{"id":20682,"date":"2013-12-04T14:26:10","date_gmt":"2013-12-04T14:26:10","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=20682"},"modified":"2013-12-04T14:26:10","modified_gmt":"2013-12-04T14:26:10","slug":"dax-nach-amerikanischen-arbeitsmarktdaten-mit-weiteren-verlusten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=20682","title":{"rendered":"Dax nach amerikanischen Arbeitsmarktdaten mit weiteren Verlusten"},"content":{"rendered":"<p>Der deutsche Leitindex ist am Mittwoch wieder deutlich im Minus aus dem Handel gegangen. Die Aktien der BASF landeten mit einem Abschlag von rund 2 Prozent am Dax-Ende.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Gute Arbeitsmarktdaten aus Amerika haben deutschen Aktien am Mittwoch weitere Verluste eingebrockt. Der Dax verlor zum Handelsende 0,9 Prozent auf 9140,6 Punkte, zeitweise war er unter die Marke von 9100 Z\u00e4hler gerutscht. Weitere, teils schw\u00e4cher als erwartet ausgefallene amerikanische Konjunkturdaten d\u00e4mmten die Verluste am Nachmittag dann wieder etwas ein. Auch ein Medienbericht zur Vermeidung eines k\u00fcnftigen Haushaltsnotstandes in den Vereinigten Staaten trug zur Schadensbegrenzung bei. Der M-Dax fiel um 0,7 Prozent auf 15.965,7 Punkte, und der Tec-Dax gab um 1,1 Prozent nach auf 1122 Punkte.<\/p>\n<p>Weil der vom privaten Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP ermittelte Besch\u00e4ftigungsaufbau in den Vereinigten Staaten besser ausgefallen war als erwartet, k\u00f6nnte laut H\u00e4ndlern die Notenbank Fed doch noch in diesem Jahr mit der Drosselung ihres milliardenschweren Anleihekaufprogramms beginnen. \u201eDie Ur\u00e4ngste der B\u00f6rse \u00fcber einen Liquidit\u00e4tsentzug sind wieder hellwach\u201c, sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. H\u00e4ndler Andreas Lipkow von Kliegel &#038;amp- Hafner betonte allerdings auch, dass der deutsche Aktienmarkt in den vergangenen Wochen zu hei\u00df gelaufen sei und eine Korrektur daher nur konsequent sei.<\/p>\n<h2>BASF-Aktien am Dax-Ende<\/h2>\n<p>Die Aktien der BASF landeten mit einem Abschlag von rund 2 Prozent am Dax-Ende. Deutsche-Bank-Titel verloren nach dem Bu\u00dfgeldbescheid der EU-Kommission im Libor-Manipulationsskandal etwa ein Prozent. Das gr\u00f6\u00dfte deutsche Kredithaus muss nun gut 725 Millionen Euro Strafe zahlen. Thyssen-Krupp gaben den dritten Handelstag in Folge nach und verloren 0,5 Prozent. Autowerte reagierten unterschiedlich stark auf die j\u00fcngsten amerikanischen Absatzzahlen vom Vorabend. Daimler verloren rund ein Prozent, BMW 1,2 Prozent. Volkswagen (VW) kam mit einem kleinen Minus von 0,03 Prozent glimpflicher davon.<\/p>\n<p>Die Papiere des Immobilienkonzerns Gagfah waren wegen einer Aktienplatzierung mit minus 3,6 Prozent der zweitschw\u00e4chste M-Dax-Wert. Symrise und Wacker Chemie gewannen hingegen nach positiven Analystenkommentaren deutlich dazu.<\/p>\n<h2>Europaweite Verluste<\/h2>\n<p>Europaweit rutschten die Indizes weiter ab. Der Leitindex Euro Stoxx 50 gab zum Handelsende um 0,7 Prozent nach auf 2991,8 Punkte. Damit rutschte er auf Schlusskursbasis erstmals seit Mitte Oktober wieder unter die 3000-Punkte-Marke. Der Cac 40 in Paris und der Londoner \u201eFootsie\u201c verloren ebenfalls.<\/p>\n<p>Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite b\u00f6rsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 133,80 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,66 Prozent auf 140,35 Punkte. Der Euro fiel zuletzt auf 1,3559 Dollar. Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3592 (Dienstag: 1,3578) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7357 (0,7365) Euro.<\/p>\n<h2>Starke Arbeitsmarktdaten belasten Wall Street<\/h2>\n<p>Unerwartet starke amerikanische Arbeitsmarktzahlen haben die B\u00f6rsen der Vereinigten Staaten am Mittwoch belastet. Die Daten des Dienstleisters ADP f\u00fcr November \u00fcbertrafen alle Erwartungen der Analysten. Demnach schufen Unternehmen 215.000 Stellen. Im Schnitt hatten Experten mit 173.000 gerechnet. Mit der Erholung auf dem Arbeitsmarkt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank Fed ihr Anleihenkaufprogramm im Volumen von 85 Milliarden Dollar im Monat eher als bislang erwartet zur\u00fcckfahren wird. Die Kursgewinne am Aktienmarkt der vergangenen Monate waren ma\u00dfgeblich auf die ultralockere Geldpolitik der Fed zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten sank im Handelsverlauf um 0,3 Prozent auf 15.863 Punkte. Der breiter aufgestellte S&#038;amp-P 500 gab um 0,2 Prozent auf 1792 Stellen nach. Beim Index der Technologieb\u00f6rse Nasdaq  betrug der R\u00fcckgang 0,2 Prozent auf 4029 Z\u00e4hler. Auch Exportdaten aus den Vereinigten Staaten deuten auf eine Erholung hin: Das Handelsbilanzdefizit verkleinerte sich im Oktober auf 40,6 Milliarden Dollar. Dies wirke sich aber nicht auf die Kurse aus, sagte Investmentexperte Mike Serio von Wells Fargo in Denver. \u201eHeute geht es nur um die ADP-Zahlen.\u201c Der Markt sei wegen der bevorstehenden Straffung der Geldpolitik besorgt.<\/p>\n<p>Bei den Einzelwerten standen etwa Papiere der angeschlagenen Kaufhauskette JC Penney im Interesse. Der Konzern konnte seinen Umsatz im November bereinigt um 10 Prozent steigern. Die Aktie sank dennoch um 3,3 Prozent. Papiere der Modekette Express gaben fast 21 Prozent nach, weil das Unternehmen in diesem Quartal wohl weniger verdienen wird als von Analysten erwartet. Als Grund nannte Express schwache Gesch\u00e4fte zu Thanksgiving in der vergangenen Woche. Der Freitag nach dem Fest wird von vielen Amerikanern als Br\u00fcckentag genutzt und gilt als Beginn des Weihnachtsgesch\u00e4ftes f\u00fcr Einzelh\u00e4ndler. Auf den Verkaufszetteln standen auch Citigroup und JP Morgan Chase. Wegen Manipulationen von Referenzzinss\u00e4tzen verh\u00e4ngte die EU-Kommission Geldstrafen gegen die Banken, die allerdings nicht so hoch wie die der Deutschen Bank ausfielen. Citi-Papiere gaben um 0,3 Prozent nach. Die Titel von JP Morgan lagen trotzdem 0,6 Prozent im Plus. Steil bergab ging das High-Tech-Unternehmen OmniVision Technologies, das Bildsensoren f\u00fcr Kameras und Smartphones herstellt. Die kalifornische Firma erwartet in diesem Quartal einen Umsatz, der deutlich unter den Erwartungen von Analysten liegt. Die Aktie verlor 6,5 Prozent.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/marktbericht-dax-nach-amerikanischen-arbeitsmarktdaten-mit-weiteren-verlusten-12694828.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/marktbericht-dax-nach-amerikanischen-arbeitsmarktdaten-mit-weiteren-verlusten-12694828.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Leitindex ist am Mittwoch wieder deutlich im Minus aus dem Handel gegangen. 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