{"id":21988,"date":"2014-01-16T15:43:51","date_gmt":"2014-01-16T15:43:51","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21988"},"modified":"2014-01-16T15:43:51","modified_gmt":"2014-01-16T15:43:51","slug":"rollige-raubkatze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21988","title":{"rendered":"Rollige Raubkatze"},"content":{"rendered":"<p>Der Jaguar F-Type R Coup\u00e9 sucht seine Beute unter Porsche-Fahrern: H\u00f6chstgeschwindigkeit bis 300 km\/h. Aus dem Stand erreicht das R Coup\u00e9 100 km\/h in 4,2 Sekunden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit dem F-Type Roadster hat Jaguar vor wenigen Monaten einen Zweisitzer auf den Markt gebracht, der, anders als alle Raubkatzen, die der britische Hersteller seit einem halben Jahrzehnt produziert, Jagdinstinkt entwickelt. Und schon im M\u00e4rz 2014 schiebt die seit 2008 zum indischen Mischkonzern Tata geh\u00f6rende Marke das F-Type Coup\u00e9 mit nochmals sch\u00e4rferen Krallen nach. Das sei ein komplett anderes Auto als der Roadster, behauptet Chefingenieur Mike Cross. Haupts\u00e4chlich verantwortlich f\u00fcr die spontanen Reaktionen des Jaguar auf kleinste Lenkbewegungen sei die verwindungssteife Karosserie, erkl\u00e4rt er. Doch so viel Sch\u00e4rfe f\u00fcr einen Jaguar? Passt das zu einer Marke, die in den vergangenen Jahrzehnten eher f\u00fcr komfortables Reisen stand als f\u00fcr rasantes Heizen? \u201eEs ist Zeit zum Umdenken\u201c, meint Cross.<\/p>\n<p>Wir fuhren die vorl\u00e4ufige Spitzenversion F-Type R Coup\u00e9 auf der spanischen F1-Strecke Circuit de Catalunya nahe Barcelona und geben dem Chefentwickler zumindest zum Teil recht. Das F-Type Coup\u00e9 ist \u00e4hnlich kompakt und handlich zu fahren wie der Roadster und bietet das gleiche etwas eng geratene Interieur. Das lang abstr\u00f6mende Dach mit integrierter Heckklappe formt seine Schokoladenseite. Es tr\u00e4gt eine Heckscheibe, die stilistisch an die des legend\u00e4ren E-Type aus den Sechzigern erinnert. Ein optionales Panoramadach l\u00e4sst den Innenraum luftiger erscheinen.<\/p>\n<p>Entscheidende Unterschiede zum Roadster sp\u00fcrt man erst beim Fahren. F\u00fcr die Karosseriesteifigkeit verantwortlich sind die riesigen Seitenteile, die wie der gesamte Wagen aus Aluminium, aber im Hydroforming-Verfahren gefertigt sind. Denn das Bauteil, das sich von der A- in die C-S\u00e4ule erstreckt, die hinteren Radh\u00e4user umfasst und unter den T\u00fcren entlang verl\u00e4uft, muss die Aufgaben der fehlenden B-S\u00e4ulen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Schon in den ersten Kurven \u00fcberzeugt das elektronisch geregelte, die Fahrbahnbeschaffenheit lesende, aber bis in den Dynamik-Modus hinein durchaus komfortable Fahrwerk. Die Achtgang-Automatik schaltet schnell und bietet dem Fahrer einen Handschaltmodus. Dass das von einem Kompressor beatmete 5,0-l-V8-Aggregat mit 550 PS (390 kW) genau 55 PS mehr leistet als in der Roadster-Spitzenversion F-Type S, ist beachtlich, hinterl\u00e4sst aber nicht einen so nachhaltigen Eindruck wie das um 55 auf 680 Nm gestiegene Drehmoment. Dieses bietet zwischen 2500 und 5500 Umdrehungen sp\u00fcrbar mehr Schub aus engen Kurven heraus. Werden Richtungs\u00e4nderungen im Grenzbereich vollzogen, hilft das aktive Hinterachsdifferential (eine Weiterentwicklung aus dem Roadster) mit bis zu 200 Millisekunden schnellen Reaktionszeiten, die Antriebskraft zu portionieren.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sorgt die neue Torque-Vectoring-Funktion durch Bremseingriffe an den kurveninneren R\u00e4dern f\u00fcr Fahrstabilit\u00e4t. Sie ist so programmiert, dass im Dynamik-Modus leichte Schwimmwinkel zugelassen werden. Der Fahrer bekommt das heroische Gef\u00fchl, Drifts zu parieren, wenngleich dies die Elektronik im Hintergrund erledigt. Wer vom Nervenkitzel des potentiellen Abflugs w\u00e4hrend eines Drifts kosten m\u00f6chte, kann die Traktionskontrolle ganz ausschalten. F\u00fcr fast 9000 Euro Aufpreis gibt es verschlei\u00dfarme Keramikbremsen, die zudem 21 Kilo weniger wiegen als jene aus Stahl. Einzig die akustische Pr\u00e4senz unter Volllast gibt Anlass zur Kritik: Das R Coup\u00e9 r\u00f6hrt aus zwei Doppelendrohren mehr wie ein br\u00fcnftiger Hirsch als ein kerniger Sportwagen.<\/p>\n<p>Mit dem neuen F-Type R Coup\u00e9 m\u00f6chte Jaguar ins Blickfeld von Porsche-Kunden aufschlie\u00dfen. Und fahrdynamisch kommt es den Topmodellen aus Zuffenhausen nahe. Daf\u00fcr sprechen Eckdaten wie die elektronisch abgeregelte H\u00f6chstgeschwindigkeit bis 300 km\/h. Aus dem Stand erreicht das R Coup\u00e9 100 km\/h in 4,2 Sekunden. Mit 103.700 Euro kostet das Jaguar F-Type R Coup\u00e9 knapp die H\u00e4lfte dessen, was Porsche f\u00fcr den Turbo S aufruft.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/jaguar-f-type-r-coupe-rollige-raubkatze-12748923.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/jaguar-f-type-r-coupe-rollige-raubkatze-12748923.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Jaguar F-Type R Coup\u00e9 sucht seine Beute unter Porsche-Fahrern: H\u00f6chstgeschwindigkeit bis 300 km\/h. 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