{"id":21819,"date":"2014-01-07T11:28:41","date_gmt":"2014-01-07T11:28:41","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21819"},"modified":"2014-01-07T11:28:41","modified_gmt":"2014-01-07T11:28:41","slug":"das-auto-als-ultimativer-mobiler-computer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21819","title":{"rendered":"Das Auto als ultimativer mobiler Computer"},"content":{"rendered":"<p>Google beherrscht l\u00e4ngst nicht mehr nur die Welt der Online-Suche. Das Betriebssystem Android will der Internetkonzern jetzt auch ins Auto bringen &#8211; und kooperiert mit Audi, General Motors, Honda und Hyundai.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit seinem Mobil-Betriebssystem Android hat Google eine Erfolgsgeschichte sondergleichen geschrieben. Zum Start 2007, im Jahr der iPhone-Premiere, h\u00e4tte kaum jemand darauf gewettet, dass der Internetkonzern nicht nur die Online-Suche, sondern bald auch die Mehrheit der Smartphones beherrscht. Wenig sp\u00e4ter war es so weit, und im dritten Quartal 2013 lief Android auf fast 82 Prozent aller neu verkauften Internethandys &#8211; weit vor Apples iOS mit einem Marktanteil von rund 12 Prozent.<\/p>\n<p>Diesen Erfolg versucht Google nun zu wiederholen, und zwar im Automobil. Schlie\u00dflich sei das Auto der \u201eultimative mobile Computer\u201c, formuliert Jen-Hsun Huang, Vorstandsvorsitzender des Chipherstellers Nvidia. Das amerikanische Unternehmen geh\u00f6rt einer neuen Firmenallianz an, die Google am Montag zum Start der Elektronikmesse CES vorstellte. Zur sogenannten Open Automotive Alliance (\u201eoffene Auto-Allianz\u201c) haben sich demnach Google und Nvidia sowie General Motors, Audi, Honda und Hyundai zusammengeschlossen. Ziel dieser Koalition von Auto- und Technologieunternehmen sei es, die Android-Plattform ins Auto zu bringen. Die ersten Wagen mit Android-Integration k\u00f6nne man schon gegen Ende des laufenden Jahres erwarten, hie\u00df es.<\/p>\n<h2>Die Technik im Auto soll sicherer werden<\/h2>\n<p>Weitergehende Details lie\u00df die Ank\u00fcndigung vermissen. Google-Manager Sundar Pichai sagte lediglich: \u201eDie Ausweitung von Android in den Automobilbereich erlaubt es unseren Industriepartnern, mobile Technologien leichter in die Autos zu bringen. Den Fahrern bietet sie eine bekannte Erfahrung, so dass sie ihre Aufmerksamkeit auf die Stra\u00dfe richten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Technologie im Fahrzeug soll sicherer werden und intuitiver bedienbar. Autofahrer versuchten schon heute, mobile Services w\u00e4hrend der Fahrt zu nutzen. Dies sei aber nicht immer komfortabel und sicher. Damit d\u00fcrfte beispielsweise der Abruf von E-Mails und das Surfen im Internet gemeint sein. Auf Android-Smartphones &#8211; wie auch auf allen anderen Mobilsystemen &#8211; geh\u00f6ren diese Funktionen zum Standard- sie m\u00fcssten also nur noch angepasst werden. Android im Auto werde Fahrern die Apps und Dienste bringen, die sie kennen und m\u00f6gen, versprach Google in einem Blog-Eintrag. Zus\u00e4tzlich gehe es darum, neue Eigenschaften f\u00fcr das Mobil-Betriebssystem zu entwickeln: Damit soll das Auto selbst, quasi wie ein Smartphone, als vernetztes Android-Ger\u00e4t auftreten k\u00f6nnen. Einzelheiten dazu w\u00fcrden bald bekanntgegeben.<\/p>\n<h2>Auch Apple hat das Auto f\u00fcr sich entdeckt<\/h2>\n<p>Google will neben den Gr\u00fcndungsmitgliedern weitere Unternehmen f\u00fcr seine Allianz gewinnen. \u00c4hnlich war das Unternehmen schon mit den Handyherstellern vorgegangen. Zumindest ist der Technologiekonzern nicht der erste, der das Auto f\u00fcr sich entdeckt. Android konkurriert in Teilen mit \u201eiOS in the Car\u201c, das Apple im vergangenen Sommer vorgestellt hatte. In der Apple-Allianz sind Hersteller wie BMW, Daimler, Ferrari und auch der neue Google-Partner Audi mit an Bord. Ganz allgemein nimmt die Zusammenarbeit zwischen Autokonzernen und IT-Industrie immer mehr zu. Das ist ein Kulturwandel f\u00fcr die Autobranche, die \u00fcber Jahrzehnte nach ihren eigenen Gesetzen funktionierte. Auch bei der Einbindung von Online-Diensten in Fahrzeuge versuchten es die Hersteller zun\u00e4chst mit hauseigenen L\u00f6sungen, meist zu saftigen Aufpreisen. Jetzt kooperieren sie h\u00e4ufiger &#8211; und jeder Autokonzern, der etwas auf sich h\u00e4lt, arbeitet inzwischen am Roboterauto.<\/p>\n<p>Vor allem der neben Bosch gr\u00f6\u00dfte Autozulieferer Continental hat sich dabei mit Kooperationen eng an Partner aus der IT-Branche gebunden. \u201eDamit der Fahrer wirklich alles dem Auto \u00fcberlassen kann, werden wir auch die Rechenleistung zentraler Gro\u00dfcomputer und das Cloudcomputing zum Einsatz bringen m\u00fcssen\u201c, sagt Conti-Manager Christian Senger. Nur so k\u00f6nnen auch die Informationen, die andere Autos sammeln, untereinander ausgetauscht und verwertet werden. In einer der Kooperationen hilft der Telekom-Konzern Cisco dem Partner Continental beim nahtlosen Springen von einer drahtlosen Verbindungstechnik zur n\u00e4chsten. In einer anderen liefert IBM den Deutschen die Expertise zum geordneten Sammeln von Daten. Und bald schon soll nach Informationen dieser Zeitung die bisher offiziell noch unbest\u00e4tigte Zusammenarbeit mit Google beginnen: Der Internetkonzern steht Continental beim Auswerten der riesigen Datenmengen zur Seite.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/ces-2014-das-auto-als-ultimativer-mobiler-computer-12739804.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/ces-2014-das-auto-als-ultimativer-mobiler-computer-12739804.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Google beherrscht l\u00e4ngst nicht mehr nur die Welt der Online-Suche. 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