{"id":21510,"date":"2014-01-03T12:22:52","date_gmt":"2014-01-03T12:22:52","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21510"},"modified":"2014-01-03T12:22:52","modified_gmt":"2014-01-03T12:22:52","slug":"ein-genugsamer-brummbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21510","title":{"rendered":"Ein gen\u00fcgsamer Brummb\u00e4r"},"content":{"rendered":"<p>Vor allem innen hat sich einiges getan. Der erneuerte Opel Insignia ist mit dem \u00fcberarbeiteten Diesel aber auch sparsamer unterwegs und zeigt sich als Freund der Langstrecke.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Arge Schelte hat Opel in den vergangenen Jahren f\u00fcr seine Autos einstecken m\u00fcssen: Wuchernde Formen, verschenkter Platz und gar nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfe Infotainment-Systeme waren die wesentlichen Kritikpunkte. Dass davon auch das Spitzenmodell Insignia betroffen war, hat den Marketing-Strategen gar nicht geschmeckt. Zeichnete sich doch im Modellprogramm mit dem Erscheinen des neuen Flaggschiffs 2008 eine Beruhigung im Portfolio ab, die nach dem Auslaufen des erfolgreichen Omega und den unsicheren Schritten mit einem Modell namens Signum (auf Vectra-Basis) dringend erforderlich war.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine zweite Lebensh\u00e4lfte hat der als klassische Limousine oder Schr\u00e4gheckwagen und Kombi erh\u00e4ltliche, 4,84 Meter lange Viert\u00fcrer nun eine sorgsame \u00dcberarbeitung genossen. Formal hat sich au\u00dfen kaum etwas ge\u00e4ndert, innen dagegen finden sich h\u00f6herwertige Materialien und eine erfrischende Klarheit der Armaturentafel. Besonders die einst mit einer Vielzahl von Kn\u00f6pfen, Tasten und Reglern \u00fcbers\u00e4te Mittelkonsole pr\u00e4sentiert sich nun aufger\u00e4umt und ohne Missverst\u00e4ndnisse bei der intuitiven Bedienung. Selbst die Grafik der Navigationskarten ist pr\u00e4zise und \u00fcbersichtlich geworden, hier braucht Opels Bester den Vergleich mit den Wettbewerbern in seiner Klasse nicht zu scheuen.<\/p>\n<p>Die moderne Technik schlie\u00dft zum Potential der Premium-Anbieter auf. Nicht nur der acht Zoll gro\u00dfe Monitor des iLink genannten Kommunikationssystems ist ber\u00fchrungssensitiv, auch eine kleine Kunststofffl\u00e4che neben dem zentralen Kontrolldrehsteller auf dem Mitteltunnel erlaubt es, Buchstaben und Zahlen einzugeben. Alles ist kompatibel mit dem Smartphone, es kann mit der Anlage kombiniert werden, und so gelingt dem Insignia der Anschluss an die Welt der Kommunikation in gleich doppeltem Sinn.<\/p>\n<h2>Er brummt ohne gro\u00dfe Vibrationen<\/h2>\n<p>Wenn all das den Gefallen des kontaktfreudigen Autofahrers findet, stellt er zudem fest, dass auch die Grunds\u00e4tzlichkeiten, die das Autofahren einst angenehm machten, nicht vernachl\u00e4ssigt wurden. Ein ergonomisch korrekter Sitz erlaubt dem Vielfahrer lange Fahrten ohne R\u00fcckenbeschwerden. Opel hat daf\u00fcr das G\u00fctesiegel der \u201eAktion gesunder R\u00fccken\u201c erhalten, nicht nur der Dienstreisende wird das zu sch\u00e4tzen wissen. 1.745 Euro Aufpreis kostet das Premium-Lederpaket f\u00fcr die Insignia-Ausstattungsversion Innovation, die den Innenraum zur Lifestyle-Lounge macht. Elektrische Sitzverstellung, Beheizung und Bel\u00fcftung gibt es inklusive.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Wer den h\u00f6chstm\u00f6glichen Sicherheitsstandard anstrebt, muss nochmals 1.190 Euro f\u00fcr das Innovationspaket ausgeben. Darin ist eine Frontkamera enthalten, die den Spurhalteassistenten mit Informationen versorgt, Verkehrsschilder zuverl\u00e4ssig erkennt und deren Gebote ins Display spielt. Auch die adaptive Tempoautomatik beherrscht die Frontkamera, sie hilft obendrein mit, Auffahrunf\u00e4lle zu vermeiden oder zumindest ihre Schwere zu verringern. Zudem zeigt eine R\u00fcckfahrkamera den Fahrweg beim Rangieren hinter dem Fahrzeug, eine sinnvolle Hilfe, denn der R\u00fcckblick durch die schr\u00e4gstehende Heckscheibe ist arg eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Auf Knopfdruck springt der Zweiliter-Vierzylinder an und macht kein Hehl daraus, welchen Treibstoff er verbrennt. Brummig, aber mit geringen Vibrationen geht er ans Werk, sp\u00e4testens bei Tempo 80 \u00fcbert\u00f6nen der Fahrtwind und das Abrollger\u00e4usch der Reifen das Knurren des Diesel. 140 PS (103 kW) leistet er, maximal 350 Newtonmeter liegen bei 1.750 Umdrehungen in der Minute an. Das verleiht dem Insignia Durchzugskraft, 10,5 Sekunden f\u00fcr den Standardsprint sind zwar keine Meisterleistung, es m\u00fcssen schlie\u00dflich gut 1.600 Kilogramm in Schwung gebracht werden. Und das gelingt dem Selbstz\u00fcnder, der in dieser Ausf\u00fchrung in vier Leistungsstufen von 88 bis 120 kW (120 bis 163 PS) angeboten wird, ohne M\u00fchen. Die versprochene H\u00f6chstgeschwindigkeit von 205 km\/h erreicht der Insignia 2.0 CDTI ohne allzu langen Anlauf, das Rauschen des Fahrtwinds ist selbst bei Spitzentempo ma\u00dfvoll.<\/p>\n<h2>Einige hundert Euro g\u00fcnstiger als ein vergleichbares Modell<\/h2>\n<p>Vorbildlich gibt sich der Motor in Belangen des Verbrauchs. Den Normwert von 3,7 Liter Diesel (99 g\/km CO2-Aussto\u00df) auf 100 Kilometer konnten wir zwar nicht nachvollziehen, aber mit einem Konsum zwischen 4,9 und 6,8 Liter, im Mittel 5,3 Liter, ist der Opel durchaus sparsam unterwegs. Um den Verbrauchsvorteil gegen\u00fcber dem Vorg\u00e4nger zu erzielen, hat man tief in die Trickkiste gegriffen. Zuklappende K\u00fchlerlamellen, das Absenken der Karosserie um einen Zentimeter und das zuverl\u00e4ssig arbeitende Start-Stopp-System f\u00fchren in Verbindung mit Leichtlaufreifen sowie einem verkleideten Unterboden zum Erfolg. 70 Liter Tankinhalt erlauben daher gro\u00dfe Reichweiten.<\/p>\n<p>Das \u00fcberarbeitete Fahrwerk l\u00e4sst den Insignia geschmeidig und komfortabel \u00fcber alle Fahrbahnbel\u00e4ge gleiten, Einlenkverhalten und Pr\u00e4zision der Lenkung sind vorbildlich. Die manuelle Sechsgangschaltung funktioniert ebenfalls mit der erwarteten Genauigkeit, und die Bremsen beweisen Standfestigkeit, lassen sich \u00fcberdies fein dosieren.<\/p>\n<p>32.540 Euro kostet der Opel Insignia 2.0 CDTI mit Schr\u00e4gheck in Innovation-Ausstattung mit dem 140-PS-Diesel, der Preis ist sogar einige hundert Euro g\u00fcnstiger als der eines vergleichbaren Hyundai i40. \u00dcberteuert war die Marke mit dem Blitz ohnehin nie wirklich, und was das Flaggschiff aus R\u00fcsselsheim nach seiner j\u00fcngsten \u00dcberarbeitung an Fahrspa\u00df und Komfort vermittelt, m\u00fcndet in ein durchweg anst\u00e4ndiges Verh\u00e4ltnis zwischen Leistung und Preis.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/opel-insignia-ein-genuegsamer-brummbaer-12731207.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/opel-insignia-ein-genuegsamer-brummbaer-12731207.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor allem innen hat sich einiges getan. 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