{"id":21343,"date":"2014-01-01T18:43:16","date_gmt":"2014-01-01T18:43:16","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21343"},"modified":"2014-01-01T18:43:16","modified_gmt":"2014-01-01T18:43:16","slug":"europaischer-mobilfunkmarkt-vor-grosen-umwalzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21343","title":{"rendered":"Europ\u00e4ischer Mobilfunkmarkt vor gro\u00dfen Umw\u00e4lzungen"},"content":{"rendered":"<p>Europas zersplitterter Mobilfunkmarkt k\u00f6nnte 2014 in Bewegung geraten. Die heimischen Konzerne m\u00fcssen technisch aufholen und sich gegen das Ausland behaupten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die Deutsche Telekom will ihre Marktf\u00fchrerschaft auf dem Heimatmarkt in den n\u00e4chsten Jahren weiter ausbauen. Das k\u00fcndigte der Deutschland-Chef des Telekommunikationsriesen, Niek Jan van Damme, in der \u201eRheinischen Post\u201c (Dienstagausgabe) an. Wachstumschancen sieht der Manager vor allem beim konzerneigenen TV-Angebot Entertain und bei Breitbandanschl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4ne des Mobilfunkanbieters Telef\u00f3nica Deutschland (O2), durch den Zusammenschluss mit dem Rivalen E-Plus zum nach Kundenzahl gr\u00f6\u00dften Mobilfunkanbieter in Deutschland aufzusteigen, sieht der Manager zumindest vorl\u00e4ufig nicht als Bedrohung f\u00fcr die Telekom. \u201eIch bin mir sicher, dass die beiden Unternehmen bis 2015 stark mit sich besch\u00e4ftigt sind. Wir werden unseren bisherigen Vorsprung nutzen und ausbauen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Auch die Pl\u00e4ne des Wettbewerbers Vodafone, der Telekom nach der \u00dcbernahme von Kabel Deutschland mehr Konkurrenz im Festnetz zu machen, sieht Van Damme gelassen. \u201eDie Integration von Kabel Deutschland wird ein Kraftakt &#8211; immerhin m\u00fcssen da verschiedene Netze, Standorte und Organisationen zusammengef\u00fchrt werde\u201c, urteilte er. Die Telekom habe trotz harter Konkurrenz und sinkender Preise noch Wachstumsaussichten und wolle ihre Marktf\u00fchrerschaft weiter ausbauen.<\/p>\n<h2>R\u00fcckst\u00e4ndiges Europa<\/h2>\n<p>Der europ\u00e4ische Telekommunikationsmarkt mit seinen mehr als 200 Anbietern ist turbulent genug. Milliardeninvestitionen sind in den kommenden Jahren allein f\u00fcr den Ausbau superschneller Mobilfunk- und Glasfasernetze zu stemmen, denn Europa hinkt hinterher. Laut der Beratungsfirma Boston Consulting ist der Zugang zu Glasfaserverbindungen in Asien und Nordamerika 20 Mal h\u00f6her und die Verbreitung schneller LTE-Mobilfunknetze 35 Mal gr\u00f6\u00dfer als in Europa.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Telekommunikationskonzerne wollen daher noch gr\u00f6\u00dfer werden. Telef\u00f3nica will die Telecom Italia vollst\u00e4ndig \u00fcbernehmen. In Deutschland liegen derzeit die Pl\u00e4ne zur \u00dcbernahme von E-Plus durch die Telef\u00f3nica Deutschland (O2) zur Pr\u00fcfung bei der EU-Kommission. Vodafone hat Kabel Deutschland gekauft und damit sein Festnetzgesch\u00e4ft ausgebaut. Zudem sollen die Briten angeblich Interesse an einer \u00dcbernahme des Kabelnetzbetreibers Liberty Global haben.<\/p>\n<p>Doch auch au\u00dfereurop\u00e4ische Konzerne richten ihre Blicke auf Europa. Vodafone und Telef\u00f3nica gelten als m\u00f6gliche \u00dcbernahmekandidaten f\u00fcr AT&#038;amp-T. Zuk\u00e4ufe sind schon deshalb attraktiv, weil die Unternehmen an der B\u00f6rse vergleichsweise niedrig bewertet sind.<\/p>\n<h2>Wenig \u00c4nderungen f\u00fcr die Kunden erwartet<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Deutsche Telekom ist der geborene Partner schon ausgemacht: Mit der fr\u00fcheren France T\u00e9l\u00e9com, die sich heute Orange nennt, gibt es auf verschiedenen Gebieten schon jetzt eine enge Zusammenarbeit. Und wenn jetzt angeblich Sprint in den Vereinigten Staaten mit seinem neuen japanischen Mutterkonzern Softbank eine \u00dcbernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA pr\u00fcft, so erscheint dass zwar wettbewerbspolitisch wenig wahrscheinlich. Doch ein Ausstieg der Telekom in den Vereinigten Staaten ist nicht auszuschlie\u00dfen, k\u00f6nnte der Konzern die Mittel in Europa doch gut gebrauchen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die deutschen Kunden \u00e4ndert sich allerdings vorl\u00e4ufig wenig, selbst wenn die Fusion von E-Plus und O2 genehmigt wird, womit ein mit den D-Netzen konkurrenzf\u00e4higes drittes Netz entstehen k\u00f6nnte. Bei der Fusion geh es nicht nur um die Frage, so Bettina Seute vom Fachportal teltarif.de, ob die Anbieter ihre Frequenzspektren behalten k\u00f6nnten oder Funklizenzen verl\u00f6ren. Es spiele auch eine Rolle, wie die Funkzellen von O2 und E-Plus nach einer Fusion zusammenf\u00fchrt werden. Unabh\u00e4ngig davon erw\u00e4gt die Bundesnetzagentur eine Umverteilung der Funkfrequenzen. Auch die d\u00fcrften sich wenig \u00e4ndern \u201eDie Preise sind inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem nach unten nicht mehr allzu viel m\u00f6glich ist.\u201c<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/uebernahmen-fusionen-europaeischer-mobilfunkmarkt-vor-grossen-umwaelzungen-12733294.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/uebernahmen-fusionen-europaeischer-mobilfunkmarkt-vor-grossen-umwaelzungen-12733294.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europas zersplitterter Mobilfunkmarkt k\u00f6nnte 2014 in Bewegung geraten. 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