{"id":20686,"date":"2013-11-30T14:26:11","date_gmt":"2013-11-30T14:26:11","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=20686"},"modified":"2013-11-30T14:26:11","modified_gmt":"2013-11-30T14:26:11","slug":"thyssen-krupp-will-geld-von-aktionaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=20686","title":{"rendered":"Thyssen Krupp will Geld von Aktion\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p>Der angeschlagene Konzern Thyssen Krupp will zwei Stahlwerke verkaufen. Eines davon bekommt er jetzt los. Ein anderes bleibt ihm aber erst mal erhalten. Jetzt plant Thyssen Krupp eine Kapitalerh\u00f6hung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger kann <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/adhoc\/2013\/11\/27\/thyssen-krupp-und-heinrich-hiesinger-anstrengende-fortschritte-730\/\">den angeschlagenen Mischkonzern<\/a> nur mit gebremsten Tempo aus der Misere bringen. Zwar kann der Manager nach einer langen H\u00e4ngepartie eines der beiden Problem-Stahlwerke in \u00dcbersee f\u00fcr rund 1,1 Milliarden Euro verkaufen. Nach dem Deal mit Arcelor Mittal und Nippon Steel f\u00fcr das amerikanische Werk bleibt der Konzern aber zun\u00e4chst auf der verlustreichen Anlage in Brasilien sitzen. Zudem muss Hiesinger den 2012 mit dem finnischen Outokumpu -Konzern erzielten Milliarden-Deal zum Verkauf seiner Edelstahltochter zum Teil r\u00fcckabwickeln. Im Gesch\u00e4ftsjahr 2012\/13 fuhr ThyssenKrupp einen Verlust von 1,5 Milliarden Euro ein &#8211; im Vorjahr waren es allerdings f\u00fcnf Milliarden Euro Miese gewesen. Eine Dividende soll es erneut nicht geben. Der Konzern plant nun eine Kapitalerh\u00f6hung.<\/p>\n<p>Diese soll unter Ausschluss des Bezugsrechts bis zu zehn Prozent betragen, <a href=\"http:\/\/www.thyssenkrupp.com\/de\/presse\/art_detail.html&#038;amp-eid=TKBase_1385760027034_740550622\">teilte Thyssen Krupp in der Nacht zum Samstag mit<\/a>. Rein rechnerisch k\u00f6nnte Thyssen Krupp bei dem gegenw\u00e4rtigen Aktienkurs und ohne Abschlag rund eine Milliarde Euro einnehmen. Wann es dazu kommt, lie\u00df der Konzern offen. Dies h\u00e4nge auch von den Bedingungen des Kapitalmarktes ab.<\/p>\n<p>Thyssen Krupp dr\u00fcckten zum Ende des Gesch\u00e4ftsjahres 2012\/13 (per Ende September) Schulden von f\u00fcnf Milliarden Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der fortgef\u00fchrten Gesch\u00e4fte sei inklusive der amerikanischen Stahlwerke im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr auf 599 Millionen Euro von 399 Millionen Euro gestiegen. Im laufenden Gesch\u00e4ftsjahr solle diese Wert auf eine Milliarde Euro steigen. N\u00e4here Angaben will Hiesinger im Laufe des Samstags machen. Die wegen der fortgeschrittenen Verkaufsverhandlungen vom 21. November auf den 2. Dezember verschobene Bilanzpressekonferenz zieht das Unternehmen auf Samstag vor.<\/p>\n<h2>Eine lange Suche ist beendet<\/h2>\n<p>Anderthalb Jahre hatten Hiesinger und Finanzchef Guido Kerkhoff nach K\u00e4ufern f\u00fcr die Stahlwerke in Brasilien und den Vereinigten Staaten gesucht. Weltmarktf\u00fchrer ArcelorMittal und Nippon Steel griffen nun in den Vereinigten Staaten zu. Die Anlage sei das modernste Weiterverarbeitungswerk der Welt, freute sich Unternehmensboss Lakshmi Mittal. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits Stunden zuvor \u00fcber den bevorstehenden Deal berichtet. Hiesinger kommt mit der Transaktion zwar einen wichtigen Schritt voran, f\u00fcr einen Befreiungsschlag m\u00fcsste er aber auch das Werk in Brasilien absto\u00dfen. Dieses hatte den L\u00f6wenanteil der auf fast 13 Milliarden Euro explodierten Kosten verschlungen. Beide Anlagen hatte ThyssenKrupp zu Ende September noch mit 3,1 Milliarden Euro in den B\u00fcchern. Zuvor waren es nach diversen vorausgegangenen Abschreibungen 3,3 Milliarden gewesen.<\/p>\n<p>Von dem Werk in Brasilien \u00fcbernehmen die K\u00e4ufer des US-Werks ArcelorMittal zufolge sechs Jahre lang zwei Millionen Tonnen Rohstahl. Damit ist der Absatz der Anlage mit einer Kapazit\u00e4t von 5,3 Millionen Tonnen zun\u00e4chst zum Teil gekl\u00e4rt. Das Werk in Brasilien erhalte die Option, diese Vereinbarung f\u00fcr weitere drei Jahre zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Die Konditionen k\u00f6nnten f\u00fcr das Joint Venture von Arcelor Mittal und Nippon dann aber besser als in der Anfangsphase sein. Nach der geplanten Vereinbarung m\u00fcsste das Dax-Unternehmen nachtr\u00e4glich Abstriche am Verkaufspreis machen, wenn sich der Stahlpreis oder das Werk weniger gut entwickelten als gedacht, hatten Insider Reuters zuvor berichtet. \u201eThyssen kann am Ende zufrieden sein, wenn sie nichts zur\u00fcckzahlen m\u00fcssen\u201c, sagte einer.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass der im vergangenen Jahr von der B\u00f6rse gefeierte Verkauf der Thyssen Krupp-Edelstahltochter Inoxum im Transaktionsvolumen von 2,7 Milliarden Euro nun kleiner ausf\u00e4llt. ThyssenKrupp hatte das Unternehmen an Outokumpu verkauft und den Finnen dabei einen Kredit von rund 1,25 Milliarden Euro gegeben. Diesen muss Outokumpu nun nicht zahlen. Stattdessen nimmt ThyssenKrupp das Edelstahlwerk im italienischen Terni und den Spezialhersteller VDM zur\u00fcck. Outokumpu dr\u00fccken Milliardenschulden. Der Konzern hatte vergeblich versucht, Terni unter dem Druck der EU-Kommission zu ver\u00e4u\u00dfern. ThyssenKrupp k\u00fcndigte an, sich auch von seinem Anteil von 29,9 Prozent der Anteile an Outokumpu zu trennen. \u201eDie Ver\u00e4u\u00dferung der Anteile wird in Erwartung einer Kapitalerh\u00f6hung bei Outokumpu voraussichtlich zu einem signifikanten Verlust auf unseren bilanzierten Beteiligungsbuchwert von 305 Mio Euro f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/stahlwerk-verkauft-thyssen-krupp-will-geld-von-aktionaeren-12688354.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/stahlwerk-verkauft-thyssen-krupp-will-geld-von-aktionaeren-12688354.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der angeschlagene Konzern Thyssen Krupp will zwei Stahlwerke verkaufen. Eines davon bekommt er jetzt los. Ein anderes bleibt ihm aber erst mal erhalten. 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