{"id":21236,"date":"2013-12-20T15:30:09","date_gmt":"2013-12-20T15:30:09","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=21236"},"modified":"2013-12-20T15:30:09","modified_gmt":"2013-12-20T15:30:09","slug":"den-carens-gibt-es-jetzt-auch-in-schon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=21236","title":{"rendered":"Den Carens gibt es jetzt auch in sch\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p>Der Minivan von Kia will Familien-Partner und ein Meister der Langstrecke sein. Dabei helfen ihm die m\u00e4\u00dfig sportliche Ausrichtung und ein gutes Raumangebot.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Ein gewaltiger Ruck hat das koreanische Unternehmen Kia in j\u00fcngster Zeit zum Hersteller moderner Fahrzeuge bef\u00f6rdert. Aus den einst unansehnlichen Billigheimern sind vorzeigbare Autos geworden, deren Design keinen Vergleich scheuen muss und die dennoch nicht die Budgets preisbewusst kaufender Kunden sprengen. Einzig der Minivan Carens machte formal seinem br\u00e4sigen Namen alle Ehre, polarisierte die Meinungen genauso wie fermentierter Kohl, die Nationalspeise Kimchi.<\/p>\n<p>Die dritte Neuauflage des Carens jedoch folgt aktuellen gestalterischen Tendenzen und orientiert sich am Geschmack der pragmatischen Autofahrer. Die Form folgt der Funktion, und ein Minivan soll nun einmal ger\u00e4umig sein. F\u00fcr 26.090 Euro gibt es bei Kia den 1.7 CRDi, einen Lademeister mit Dieselmotor, der zwar nicht \u00fcbertrieben sparsam ist, aber seine 136 PS (100 kW) wirkungsvoll einzusetzen vermag. Eine niedrige Frontpartie mit dem markentypischen K\u00fchlergrill in Hantelform macht die Karosserie nach vorn \u00fcbersichtlich, nur die dicken A-S\u00e4ulen beeintr\u00e4chtigen die Sicht beim Abbiegen. Die abfallende Dachlinie schr\u00e4nkt das Raumangebot im Fond nicht ein, die drei Einzelsitze lassen sich um rund 20 Zentimeter in L\u00e4ngsrichtung verschieben, ihre R\u00fcckenlehnen stufenlos einstellen. Der Blick zur\u00fcck wird vom hoch angesetzten Heckfenster behindert &#8211; gut, dass der Carens in der Ausstattungsversion Vision mit einer R\u00fcckfahrkamera ausger\u00fcstet ist.<\/p>\n<p>536 bis 1694 Liter Gep\u00e4ck lassen sich \u00fcber die niedrige Ladekante in den Kofferraum hieven, die Heckklappe \u00f6ffnet weit, und eine herausnehmbare, in die Seitenwandverkleidung integrierte LED-Taschenlampe sorgt bei Dunkelheit f\u00fcr Beleuchtung. Selbst sperriges Gep\u00e4ck l\u00e4sst sich m\u00fchelos verstauen, da die Lehne des Beifahrersitzes nach vorn in eine waagerechte Position umklappt werden kann.<\/p>\n<h2>Beim Anfahren muss er zun\u00e4chst tief durchatmen<\/h2>\n<p>Vorne sind die Platzverh\u00e4ltnisse im Innenraum nicht weniger gro\u00dfz\u00fcgig bemessen, selbst H\u00fcnen finden am zweifach verstellbaren Lenkrad eine perfekte Position. Das allerdings ist mit Tasten und Reglern derart \u00fcberfrachtet, dass selbst nach intensivem Kennenlernen des Carens \u00fcber deren Aufgaben immer wieder aufs Neue gegr\u00fcbelt werden muss. Die \u00fcbrigen Funktionen erschlie\u00dfen sich dank einer weitgehend logischen Anordnung an der Schalttafel einfacher, die beiden Rundinstrumente sind, gleich bei welcher Lichteinstrahlung, stets gut ablesbar. Ablagen und Stauf\u00e4cher finden sich in gro\u00dfer Zahl, sogar im Boden des Fu\u00dfraums im Fond gibt es Unterbringungsm\u00f6glichkeiten. Mit Zierrat geht Kia im Carens eher sparsam um, Anthrazit scheint die Lieblingsfarbe der Designer zu sein. Daf\u00fcr kann der Minivan mit einer weitgehend ordentlichen Verarbeitung aufwarten. Die verarbeiteten Materialien fassen sich angenehm an, die Verkleidung des Armaturenbretts verzichtet auf spr\u00f6de H\u00e4rte und ist ebenso griffsympathisch wie die einzelnen Bedienungselemente.<\/p>\n<p>Ein turbogeladener, direkteinspritzender Vierzylinder mit 1,7 Liter Hubraum treibt den Diesel-Carens an. Mit dem Z\u00fcndschl\u00fcssel gestartet, brummt er verhalten im Leerlauf los, das Ger\u00e4usch steigert sich bei h\u00f6heren Drehzahlen deutlich. Das manuelle Sechsganggetriebe gl\u00e4nzt mit pr\u00e4ziser F\u00fchrung und kurzen Hebelwegen. Obwohl der Diesel sein Spitzendrehmoment von 331 Newtonmeter schon bei 1750\/min bereitstellt, muss er beim Anfahren zun\u00e4chst tief durchatmen, bevor er beherzt f\u00fcr Vortrieb sorgen kann. Unterhalb von 1500\/min fehlt es an Ladedruck, um beim Start an der Ampel vorne dabei zu sein. Dennoch kann der 1600 Kilogramm schwere Carens in 10,4 Sekunden von 0 auf 100 km\/h beschleunigt werden. Die H\u00f6chstgeschwindigkeit betr\u00e4gt 196 km\/h, das sind f\u00fcnf mehr, als der Hersteller f\u00fcr den Fronttriebler verspricht. Der Durchschnittsverbrauch von 5,6 Liter Diesel f\u00fcr 100 Kilometer ist angesichts der Ausr\u00fcstung mit einer Start-Stopp-Automatik passabel, mit weniger als f\u00fcnf Liter kamen wir nicht \u00fcber die Standarddistanz. Allerdings konsumierte der Selbstz\u00fcnder auch bei z\u00fcgiger Fortbewegung im Mittel nicht mehr als 6,6 Liter Diesel f\u00fcr 100 Kilometer. Nach Norm verlangt er 5,1 Liter Treibstoff f\u00fcr diese Strecke und emittiert dabei 134 g\/km CO2. 58 Liter Tankinhalt erm\u00f6glichen eine ordentliche Reichweite.<\/p>\n<h2>Die Ausstattung \u00fcberzeugt<\/h2>\n<p>Bei schneller Fahrt wird der 4,53 Meter lange Wagen unruhig, und er reagiert empfindlich auf Seitenwind. Trotz des im Vergleich zum Vorg\u00e4nger um f\u00fcnf Zentimeter l\u00e4ngeren Radstands (2,75 Meter) ist der Geradeauslauf m\u00e4\u00dfig, st\u00e4ndige Kurskorrekturen am Lenkrad sind erforderlich. Die in drei Stufen einstellbare Servounterst\u00fctzung der elektromechanischen Lenkung ist nur im Modus Sport halbwegs genau, in den beiden anderen Stufen wird sie gerade um die Mittellage herum gef\u00fchllos. Die Federung arbeitet komfortabel, die Karosserie ger\u00e4t bei Kurvenfahrten aber arg ins Rollen. Die schlichte Ausf\u00fchrung der Drehstabhinterachse mag einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr sein. Die Bremsen arbeiten ohne Beanstandung, 1500 Kilogramm erlaubte Anh\u00e4ngelast machen den Carens gespanntauglich.<\/p>\n<p>Die Ausstattung ist es, die skeptische Familienv\u00e4ter \u00fcberzeugen mag. Sitzheizung, Klimaautomatik, Leichtmetallr\u00e4der, Licht- und Regensensor, Tempomat, elektrische Fensterheber sowie eine Audio-Anlage geh\u00f6ren dazu. In Paketen gibt es Extras wie Navigation (990 Euro) oder Sicherheitsassistenten samt Sitzheizung im Fond (1630 Euro). F\u00fcr die dritte Sitzreihe m\u00fcssen 750 Euro bezahlt werden. Damit beh\u00e4lt der Carens ein attraktives Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis, das indessen nicht mehr als Schn\u00e4ppchen durchgeht. Einzig das Fehlen jeglicher Seitenschutzleisten steht einem Familienvan nicht gut zu Gesicht. Da hilft nur, die Rasselbande auf der R\u00fcckbank mit der Kindersicherung am unbeaufsichtigten \u00d6ffnen der T\u00fcren auf dem Parkplatz zu hindern. Sonst wird der erste Lackschaden nicht lange auf sich warten lassen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/minivan-von-kia-den-carens-gibt-es-jetzt-auch-in-schoen-12712760.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/minivan-von-kia-den-carens-gibt-es-jetzt-auch-in-schoen-12712760.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Minivan von Kia will Familien-Partner und ein Meister der Langstrecke sein. 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