{"id":21240,"date":"2013-12-18T15:30:09","date_gmt":"2013-12-18T15:30:09","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21240"},"modified":"2013-12-18T15:30:09","modified_gmt":"2013-12-18T15:30:09","slug":"der-letzte-seiner-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21240","title":{"rendered":"Der Letzte seiner Art"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00c4ra der Plasma-Fernseher geht zu Ende. Panasonic will ihr ein Denkmal setzen &#8211; mit einem finalen Modell, das noch einmal in ganzer Pracht zeigen soll, was die Technik kann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Anfang November verbreitete Panasonic eine Nachricht mit dem Charme eines Nachrufs: Der Hersteller will fortan keine Plasma-Fernseher mehr bauen. Damit schlie\u00dft sich ein Kapitel der Bildschirmtechnik, denn Panasonic ist bis heute Marktf\u00fchrer. Selbst wenn Samsung und LG dem Plasma-Prinzip noch eine Weile die Treue halten, liegt es auf der Hand: Seine \u00c4ra geht zu Ende. So mancher Heimkinobetreiber d\u00fcrfte darauf mit Trennungsschmerz reagieren, denn die aus winzigen Edelgas-Zellen bestehenden Bildschirme haben Qualit\u00e4ten, die LCD-Flachm\u00e4nner nie erreichen werden. So zeigen sie Farben stets in konstanter Dosis &#8211; ganz gleich, aus welchem Winkel der Betrachter sie anschaut. Und sie folgen den Videosignalen blitzartig, bringen also prinzipiell mehr Bewegungssch\u00e4rfe auf die Bildfl\u00e4che &#8211; auch wenn die LCD-Fraktion in dieser Disziplin dramatisch aufgeholt hat. Lange Zeit galt zudem, dass Plasma-Schirme tieferes Schwarz zeigen und d\u00fcstere Bildpartien besser differenzieren k\u00f6nnen. Auch das stimmt nicht mehr uneingeschr\u00e4nkt. Aber: Plasma-Pixel leuchten selbst &#8211; ganz ohne externe Lichtquelle und Farbfilter. Damit verleihen sie bewegten Bilder Leben und Strahlkraft, in einem Ma\u00df, hinter dem die LCD-Fraktion oft immer noch zur\u00fcckbleibt.<\/p>\n<p>Die Entscheidung f\u00fcr den Ausstieg hat vor allem wirtschaftliche Gr\u00fcnde. Aber es gibt auch wichtige technische Aspekte: Seit Jahr und Tag stehen Oled-Schirme als m\u00f6gliche Nachfolger in den Startl\u00f6chern. Ihre Pixel leuchten ebenfalls selbst, k\u00f6nnen ein noch breiteres Farbspektrum abbilden, brauchen deutlich weniger Strom und machen sich notfalls so klein, dass sie auch f\u00fcr Ultra-HD-Aufl\u00f6sungen taugen. Aus 24 Millionen Plasma-Zellen Ultra-HD-Schirme bauen zu wollen, d\u00fcrfte dagegen kaum l\u00f6sbare Probleme aufwerfen.<\/p>\n<h2>Verdoppelte Garantiezeit von vier Jahren<\/h2>\n<p>Nun aber die gute Nachricht f\u00fcr alle Plasma-Fans, die mit dem Gedanken spielen, noch einmal in ein aktuelles Modell zu investieren: Pansonic gew\u00e4hrt f\u00fcr alle Plasma-Ger\u00e4te des Jahrgangs 2013 noch bis Ende Dezember eine verdoppelte Garantiezeit von vier Jahren. Noch wesentlich reizvoller aber: Mit dem 60-Z\u00f6ller TX-P60ZT60E (Diagonale 165 Zentimeter) k\u00f6nnen sich Heim-Cineasten ein veritables Plasma-Denkmal ins Wohnzimmer stellen. Panasonic spricht ganz unbescheiden vom besten Plasma-TV aller Zeiten, Testmagazine stimmen begeistert zu, und wir haben den in limitierter Auflage gefertigten Kaventsmann geordert, um ihm tief in die Pixel zu schauen.<\/p>\n<p>Der Apparat zeigt die Bilder auf einem \u201eStudio Master Panel\u201c, auf das der Hersteller besonders stolz ist: Ein \u201eAir Gapless\u201c-Verfahren bindet erstmals Frontglas und Panel ohne Luftschicht direkt zusammen, was Reflexionen von Umgebungslicht reduziert und die Leuchtkraft erh\u00f6ht. Verbesserte Phosphor-Mischungen sollen zudem die Farbwiedergabe nochmals verfeinern. Genug des Vorschusslorbeers, wir haben den flachen Sch\u00f6nling ausgepackt und auf seinen zarten Metallfu\u00df gestellt, \u00fcber seine vergoldeten Anschl\u00fcsse verkabelt und angeworfen. Zur Bedienung liefert Panasonic neben einem klassischen Infrarotsender auch einen kleineren Steuermann mit einer Touch-Pad-Oberfl\u00e4che- damit f\u00e4llt das Navigieren leicht. Und das ist wichtig, denn der finale Plasma geh\u00f6rt selbstverst\u00e4ndlich auch zur Generation Smart TV, hat also Internet-Zugang und bringt neben Mediatheken und Youtube auch eine klassen\u00fcbliche F\u00fclle an Apps auf die Bildfl\u00e4che, Skype-Bildtelefonie inklusive. Die Apps lassen sich individuell auf dem Bildschirm arrangieren. Zudem kann man festlegen, wie der Start-Bildschirm aussehen soll: Traditionalisten wollen gewiss direkt ins Fernsehprogramm, wer mag, kann aber auch eine Kalender-App oder den Wetterbericht in die Startansicht einbauen.<\/p>\n<p>Ein einziger Tastendruck f\u00fchrt ins smarte Angebot der vernetzten Dienste. \u00dcber eine Art grafische Kopfleiste lassen sich elementare Funktionen abrufen, etwa die des Medienplayers, der auf USB-Speichern geparkte Mediendateien abspielt. Oder die des DLNA-Klienten, der automatisch Mediendaten im Heimnetzwerk aufsp\u00fcrt und wiedergibt. Ferner gibt es virtuelle Buttons f\u00fcr den Internet-Browser, den Programmf\u00fchrer und last, but not least, f\u00fcr das Fernsehprogramm. Dies alles ist ergonomisch gut gel\u00f6st. Der Bildschirm reagiert stets fl\u00fcssig und unverz\u00fcglich, das gilt auch die Aktivit\u00e4ten des Web-Browsers.<\/p>\n<p>Unser Hauptinteresse aber galt nat\u00fcrlich der Bildqualit\u00e4t. Nur: welcher eigentlich? Panasonic hat diesem Ger\u00e4t ein ungew\u00f6hnlich breites Angebot an Voreinstellungen der Bildparameter mitgegeben. Puristen mit Profi-Ambitionen m\u00f6gen sich zum Beispiel auf den Men\u00fcpunkt EBU verlassen, der das Bild nach den Empfehlungen der Europ\u00e4ischen Rundfunk-Union kalibriert. Heimkino-Freaks lassen vielleicht nur gelten, was sich hinter den THX-Men\u00fcpunkten verbirgt- hier gleich zwei Varianten f\u00fcr helle und f\u00fcr abgedunkelte R\u00e4ume zur Verf\u00fcgung. Nat\u00fcrlich kann man auch seinen ganz individuellen Parameter-Mix abspeichern oder eine der beiden \u201eProfi\u201c-Vorgaben w\u00e4hlen. Hilfreich auch: Die Kompensation des Bildruckelns von Bluray-Filmen, hervorgerufen durch die niedrige Bildwechselfrequenz im Kino, l\u00e4sst sich in mehreren Stufen einstellen, um so einen m\u00f6glichst guten Kompromiss zwischen Konturensch\u00e4rfe und fl\u00fcssiger Bewegung zu erzielen.<\/p>\n<p>Allein das Experimentieren mit den Einstellungen macht Spa\u00df, der Filmgenuss dann aber erst recht. Alles, was man den Plasmas an segensreichen Eigenschaften nachsagt: Der finale Panasonic best\u00e4tigt es mit Glanz und Gloria. Tiefes Schwarz, enormer Kontrast, leuchtende Farben, klare Bewegungen, das alles bietet dieser Fernseher in Perfektion. Einzige Nebenwirkung: Er zeigt gnadenlos auf, wie unterschiedlich (und leider oft gar nicht perfekt) die Qualit\u00e4t von Fernsehbildern ist. Das erinnert uns an exzellente HiFi-Anlagen, die alles h\u00f6rbar machen, was in der Aufnahme steckt, auch die Schw\u00e4chen. Der wahre Heimkino-Fan aber wird mit diesem Plasma-Monument gl\u00fccklich. Daf\u00fcr nimmt er sogar den Preis von 4500 Euro in Kauf.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/plasma-tv-von-panasonic-der-letzte-seiner-art-12712746.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/plasma-tv-von-panasonic-der-letzte-seiner-art-12712746.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00c4ra der Plasma-Fernseher geht zu Ende. 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