{"id":21886,"date":"2014-01-19T10:15:40","date_gmt":"2014-01-19T10:15:40","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21886"},"modified":"2014-01-19T10:15:40","modified_gmt":"2014-01-19T10:15:40","slug":"medienbericht-erschreckt-deutsche-bank-anleger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21886","title":{"rendered":"Medienbericht erschreckt Deutsche-Bank-Anleger"},"content":{"rendered":"<p>Spekulationen \u00fcber unerwartet schwache Gesch\u00e4fte der Deutschen Bank haben f\u00fcr Verunsicherung gesorgt. An Wall Street fiel der Aktienkurs bei hohen Ums\u00e4tzen um drei Prozent.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wird die Deutsche Bank f\u00fcr das vierte Quartal schwache Zahlen vorlegen? Das \u201eWall Street Journal\u201c verunsicherte am Freitag Anleger mit einem Bericht, wonach der Vorstand dies f\u00fcr das vierte Quartal pr\u00fcft, ob er vor der Ver\u00f6ffentlichung darauf hinweisen muss.<\/p>\n<p>Das Institut will seine Gesch\u00e4ftszahlen f\u00fcr das Jahr 2013 am 29. Januar ver\u00f6ffentlichen. Da die Bank weder f\u00fcr das Jahr noch f\u00fcr das Quartal eine konkrete Gewinnprognose abgegeben hat, w\u00e4re eine Vorabmeldung nur dann f\u00e4llig, wenn die tats\u00e4chlichen Zahlen stark von den Sch\u00e4tzungen der Analysten abweichen. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Bericht nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Nach einer Auswertung von Thomson Reuters I\/B\/E\/S erwarten die Experten f\u00fcr das Gesamtjahr im Schnitt einen Gewinn von 4,2 Milliarden Euro vor Steuern &#8211; aus dem vierten Quartal fehlt dazu noch rund eine Milliarde. Einige Analysten hatten ihre Sch\u00e4tzungen zuletzt etwas zur\u00fcckgenommen.<\/p>\n<h2>Unerwartet hohe Verluste aus dem Bilanzabbau<\/h2>\n<p>Grund f\u00fcr die Ertragsschw\u00e4che seien unter anderem unerwartet hohe Verluste infolge des Bilanzabbaus, hie\u00df es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zudem mache der Deutschen Bank &#8211; wie den gro\u00dfen amerikanischen Investmentbanken auch &#8211; ein schwaches Anleihegesch\u00e4ft zu schaffen.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bank will bis Ende 2015 ihre Bilanz um rund 250 Milliarden Euro verk\u00fcrzen, um die regulatorisch vorgegebene maximale Verschuldungsquote (Leverage Ratio) einhalten zu k\u00f6nnen. Das w\u00e4ren rechnerisch 30 bis 40 Milliarden Euro im Quartal. Im dritten Quartal schaffte sie sogar 64 Milliarden.<\/p>\n<p>Finanzvorstand Stefan Krause hatte im Oktober gewarnt, der Abbau werde mit der Zeit m\u00fchsamer. \u201eWir pfl\u00fccken zun\u00e4chst die niedrig h\u00e4ngenden Fr\u00fcchte\u201c, hatte er gesagt. Maximal 600 Millionen Euro Verlust hat die Bank f\u00fcr den Abbau eingeplant. Unter Druck steht die Deutsche Bank damit aber nicht- zudem finden sich derzeit am Markt f\u00fcr viele Verm\u00f6genswerte leicht Abnehmer.<\/p>\n<p>Die steigenden Marktzinsen in den Vereinigten Staaten hatten zuletzt auch amerikanische Investmentbanken wie Goldman Sachs und JP Morgan ausgebremst. Ihre Gewinne h\u00e4ngen &#8211; wie die der Deutschen Bank &#8211; stark vom Gesch\u00e4ft mit festverzinslichen Wertpapieren ab. Sie verwiesen auf ein \u201eschwieriges Umfeld\u201c. Insgesamt haben die Investmentbanken im vierten Quartal nach Reuters-Daten an den M\u00e4rkten f\u00fcr festverzinsliche Wertpapiere sieben Prozent weniger verdient. Doch \u00fcberraschen kann diese Entwicklung die Deutsche-Bank-Analysten nicht.<\/p>\n<p>Unsicherheit bergen allerdings die Folgen der Skandale von der Manipulation des Interbanken-Zinses Libor bis zur Rolle des Instituts in der Kirch-Pleite. 4,1 Milliarden Euro hat die Deutsche Bank daf\u00fcr bisher zur\u00fcckgestellt, die Anleger jedoch darauf vorbereitet, dass es noch mehr werden k\u00f6nnte. Allein im Dezember wurden 1,4 Milliarden Euro f\u00fcr die Beilegung eines Streits mit der staatlichen Beh\u00f6rde FHFA um fragw\u00fcrdige Hypothekengesch\u00e4fte in den Vereinigten Staaten f\u00e4llig, dazu verh\u00e4ngte die EU-Kommission eine Bu\u00dfe von 725 Millionen Euro f\u00fcr Absprachen \u00fcber Referenzs\u00e4tze wie den Libor.<\/p>\n<p>Doch daf\u00fcr hatte die Deutsche Bank nach eigenen Angaben bereits ausreichend Geld reserviert. Unterdessen haben die Beh\u00f6rden ihre Untersuchungen m\u00f6glicher Manipulationen von Devisenkursen und Referenzwerten f\u00fcr Gold und Silber ausgeweitet.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/sorgen-um-das-vierte-quartal-medienbericht-erschreckt-deutsche-bank-anleger-12758800.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/sorgen-um-das-vierte-quartal-medienbericht-erschreckt-deutsche-bank-anleger-12758800.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spekulationen \u00fcber unerwartet schwache Gesch\u00e4fte der Deutschen Bank haben f\u00fcr Verunsicherung gesorgt. 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