eine Minute kostet 2,73 Euro, wenn der Auftrag in 24 Stunden zu erledigen ist. K\u00fcrzere Reaktionszeiten sind teurer. Soll das Diktat beispielsweise in sp\u00e4testens f\u00fcnf Stunden transkribiert sein, zahlt der Kunde 4,10 Euro die Minute. Wie \u201elang\u201c eine Textseite ist, h\u00e4ngt nat\u00fcrlich vom Sprechtempo ab. Zwei bis drei Minuten je Seite sind ein guter Anhaltspunkt f\u00fcr ge\u00fcbte Diktierer.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/diktiertechnik-in-der-cloud-12871775.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/diktiertechnik-in-der-cloud-12871775.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was hat der Datenspeicher im Internet mit altbew\u00e4hrter Diktiertechnik zu tun? 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