{"id":24468,"date":"2014-04-02T14:23:00","date_gmt":"2014-04-02T14:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=24468"},"modified":"2014-04-02T14:23:00","modified_gmt":"2014-04-02T14:23:00","slug":"eu-afrika-gipfel-nicht-immer-nur-die-probleme-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=24468","title":{"rendered":"EU-Afrika-Gipfel: \u201eNicht immer nur die Probleme sehen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Delegationen aus 28 EU-Staaten und 54 afrikanischen L\u00e4ndern beraten \u00fcber eine engere Zusammenarbeit. Kommissionspr\u00e4sident Barroso beschwor beim EU-Afrika-Gipfel eine Partnerschaft auf Augenh\u00f6he. Angela Merkel betonte die steigende Bedeutung Afrikas.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union will ihre Beziehung zu Afrika neu ausrichten und zu einer gleichberechtigten Partnerschaft ausbauen. EU-Kommissionspr\u00e4sident Jos\u00e9 Manuel Barroso sagte am Mittwoch beim EU-Afrika-Gipfel in Br\u00fcssel, es gehe um ein Verh\u00e4ltnis auf Augenh\u00f6he und mit gegenseitigem Respekt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte: \u201eDer Nachbarkontinent Afrika gewinnt an Bedeutung.\u201c Sie warb daf\u00fcr, vor allem die Chancen des Kontinents zu sehen \u201eund nicht immer nur die Probleme\u201c.<\/p>\n<p>Dahinter steht auch ein verst\u00e4rktes wirtschaftliches Interesse Europas an Afrika. Die EU will den Handel vorantreiben und europ\u00e4ischen Unternehmen Anreize geben, mehr in Afrika zu investieren. Denn viele afrikanische L\u00e4nder sind \u00f6konomisch erfolgreich und als Handelspartner interessant.<\/p>\n<p>Die Staats- und Regierungschefs aus der EU und Afrika beraten bei dem zweit\u00e4gigen Treffen bis Donnerstag \u00fcber eine bessere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Rund 90 Delegationen aus den 28 EU-Staaten und den 54 afrikanischen L\u00e4ndern sind dazu angereist.<\/p>\n<p>EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy sagte, er hoffe, dass das Treffen \u201eeinen neuen Schritt in unseren Beziehungen zu Afrika markiert\u201c. Er betonte: \u201eEs liegt jetzt an uns als politische F\u00fchrung, die Priorit\u00e4ten f\u00fcr die Zukunft zu setzen.\u201c<\/p>\n<p>Die Vorsitzende der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zuma, sagte, Afrika sei ein schnell wachsender und sich wandelnder Kontinent. Zuma lobte den Einsatz der Europ\u00e4er, etwa bei der Friedenssicherung. Es bleibe aber viel zu tun, egal ob im Bereich Klimaschutz, Konflikte oder bessere Bildungschancen f\u00fcr die Menschen.<\/p>\n<p>Der EU-Afrika-Gipfel ist das vierte Treffen dieser Art &#8211; nach fr\u00fcheren Gipfeln in Kairo, Lissabon und Tripolis.<\/p>\n<h2>Gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Fl\u00fcchtlingspolitik<\/h2>\n<p>Eine wesentliche Rolle spielt aber auch die Lage in der krisengesch\u00fcttelten Zentralafrikanischen Republik. Dort ist nach einem Putsch muslimischer Rebellen vor einem Jahr die Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen eskaliert.<\/p>\n<p>Derzeit versuchen 2000 franz\u00f6sische und 5500 afrikanische Soldaten, den Konflikt einzud\u00e4mmen. Unterst\u00fctzung sollen sie von einer bis zu 1000 Mann starken Truppe der Europ\u00e4ischen Union erhalten. Am Dienstag hatte die EU den Weg f\u00fcr deren Einsatz frei gemacht.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Beginn des eigentlichen Gipfels setzten sich jeweils 15 Staats- und Regierungschefs aus Europa und Afrika zusammen, um \u00fcber die Lage in Zentralafrika zu beraten. In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung begr\u00fc\u00dften sie das internationale Eingreifen und riefen die Menschen in dem Land dazu auf, die Waffen niederzulegen.<\/p>\n<p>UN-Generalsekret\u00e4r Ban Ki Moon forderte von den Europ\u00e4ern mehr Hilfe f\u00fcr die Zentralafrikanische Republik &#8211; in Form von Soldaten, Polizeikr\u00e4ften und finanzieller Hilfe: \u201eWir m\u00fcssen schnell handeln, um das T\u00f6ten zu beenden und die Zivilbev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Kanzlerin Merkel k\u00fcndigte an, bei dem Gipfel werde es auch eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Fl\u00fcchtlingspolitik geben. Italiens Marine hat nach Angaben vom Mittwoch abermals mehr als 700 Fl\u00fcchtlinge aus Nordafrika aufgenommen, die auf dem Mittelmeer mit ihren Booten Europa ansteuerten.<\/p>\n<p>Neben Merkel nimmt aus Deutschland auch Entwicklungsminister Gerd M\u00fcller (CSU) an dem Treffen teil. Die Bundesregierung hatte angek\u00fcndigt, die Entwicklungshilfe f\u00fcr Afrika um 100 Millionen auf 1,3 Milliarden Euro j\u00e4hrlich aufzustocken. Damit flie\u00dft mehr als die H\u00e4lfte der deutschen Entwicklungsgelder auf diesen Kontinent.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/eu-afrika-gipfel-nicht-immer-nur-die-probleme-sehen-12877164.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/eu-afrika-gipfel-nicht-immer-nur-die-probleme-sehen-12877164.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Delegationen aus 28 EU-Staaten und 54 afrikanischen L\u00e4ndern beraten \u00fcber eine engere Zusammenarbeit. Kommissionspr\u00e4sident Barroso beschwor beim EU-Afrika-Gipfel eine Partnerschaft auf Augenh\u00f6he. 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