{"id":20636,"date":"2013-11-29T11:57:40","date_gmt":"2013-11-29T11:57:40","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=20636"},"modified":"2013-11-29T11:57:40","modified_gmt":"2013-11-29T11:57:40","slug":"aus-der-cloud-direkt-auf-die-ohren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=20636","title":{"rendered":"Aus der Cloud direkt auf die Ohren"},"content":{"rendered":"<p>Ob B\u00fcro oder Freizeit: Wer mit dem Smartphone Musik h\u00f6rt, ist mit tragbaren Lautsprechern gut bedient. Vier Bluetooth-Produkte f\u00fcr mobilen Musikgenuss im Vergleich.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Jetzt im Winter sind hei\u00dfe Ohren angesagt. Es hat sich herumgesprochen, dass die junge Smartphone-Generation ihre Musik nicht mehr mit Papas betagter HiFi-Anlage wiedergibt, sondern vom Mobilger\u00e4t. Was dort nicht gespeichert ist, holt man sich in Windeseile aus der Cloud, etwa von Spotify, Apple oder Google. Dass die Qualit\u00e4t der aufs MP3-Format eingedampften St\u00fccke h\u00f6rbar leidet, st\u00f6rt die meisten nicht, wichtig ist an erster Stelle der einfache Musikgenuss.<\/p>\n<p>Wir haben vier kleine Lautsprecher f\u00fcr die direkte Musikwiedergabe vom Smartphone ausprobiert- der Zuspieler wird stets mit Bluetooth angekoppelt, und er muss sich folglich in der N\u00e4he des Lautsprechers befinden. Darin unterscheiden sich diese Mono-Mini-Anlagen von den aktuellen W-Lan-Systemen (etwa der Hersteller Sonos oder Bose), die zum Einsatz in mehreren R\u00e4umen gedacht sind und die Musik von diversen Quellen ohne Zwischenstation zum Lautsprecher bringen.<\/p>\n<h2>Alle denkbare Bauformen und Preisklassen<\/h2>\n<p>Die Bluetooth-Spezialisten sind in allen nur denkbaren Bauformen und Preisklassen erh\u00e4ltlich. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen. Die amerikanische Luxusmanufaktur Restoration Hardware bietet zehn Kilogramm schwere Apparate aus Gusseisen an. Der 1,70 Meter breite \u201eWall of Sound\u201c eines schwedischen Unternehmens f\u00e4hrt mit 1.600 Watt und 48 Lautsprechern vor. In der kleinsten Standardausf\u00fchrung soll er 5.000 Euro kosten.<\/p>\n<p>Eine Nummer gr\u00f6\u00dfer wird derzeit eine Variante mit 8.000 Watt f\u00fcr einen f\u00fcnfstelligen Betrag entwickelt. Uns ging es um einfache L\u00f6sungen f\u00fcr den Hausgebrauch, und in die n\u00e4here Auswahl r\u00fcckten vier Ger\u00e4te in unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe mit verschiedenen Talenten. Neben dem Klang ist die Bauform das wichtigste Unterscheidungskriterium. Wer sein Ger\u00e4t nur gelegentlich von einem Zimmer ins n\u00e4chste oder sommertags auf die Terrasse bef\u00f6rdern will, hat andere Anspr\u00fcche als der Junior, der eine Immer-dabei-Beschallung f\u00fcr Schule, Stra\u00dfenbahn und Strandcaf\u00e9 sucht.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Der Henkelmann SRS BTM 8 von Sony ist mit 24 \u00d7 19 Zentimeter und einem Gewicht von fast einem Kilogramm der gr\u00f6\u00dfte und schwerste Kandidat. Er ist gedacht f\u00fcr den station\u00e4ren Einsatz und nicht f\u00fcrs Reisegep\u00e4ck, wenngleich er zur Stromversorgung neben einem kleinen Netzteil auch die Option bietet, seine Energie aus vier AA-Batterien oder Akkus zu beziehen. Laufzeiten jenseits der Steckdose von mehr als 15 Stunden sind durchaus realistisch. Der Sony ist zudem unter den vier Kandidaten der einzige, der den Nahbereichsfunk NFC mitbringt.<\/p>\n<p>Mit ihm gelingt die Kopplung eines Smartphones besonders einfach, man muss es daf\u00fcr kurz an den Lautsprecher halten. NFC gibt es derzeit nur f\u00fcr die mobilen Betriebssysteme Android und Windows Phone und ausgew\u00e4hlte, wenige Modelle. Was uns am Sony \u00fcberraschte: Er ist mit einem Stra\u00dfenpreis von weniger als 80 Euro sehr g\u00fcnstig, trotzdem ordentlich verarbeitet, die Anmutung stimmt &#8211; und er klingt gut.<\/p>\n<h2>F\u00fcrs Nebenbeih\u00f6ren ist Sony bestens geeignet<\/h2>\n<p>Die Akustik ist ausgewogen, das Klangbild bleibt neutral, bei tendenzieller Betonung der H\u00f6hen und eher schwachem Bass. Das Klangvolumen ist angemessen, f\u00fcrs Nebenbeih\u00f6ren im B\u00fcro ist er bestens geeignet, zur Partybeschallung weniger. Ein Partygag wiederum k\u00f6nnte der Soundwaver von WHD sein. Man verstecke das kleine Ger\u00e4tchen (5,5 \u00d7 6 Zentimeter), das wie ein Kamera-Objektiv aussieht, irgendwo im Raum auf einer harten Oberfl\u00e4che. Sobald die Musik aufspielt, sucht jeder nach dem Lautsprecher. Denn der Klang steht sehr pr\u00e4sent und volumin\u00f6s im Raum.<\/p>\n<p>Des R\u00e4tsels L\u00f6sung: Die Mini-Tonne ist ein K\u00f6rperschallwandler, der Oberfl\u00e4chen wie Glas, Metall oder Holz in einen Resonanzk\u00f6rper verwandelt. Der dicke \u201eWumms\u201c mit hohem Unterhaltungswert h\u00e4ngt allein am Material. Nimmt man das f\u00fcr sein geringes Volumen sehr schwere Ger\u00e4t (330 Gramm) in die Hand, wird aus dem br\u00fcllenden L\u00f6wen eine piepsende Maus. Was den Klang betrifft: Der Lautsprecher ist als Krachmacher bestens geeignet, aber nichts f\u00fcr sensible Gem\u00fcter, die eine ausgewogene Akustik suchen. Der Preis von 60 Euro ist angemessen, die Verarbeitungsqualit\u00e4t gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Der Soundwaver l\u00e4sst sich nicht nur mit Bluetooth ansteuern. Er bringt auch ein Kombi-Kabel mit, das an seine Mini-USB-Buchse passt und den Anschluss von analogen oder USB-Zuspielern erlaubt. \u00dcber diese Buchse wird die Br\u00fclltonne auch geladen, die Akkulaufzeit ist die k\u00fcrzeste der hier ausprobierten Ger\u00e4te, sie liegt unter vier Stunden.<\/p>\n<p>Nicht Mini-USB, sondern das bei aktuellen Smartphones g\u00e4ngige Micro-USB bringt die Mini Jambox von Hersteller Jawbone mit. Der kleine Soundriegel h\u00fcllt sich in ein exklusives Unibody-Aluminiumgeh\u00e4use, kommt in verschiedenen knallbunten Farben und ist hinsichtlich Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht (15,5 \u00d7 5,5 Zentimeter, 250 Gramm) geradezu optimal auf den mobilen Einsatz zugeschnitten. Den packt man gern noch in die Jackentasche oder ins Reisegep\u00e4ck, ein Handgriff, und man hat alles dabei.<\/p>\n<h2>Ein feines Extra bietet die Jambox von Jawbone<\/h2>\n<p>Keine Fummelei mit Zubeh\u00f6r: Das Ladeger\u00e4t leiht man sich vom Handy aus. Indes h\u00e4lt der Akku locker l\u00e4nger als zehn Stunden durch. Wer es genau wissen will, kann sich mit einer (englischen) Sprachausgabe \u00fcber den Ladestand informieren, sie hilft im \u00dcbrigen auch bei der Bluetooth-Kopplung. Ein feines Extra ist die Option, die kleine Box als Freisprechger\u00e4t f\u00fcr Telefonate einzusetzen. Wie im Sony-Henkelmann ist ein Mikrofon eingebaut. Bei eingehenden Telefonaten unterbricht die Musikwiedergabe, und die Qualit\u00e4t des Freisprechers ist ganz ordentlich.<\/p>\n<p>Auch die Akustik erstaunt: So klein und kompakt die Box auch sein mag: Sie klingt ungemein ausgewogen, selbst bei h\u00f6herer Lautst\u00e4rke. Die Akustik entspricht nahezu der deutlich volumin\u00f6seren Sony, allerdings bezahlt man rund 180 Euro f\u00fcr die Box. Der Preis ist jedoch angesichts der hohen Verarbeitungsqualit\u00e4t und ausgewogenen Gesamtleistung \u00fcberaus fair. F\u00fcr besonders mobile Menschen ist die Mini Jambox das Ger\u00e4t der Wahl.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Und dann kommt der Spielverderber. Auspacken, einschalten, staunen, und schon hat Bose gewonnen. Die Rede ist vom Soundlink Mini des amerikanischen Herstellers, der mit einem Maxi-Klang daherkommt. Zugegeben, Soundlink ist gr\u00f6\u00dfer (18 \u00d7 5 Zentimeter) als die Mini Jambox und vor allen Dingen deutlich schwerer: 660 Gramm steckt man nicht mehr unversehens in die Jackentasche. Aber sei\u2019s drum, der Apparat f\u00fcr 180 Euro f\u00fcllt geradezu spielerisch mittelgro\u00dfe R\u00e4ume, die erzielbaren Schallpegel sind beeindruckend.<\/p>\n<p>Und man fragt sich, mit welchen Tricks diese B\u00e4sse aus einem so kleinen Volumen kommen k\u00f6nnen. Zugegeben, bei sehr hohen Lautst\u00e4rken und anspruchsvollen Titeln h\u00f6rt man nat\u00fcrlich die Grenzen. Aber das Gebotene ist insgesamt \u00fcberragend, frisch, dynamisch, zupackend.<\/p>\n<h2>Auch die Bose Minibox weist Minuspunkte auf<\/h2>\n<p>Die Minibox bringt ebenfalls ein Aluminiumgeh\u00e4use mit, die Verarbeitungsqualit\u00e4t ist \u00fcberragend. Aber einige Minuspunkte seien nicht verschwiegen: Das Netzteil ist propriet\u00e4r und wirkt billig. Mit einem Handy-Ladeger\u00e4t l\u00e4sst sich der Akku nicht bef\u00fcllen, der Micro-USB-Anschluss ist allein f\u00fcr Software-Updates zust\u00e4ndig. Als Bluetooth-Freisprecher taugt die Box nicht, und ihr Akku h\u00e4lt etwas weniger als zehn Stunden durch.<\/p>\n<p>Alles in allem \u00fcberzeugt der Sony-Henkelmann, ist guter Klang zum kleinen Preis gesucht. Als Reisepartner empfiehlt sich die Mini Jambox, wenn es um jeden Zentimeter und jedes Gramm geht. Soundlink Mini f\u00fcr die Freunde der tiefen B\u00e4sse spielt in einer anderen Liga und kann manche HiFi-Anlage durchaus ersetzen. Die Freunde besonders hochwertiger Musikwiedergabe bleiben jedoch bei ihrer liebgewonnenen Ausr\u00fcstung, denn \u00fcbertreiben sollte man das Lob der Minis nicht.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/bluetooth-lautsprecher-aus-der-cloud-direkt-auf-die-ohren-12679469.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/bluetooth-lautsprecher-aus-der-cloud-direkt-auf-die-ohren-12679469.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob B\u00fcro oder Freizeit: Wer mit dem Smartphone Musik h\u00f6rt, ist mit tragbaren Lautsprechern gut bedient. 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