{"id":24562,"date":"2014-04-02T12:35:00","date_gmt":"2014-04-02T12:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=24562"},"modified":"2014-04-02T12:35:00","modified_gmt":"2014-04-02T12:35:00","slug":"auto-von-johannes-paul-ii-im-papa-mobil-nach-rom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=24562","title":{"rendered":"Auto von Johannes Paul II.: Im Papa-Mobil nach Rom"},"content":{"rendered":"<p>Vor zwei Jahren kaufte der Th\u00fcringer Marek Schramm ein fr\u00fcheres Auto von Papst Johannes Paul II. Zu dessen Heiligsprechung am 27. April will er mit dem Oldtimer nach Rom fahren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>M\u00e4use nisteten sich in den Polstern ein, der Rost fra\u00df sich durch die Karosserie. Fast 35 Jahre lang gammelte der fr\u00fchere Wagen von Papst Johannes Paul II. in einer Scheune in Polen vor sich hin. Jetzt steht das blau lackierte Auto p\u00fcnktlich zum neunten Todestag des Kirchenf\u00fchrers am 2. April restauriert und fahrbereit auf einem Grundst\u00fcck im th\u00fcringischen Ilmenau. Der begeisterte Oldtimer-Fan Marek Schramm nahm sich des Autos an &#8211; f\u00fcr eine gro\u00dfe Fahrt durch halb Europa.<\/p>\n<p>Dabei standen die Chancen alles andere als gut, dass der knapp 60 Jahre alte FSO Warszawa &#8211; den Karol Wojtyla in seiner Zeit als Erzbischof von Krakau benutzt hatte &#8211; noch mal anspringt. Er habe dennoch nie Zweifel gehabt, dass es ihm gelinge, das Auto wieder fit zu machen. Ein Neffe des Papst-Chauffeurs habe ihm den Wagen 2012 verkauft, sagt Schramm stolz.<\/p>\n<p>Zahlreiche Originaldokumente wie das Garantiebuch, der Kaufvertrag und die Zulassung beweisen die Herkunft des Autos. Auch Fahrgestell- und Motornummer waren dem neuen Eigent\u00fcmer zufolge noch vorhanden und identisch mit den Nummern auf den Dokumenten. Die originalen Nummernschilder sind ebenfalls da, schwarz mit der wei\u00dfen Schrift \u201eKR 96 13\u201c.<\/p>\n<p>Die Armaturen sind im 50er-Jahre-Stil spartanisch gehalten, die Sitze durchgehend und platzbietend f\u00fcr drei Personen. Die Ziffern auf der etwas zu gro\u00dfen Uhr zeigen den Todeszeitpunkt des Papstes im Jahr 2005 an. Und konsequenterweise h\u00e4ngt am Schl\u00fcsselbund ein kleines Foto von Johannes Paul II.<\/p>\n<p>Er habe eines Abends im Internet nach Oldtimern gesucht und sei dabei auf die Anzeige von Alexander Gawron gesto\u00dfen. Dessen Onkel habe den sp\u00e4teren Papst w\u00e4hrend seiner Zeit als Erzbischof von Krakau gefahren. Schramm konnte nicht widerstehen. \u201eDer Papst-Wagen war ein Schn\u00e4ppchen\u201c, sagt er. Wie viel er f\u00fcr den polnischen Nachbau eines russischen Pobeda auf den Tisch bl\u00e4tterte, verr\u00e4t der 45-j\u00e4hrige Unternehmer nicht. Immerhin, ein sechsstelliger Euro-Betrag sei es gewesen.<\/p>\n<p>Autos, Autos, Autos: In seiner Garage finden sich mehrere solcher Sch\u00e4tze wie das \u201ePapa-Mobil\u201c. Ein Porsche Spyder 550 &#8211; das Modell, mit dem James Dean verungl\u00fcckte &#8211; und ein BMW 507 Cabrio. Die Autos sind echte Rarit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Das Papst-Auto sei die Verbindung zwischen dem Leben des fr\u00fcheren Kirchenf\u00fchrers, der zum Fall der Mauer beigetragen habe, und seinem eigenen. Als Kind zog Schramm mit seinen Eltern von Danzig zun\u00e4chst nach Berlin und dann nach Ilmenau. Als 13-J\u00e4hriger habe er etwa Solidarnosc-Anstecker verteilt und m\u00e4chtig \u00c4rger bekommen. Er sa\u00df mehrere Jahre in DDR-Gef\u00e4ngnissen, unter anderem wegen Republikflucht.<\/p>\n<p>Alexander Gawron, dessen Onkel Ende der 1970er Jahre das Auto dem sp\u00e4teren Papst abkaufte, wusste auch nicht so recht, was er damit machen sollte. Jahrelang habe der Wagen in einem Autohaus in D\u00fcsseldorf gestanden, erz\u00e4hlt er. \u201eIch wollte ihn verkaufen, aber nur an einen Polen.\u201c Nach mehreren gescheiterten Versuchen &#8211; etwa \u00fcber das Auktionshaus Christie\u2019s &#8211; landete der Oldtimer in Ilmenau. Nun habe es das \u201ePapa-Mobil\u201c gut, sagt Gawron. Schlie\u00dflich sei Schramm auch in Polen geboren.<\/p>\n<p>Mehr als 2500 Arbeitsstunden investierten Schramm und seine 16 Helfer, um den Wagen flott zu machen. Jedes Einzelteil wurde zerlegt, ges\u00e4ubert und wieder eingesetzt. Manche Teile mussten in Polen gekauft werden. \u201eAber der Oldtimer ist fast zu 100 Prozent echt.\u201c<\/p>\n<p>Was er nun damit macht? \u201eNat\u00fcrlich zur Heiligsprechung von Johannes Paul II. am 27. April nach Rom fahren\u201c. Los geht es am 14. April &#8211; \u00fcber den Umweg Berlin-Danzig-Warschau-Wadowice-Krakau. Die Stationen im Leben des Papstes und im Leben von Marek Schramm.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/auto-von-johannes-paul-ii-im-papa-mobil-nach-rom-12877795.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/auto-von-johannes-paul-ii-im-papa-mobil-nach-rom-12877795.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zwei Jahren kaufte der Th\u00fcringer Marek Schramm ein fr\u00fcheres Auto von Papst Johannes Paul II. Zu dessen Heiligsprechung am 27. April will er mit dem Oldtimer nach Rom fahren.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[455,454],"tags":[5344,2831,3313,333],"class_list":["post-24562","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-auto-verkehr","category-technik-motor","tag-europa","tag-johannes-paul-ii","tag-krakau","tag-polen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24562\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}