{"id":24057,"date":"2014-03-22T07:33:11","date_gmt":"2014-03-22T07:33:11","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=24057"},"modified":"2014-03-22T07:33:11","modified_gmt":"2014-03-22T07:33:11","slug":"euroskeptiker-im-europaparlament-hunger-auf-zerstorung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=24057","title":{"rendered":"Euroskeptiker im Europaparlament: Hunger auf Zerst\u00f6rung"},"content":{"rendered":"<p>Die Euroskeptiker w\u00fcrden im Europaparlament am liebsten alles verhindern. Bei bei der Europawahl im Mai k\u00f6nnte die kleine destruktive Truppe noch deutlich wachsen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>PreviewPagemarker&#8220; id=&#8220;pageIndex_1&#8243;>Wo die Euroskeptiker sitzen, sieht man sofort, wenn man in Stra\u00dfburg den Plenarsaal des Europaparlaments betritt. Ganz rechts haben die Abgeordneten der Fraktion \u201eEuropa der Freiheit und Demokratie\u201c ihre Sitze. Auf ihren Tischen haben sie kleine nationale Flaggen aufgestellt, meist sind es britische. Das ist hier nat\u00fcrlich eine Provokation, denn alle anderen Fraktionen verstehen sich als gute Europ\u00e4er, die den Nationalstaat \u00fcberwinden wollen.<\/p>\n<p class=\"AutorenModul\"><span class=\"autorBox clearfix\" itemprop=\"author\">                                                <img title='Nikolas Busse ' height='55' alt='Nikolas Busse ' width='55' class='media left' src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/redaktion\/3564601762\/1.1125983\/avatarAuthor\/nikolas-busse-nbu.jpg' \/><span class=\"autorTxt\"><a href=\"\/redaktion\/nikolas-busse-11104508.html\" title=\"Nikolas Busse \" rel=\"author\">Autor: Nikolas Busse, Jahrgang 1969, politischer Korrespondent f\u00fcr die Nato und die EU mit Sitz in Br\u00fcssel. <span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><span class=\"shareAutor\"><a href=\"https:\/\/plus.google.com\/111227386438430666049?rel=author\" class=\"autorGP\" title=\"Nikolas Busse  auf Google+\"> <\/a><a onclick=\"follow_1_1104508()\" class=\"autorFolgen\" title=\"Nikolas Busse  folgen\"> <\/a>                    <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Auch auf Platz 20, gleich in der ersten Reihe, weht der Union Jack. Hier sitzt der Abgeordnete Nigel Farage. Er bl\u00e4ttert aufmerksam in einem Papierstapel. Das tut er oft, wenn er im Plenum ist. So kann er Kommissionspr\u00e4sident Jos\u00e9 Manuel Barroso und W\u00e4hrungskommissar Olli Rehn ignorieren, die direkt neben ihm miteinander plaudern. Eine Laune der Sitzordnung, man kann es auch eine Hinterh\u00e4ltigkeit nennen, hat die Euroskeptiker neben ihrem Hassobjekt plaziert: Die Bank der EU-Kommission schlie\u00dft das Halbrund des Plenarsaals ab, nur ein schmaler Gang trennt sie von ihren gr\u00f6\u00dften Gegnern.<\/p>\n<p>Das k\u00fcnstliche Licht, das den blau-wei\u00dfen Saal stets grau aussehen l\u00e4sst, f\u00e4llt an diesem fr\u00fchen Mittwochmorgen auf eine m\u00fcde Versammlung. Die Legislatur geht zu Ende, die Europawahlen stehen vor der T\u00fcr. Barroso redet mit zerzaustem Haar, er liest alte Phrasen vor. Guy Verhofstadt, der Fraktionsvorsitzende der Liberalen, spricht mit offenem Hosenstall. Bis die Euroskeptiker dran sind, kommen erst acht andere Redner, jeder erh\u00e4lt eine strenge Zeitvorgabe. Die Kommission hat zehn Minuten, die gro\u00dfen Fraktionen haben f\u00fcnf, die Euroskeptiker bekommen zwei. Sie d\u00fcrfen nach der Linksfraktion reden und vor den Rechtsradikalen.<\/p>\n<p>Farage wartet geduldig auf seinen Moment. Die monatlichen Generalaussprachen in Stra\u00dfburg haben ihn bekannt gemacht, weit \u00fcber seine britische Heimat hinaus. Mit scharfen Reden hat er sich zum unumstrittenen Anf\u00fchrer seiner Fraktion und zu Hause zum gef\u00e4hrlichsten Rivalen von Premierminister David Cameron gemacht. Kurz bevor er aufgerufen wird, lehnt er sich im Stuhl weit zur\u00fcck, faltet die H\u00e4nde und blickt lange nach oben. Er sammelt sich zum Generalangriff.<\/p>\n<h2>\u201eDer europ\u00e4ische Traum br\u00f6selt\u201c<\/h2>\n<p>\u201eSelbst f\u00fcr die Ma\u00dfst\u00e4be dieses Hauses ist das heute eine bleierne Atmosph\u00e4re\u201c, poltert er los. Da komme ein \u201egro\u00dfer globaler politischer F\u00fchrer wie Herr Barroso\u201c vorbei, und von 750 Abgeordneten seien gerade einmal 44 anwesend. \u201eIch bin jetzt seit f\u00fcnfzehn Jahren hier, aber in den vergangenen f\u00fcnf Jahren hat sich etwas wirklich Gro\u00dfes ver\u00e4ndert: Der europ\u00e4ische Traum zerbr\u00f6selt, und zwar vollst\u00e4ndig.\u201c Nur in der ersten Reihe des Parlaments und in der Kommission gebe es noch ein paar \u201eWahnsinnige\u201c, die f\u00fcr die Vereinigten Staaten von Europa seien. In den Mitgliedstaaten sei die Stimmung ganz anders. \u201eDie Begeisterung f\u00fcr dieses Projekt stirbt.\u201c<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/euroskeptiker-im-europaparlament-hunger-auf-zerstoerung-12857572.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/euroskeptiker-im-europaparlament-hunger-auf-zerstoerung-12857572.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Euroskeptiker w\u00fcrden im Europaparlament am liebsten alles verhindern. 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