{"id":21291,"date":"2013-12-20T13:02:23","date_gmt":"2013-12-20T13:02:23","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21291"},"modified":"2013-12-20T13:02:23","modified_gmt":"2013-12-20T13:02:23","slug":"von-ratseluhren-und-flamingobroschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21291","title":{"rendered":"Von R\u00e4tseluhren und Flamingobroschen"},"content":{"rendered":"<p>Noch nie wurde eine so umfassende Sammlung von Cartier pr\u00e4sentiert: In einer Ausstellung mit rund 600 St\u00fccken bringt der Juwelier den Pariser Grand Palais zum Funkeln.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die einen spielen mit Holzspielzeug, andere mit Barbiepuppen und wiederum andere mit diamantbesetzten Hundefiguren. F\u00fcrst Albert von Monaco stie\u00df unl\u00e4ngst im Pariser Grand Palais auf ein St\u00fcck aus seiner Kindheit. Seine Mutter Gracia Patricia, besser bekannt als Grace Kelly, lie\u00df ihn gelegentlich mit ihrer diamantenen Cartier-Brosche in Form eines Pudels spielen, erinnerte sich der F\u00fcrst vergangene Woche bei der Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u201eStil und Geschichte von Cartier\u201c. Seit dem 4. Dezember und noch bis zum 16. Februar zeigt der Grand Palais Schmuck-kreationen des Unternehmens Cartier, das seit drei\u00dfig Jahren seltene Exemplare zur\u00fcckkauft, sowie Leihgaben von Museen und Privatsammlungen &#8211; insgesamt sind es rund 600 Ausstellungsst\u00fccke.<\/p>\n<p>Noch nie wurde eine so umfassende Sammlung des Juweliers pr\u00e4sentiert. Cartier ist ein Urgestein der franz\u00f6sischen Luxusindustrie, geh\u00f6rt heute aber zum schweizerisch-s\u00fcdafrikanischen Richemont-Konzern. Der \u201eJuwelier der K\u00f6nige und der K\u00f6nig der Juweliere\u201c, so die Bezeichnung durch den englischen Throninhaber Edward VII., feiert in Paris seinen Stil &#8211; und seine Kundinnen.<\/p>\n<h2>Die Handschrift von Cartier ist \u00fcberall zu sp\u00fcren<\/h2>\n<p>Neun Jahre nach der Gr\u00fcndung war es die Prinzessin Mathilde, die Nichte von Napol\u00e9on I., die als erste Blaubl\u00fctige das Schmuckhaus mit einer Erwerbung adelte. Schnell wollten die Damen der europ\u00e4ischen K\u00f6nigsfamilien die Balls\u00e4le gleicherma\u00dfen zum Funkeln bringen. Cartier begleitete sie durch die Epochen &#8211; von der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts, als man sich gerne an Marie-Antoinette zur\u00fcckerinnerte, \u00fcber die Belle Epoque und Art d\u00e9co bis zum modernen Schmuck der fr\u00fchen Siebziger, mit dem die Ausstellung endet. \u201eWichtig ist, dass der Grand Palais die Schau organisiert hat. Wir hatten freie Hand bei der Auswahl der St\u00fccke\u201c, betont Laure Dalon, eine der beiden Kuratoren.<\/p>\n<p>Der Grand Palais vermietet seine Fl\u00e4chen gelegentlich an private Unternehmen wie Dior oder Bulgari. Die finanziell klammen Museen m\u00fcssen heute jede Gelegenheit zur Einnahmesicherung ergreifen. F\u00fcr die Ausstellung von Cartier sei allerdings der Grand Palais auf das Schmuckunternehmen zugekommen. Die Handschrift von Cartier ist dabei \u00fcberall zu sp\u00fcren. Der Gro\u00dfteil der St\u00fccke stammt aus dem Bestand des Schmuckherstellers.<\/p>\n<h2>Dem Glitzer des Geldadels nahekommen<\/h2>\n<p>Die besten Botschafterinnen des Juweliers sind indes die Kundinnen. K\u00f6nigin Elisabeth hat eine Brosche mit dem ber\u00fchmten rosa Williamson-Diamanten aus ihrer privaten Schatulle nach Paris geschickt. Auch das Diadem, das Kate Middleton, Herzogin von Cambridge, bei ihrer Hochzeit mit Prinz William trug, ist zu sehen. Diese St\u00fccke w\u00e4ren nicht zu beschaffen gewesen, wenn Cartier selbst und nicht der Grand Palais die Ausstellung organisiert h\u00e4tte, betont Kuratorin Dalon.<\/p>\n<p>Wer dem Glitzer des Geld- oder echten Adels nahekommen will, wird hier reichlich bedient. Ein Collier von Elizabeth Taylor, das Michael Todd, ihr dritter Mann, ihr schenkte, geh\u00f6rt samt Video vom Umh\u00e4ngen am Swimmingpool ebenso dazu wie der Verlobungsring von Grace Kelly oder eine Flamingo-Brosche der Amerikanerin Wallis Simpson. Wegen dieser verzichtete Edward VIII. auf den britischen Thron. Die Designerin der Brosche war Jeanne Toussaint, die Cartier jahrzehntelang pr\u00e4gte.<\/p>\n<p>Auch die Einfl\u00fcsse aus China und Indien werden deutlich. Der Maharadscha von Patiala &#8211; der erste Inder, der ein Auto und ein Flugzeug besa\u00df &#8211; reiste 1925 mit Tausenden von Edelsteinen nach Paris, um sie von Cartier in Schmuckst\u00fccke umformen zu lassen. Der Hersteller wurde mit diesem gr\u00f6\u00dften Auftrag der Schmuck-Geschichte nie fertig, berichtet Pierre Rainero, Direktor bei Cartier.<\/p>\n<p>Einer der H\u00f6hepunkte der Ausstellung ist eine mehrere Millionen Euro teure Kollektion von \u201emystery clocks\u201c. Durch transparente Glasscheiben bleibt die Verbindung zwischen Uhrwerk und Zeiger unsichtbar. Und auf wie viele Millionen bel\u00e4uft sich der Gesamtwert der ausgestellten St\u00fccke? \u201eLange nicht so hoch wie bei einer Picasso-Ausstellung\u201c, meint Rainero.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/lebensstil\/mode-design\/cartier-ausstellung-von-raetseluhren-und-flamingobroschen-12711540.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/lebensstil\/mode-design\/cartier-ausstellung-von-raetseluhren-und-flamingobroschen-12711540.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch nie wurde eine so umfassende Sammlung von Cartier pr\u00e4sentiert: In einer Ausstellung mit rund 600 St\u00fccken bringt der Juwelier den Pariser Grand Palais zum Funkeln.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2058,379,380],"tags":[1774,2481,386],"class_list":["post-21291","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-home","category-lebensstil","category-mode-design","tag-cartier","tag-grace-kelly","tag-paris"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21291\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}