{"id":22964,"date":"2014-02-16T09:00:00","date_gmt":"2014-02-16T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=22964"},"modified":"2014-02-16T09:00:00","modified_gmt":"2014-02-16T09:00:00","slug":"nie-ohne-meinen-heli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=22964","title":{"rendered":"Nie ohne meinen Heli"},"content":{"rendered":"<p>Der Superyachtbau hat sich zu einer eigenen Industrie entwickelt. Wer hier Erfolg haben m\u00f6chte, muss dem Kunden vor allem zeigen k\u00f6nnen, was der haben wollen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Auch wenn Superyachten in der Knallpresse gern als Spielzeug heutiger Oligarchen und Magnaten dargestellt werden \u2013 eine Entwicklung der j\u00fcngsten Zeit sind sie nicht. Es hat sie immer gegeben, nur nicht in der Menge wie heute. Fr\u00fcher hatte die Queen ihre \u201eBritannia\u201c, Pr\u00e4sident Truman seine \u201eWilliamsburg\u201c, der deutsche Kaiser seine \u201eHohenzollern\u201c. Ganz zu schweigen von den Yachten der Krupps, von Onassis \u2013 oder auch Saddam Hussein oder General Franco. Allen gemein war ihre Aufgabe als Repr\u00e4sentationsfahrzeug, auf dem Empf\u00e4nge gegeben, Partys gefeiert oder Vertr\u00e4ge ausgehandelt wurden. Man zeigte gern, was man \u2013 oder das Land \u2013 sich leisten konnte.<\/p>\n<p>Zum Fahren wurden die meisten gro\u00dfen Schiffe selten genutzt. Daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert. Auf Kreuzfahrt geht kaum ein Besitzer mit seinem Palast. \u00dcblicherweise wird er von der Crew an Ort und Stelle \u00fcberf\u00fchrt, Eigner und G\u00e4ste fliegen ein. Staatsyachten gibt es \u2013 Ausnahmen sind zum Beispiel Dubai (\u201eDubai\u201c, 162 Meter) oder Saudi-Arabien (\u201eAzzam\u201c, 180 Meter) \u2013 kaum noch. Als eines der letzten Staatsoberh\u00e4upter musste die Queen ihr geliebtes Schiff in Rente schicken, weil dem Volk die immensen Kosten daf\u00fcr nicht mehr zu vermitteln waren. Rund zehn Prozent des ehemaligen Neupreises verschlingen im Jahr Betrieb und Instandhaltung, wie Branchenkenner sch\u00e4tzen. Mit umgerechnet 30 Millionen Euro wurden die Kosten f\u00fcr die 125 Meter lange \u201eBritannia\u201c im letzten Betriebsjahr 1997 angegeben.<\/p>\n<p>Wenn sich heute ein Privatmann ein Schiff dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung leistet, geht es meistens weniger ums Zeigen als ums Verstecken: \u201eParadoxerweise wird das Schiff als Ziel wichtiger als der Gegenstand Schiff an sich\u201c, sagt der Designer Philippe Briand. \u201eEs wird in einer turbulenten Welt zum R\u00fcckzugsort, an dem der Eigner sich mal ausschlie\u00dflich vergn\u00fcgen kann: Traum des Hedonisten.\u201c Das Selbstfahren ist eine Ausnahmeerscheinung, und das hat Auswirkungen auf die Konstruktion. Die Mannschaft soll den Dampfer mit m\u00f6glichst geringem Energieaufwand von einem Ort zum andren bringen und f\u00e4hrt langsam. Der Traum des Entwicklers vom Bau schlanker, flacher, schneller Yachten bleibt meist unerf\u00fcllt.<\/p>\n<h2>Bis man seine Freunde nicht mehr findet<\/h2>\n<p>Die niederl\u00e4ndische Feadship-Werft hat in j\u00fcngster Zeit zwei solcher Schiffe ausgeliefert: 2013 die \u201eVenus\u201c, vermutlich das Schiff des vor der Fertigstellung gestorbenen Steve Jobs, sowie \u201eProject Dream\u201c. Die ist mit 99 Meter L\u00e4nge die gr\u00f6\u00dfte jemals in den Niederlanden gebaute Yacht. Das innen wie au\u00dfen von Winch Design gestaltete Objekt ist immens langgestreckt, hat fast aerodynamisch flache Aufbauten und einen langen, eleganten Steven. Hier ging es offenbar ausnahmsweise einmal nicht um eine m\u00f6glichst hohe Ausbeute an Raum und Fl\u00e4che, sondern vorwiegend ums \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild. \u201eSie sticht aus der Masse hervor, wo immer sie auftaucht\u201c, sagte Winch zur feierlichen Taufe.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/superyachten-nie-ohne-meinen-heli-12802192.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/superyachten-nie-ohne-meinen-heli-12802192.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Superyachtbau hat sich zu einer eigenen Industrie entwickelt. 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