{"id":23084,"date":"2014-02-21T10:22:00","date_gmt":"2014-02-21T10:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=23084"},"modified":"2014-02-21T10:22:00","modified_gmt":"2014-02-21T10:22:00","slug":"zum-stellplatz-ein-carsharing-auto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=23084","title":{"rendered":"Zum Stellplatz ein Carsharing-Auto"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem Patenschaftsmodell f\u00fcr Carsharing-Fahrzeuge erh\u00f6hen die Anbieter Citeecar und Book-n-Drive die Drehzahl auf dem Markt f\u00fcrs Autoteilen in Frankfurt. Das Verbraucherthema<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der typische Carsharing-Kunde in Frankfurt holt sein Auto bisher an einer festen Carsharing-Station ab. Anders als in Berlin, M\u00fcnchen oder Hamburg stehen in der Stadt keine Mietautos von Autoherstellern wie Daimler (Car2go) und BMW (Drive now) am Stra\u00dfenrand, die nach Belieben gebucht und im Stadtgebiet wieder abgestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In diese L\u00fccke ist im vergangenen Herbst der Anbieter Citeecar gesto\u00dfen. Das Unternehmen l\u00f6st das Stellplatzproblem, das f\u00fcr jeden Carsharing-Anbieter in Gro\u00dfst\u00e4dten das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr den Ausbau seiner Flotte darstellt, auf eigene Weise. F\u00fcr die Fahrzeuge von Citeecar k\u00f6nnen sich sogenannte Hosts bewerben, die einen Parkplatz, eine Garage oder auch einen Anwohnerparkplatz mit Ausweis zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<h2>Stadt reglementiert Patenschaft<\/h2>\n<p>Wer sich zudem bereit erkl\u00e4rt, das Fahrzeug &#8211; ausschlie\u00dflich Kia-Rio-Modelle (entspricht VW-Polo-Klasse) &#8211; zweimal im Monat durch die Waschstra\u00dfe zu schicken und gelegentlich die Werbetrommel zu r\u00fchren, bekommt ein Gemeinschaftsauto vor die T\u00fcr gestellt, 20 Kilometer im Wert von 4,80 Euro und jeden Monat 100 Freistunden gutschrieben. Au\u00dferdem muss der Host keinen Extra-Beitrag zur Senkung der Selbstbeteiligung im Schadensfall zahlen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Unternehmens, das am Standort Frankfurt mit 50 Fahrzeugen angefangen hat, stehen inzwischen 70 Citeecars am Stra\u00dfenrand. F\u00fcr zwei Drittel davon h\u00e4tten Privatleute eine Stellplatzl\u00f6sung geschaffen, unter diesen auch mehrere Nutzer mit Bewohnerparkausweis.<\/p>\n<p>Die Frage, ob diese auch f\u00fcr Carsharing-Fahrzeuge beantragt werden k\u00f6nnen, war in Frankfurt zun\u00e4chst strittig. Inzwischen hat Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) gr\u00fcnes Licht gegeben, unter der Auflage, dass derjenige, der den Parkausweis beantrage, auch der Hauptnutzer des Fahrzeugs sei. Dies k\u00f6nne man notfalls \u00fcber die Abrechnungen der Carsharing-Anbieter kontrollieren.<\/p>\n<h2>Firmen locken mit Fahrtguthaben<\/h2>\n<p>Die Stadt handelt auch im eigenen Interesse, denn sie mischt \u00fcber die Tochtergesellschaft Book-n-Drive, an der sie rund 60 Prozent h\u00e4lt, mit im Carsharing-Gesch\u00e4ft. Mit dem Start der neuen Konkurrenz hat auch Book-n-Drive, mit 400 Autos der gr\u00f6\u00dfte Anbieter in Rhein-Main, ein Patenschaftsmodell f\u00fcr seine Cityflitzer vorgelegt, von denen die ersten seit ein paar Tagen am Stra\u00dfenrand stehen. Zirka 30 sollen es in einem ersten Anlauf werden. Rund 190 Personen haben ihr Interesse bekundet. Im Idealfall bringen sie einen Stellplatz vor der Haust\u00fcr mit. Pl\u00e4tze mit Bewohnerparkausweis &#8211; das ist auch Bedingung bei Citeecar &#8211; kommen nur dann in Frage, wenn es realistisch ist, dass f\u00fcr das Gemeinschaftsauto ein freier Parkplatz in einem bestimmten Radius gefunden wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen festen Stellplatz spendiert Book-n-Drive den Autopaten ein Fahrtguthaben von 50 Euro im Monat, 25 gibt es f\u00fcr einen Stellplatz mit Parkausweis, zudem in beiden F\u00e4llen 50 Prozent auf den Zeitpreis in der Zeit von 22 bis 6 Uhr. Die Paten sollen ein Auge auf das Auto haben, m\u00fcssen es aber nicht durch die Reinigung schicken. Der Vorteil im Vergleich zu Citeecar besteht auch darin, dass das Fahrtguthaben innerhalb eines Jahres aufgespart werden kann, etwa f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Reise. Mit Book-n-Drive darf der Autoteiler in jedes europ\u00e4ische Land reisen.<\/p>\n<h2>Mindestens zwei Stunden buchen<\/h2>\n<p>Der Vergleich lohnt sich auch bei den Preisen. Citeecar, der sich als Discounter der Branche versteht, war im Oktober mit einem Preis von 20 Cent f\u00fcr den gefahrenen Kilometer gestartet, inklusive Benzin. Inzwischen wurde das Kilometergeld um vier Cent erh\u00f6ht, daf\u00fcr ist die monatliche Grundgeb\u00fchr von f\u00fcnf Euro weggefallen. Dies h\u00e4tten viele Kunden als H\u00fcrde empfunden, sagt ein Sprecher.<\/p>\n<p>Neu in den Abendstunden ist ein Zeittarif von zwei Euro, der schon um 17 Uhr beginnt (bis Mitternacht). Danach und davor kostet die Stunde unter der Woche einen Euro. Auch am Wochenende betr\u00e4gt die Miete durchweg zwei Euro die Stunde. So oder so: Unter zwei Stunden kann grunds\u00e4tzlich kein Auto gemietet werden. Das wird in der Werbung gern verschwiegen. Im Preisvergleich mit den anderen Anbietern in der Tabelle auf dieser Seite schneidet Citeecar nach 17 Uhr und am Wochenende schlechter ab als die Konkurrenz.<\/p>\n<h2>Die Branche w\u00e4chst<\/h2>\n<p>Der Nachteil bei Book-n-Drive und Stadtmobil: Sie arbeiten mit vielen unterschiedlichen Tarifen. Es macht etwas M\u00fche, sich damit auseinanderzusetzten, aber es lohnt sich. Mit dem Classic-Tarif von Stadtmobil etwa f\u00e4hrt derjenige gut, der Carsharing regelm\u00e4\u00dfig nutzt, da Zeit- und Kilometertarif reduziert sind. Der RMV-Tarif hat g\u00fcnstige Fixkosten. Bei Book-n-Drive lohnt sich der Abo-Tarif f\u00fcr alle, die l\u00e4ngere Fahrten in einem Monat planen. In der Tabelle ist der Kleinwagen des Anbieters am Wochenende mit 112 Euro am g\u00fcnstigsten. Zwar wird im Abo-Tarif ein Grundpreis im Monat von 14,90 Euro berechnet, aber der Kunde kann mit zwei Wochen zum Monatsende in einen anderen Tarif wechseln.<\/p>\n<p>Mit allen vier Anbietern in Frankfurt sind Autoteiler im \u00dcbrigen bundesweit in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten mobil. Die Systeme werden zudem weiter ausgebaut. Wie die Carsharing-Tochter der Deutschen Bahn und Kooperationspartner von Book-n-Drive angek\u00fcndigt hat, wollen Car2Go und Flinkster im Sommer ihre beiden Angebote verkn\u00fcpfen. Damit steht ein Netz von mehr als 6600 Fahrzeugen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/das-verbraucherthema-zum-stellplatz-ein-carsharing-auto-12811097.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/das-verbraucherthema-zum-stellplatz-ein-carsharing-auto-12811097.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem Patenschaftsmodell f\u00fcr Carsharing-Fahrzeuge erh\u00f6hen die Anbieter Citeecar und Book-n-Drive die Drehzahl auf dem Markt f\u00fcrs Autoteilen in Frankfurt. 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