{"id":20265,"date":"2013-11-20T16:00:14","date_gmt":"2013-11-20T16:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=20265"},"modified":"2013-11-20T16:00:14","modified_gmt":"2013-11-20T16:00:14","slug":"der-google-glaser-unserer-gene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=20265","title":{"rendered":"Der Google-Glaser unserer Gene"},"content":{"rendered":"<p>Das Geld kam von seiner Mutter und den Ritterschlag der Queen wollte er sich sparen: Biochemiker Fred Sanger, zweifacher Chemie-Nobelpreistr\u00e4ger, ist mit 95 Jahren gestorben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Frederick Sanger, der Erfinder der DNA-Sequenzierung und einer der Motoren f\u00fcr die Biorevolution, ist gestern im Alter von 95 Jahren gestorben.  Das gab die Universit\u00e4t Cambridge heute bekannt. Fred Sanger hat bis zu seiner Pensionierung am dortigen Medical Research Council gearbeitet. Sanger ist der einzige Wissenschaftler, der zweimal den Nobelpreis f\u00fcr Chemie erhalten hat. 1958 wurde er f\u00fcr die komplette Aminos\u00e4ure-Sequenz der beiden Insulinketten ausgezeichnet. Seine Arbeit zeigte damals, dass Proteine tats\u00e4chlich eine definierte Aminos\u00e4ure-Sequenz haben, was bis dahin nicht als sicher galt. Zweiundzwanzig Jahre sp\u00e4ter erhielt er den Chemie-Nobelpreis f\u00fcr die geordnete Bestimmung der DNA-Sequenz. Sein Verfahren erhielt den Namen Sanger-Sequenzierung. Mit einer Variante dieser Methode wurde sp\u00e4ter das komplette humane Genom sequenziert. Deshalb gilt Sanger auch als der Vater der Genomforschung. Als er mit der Sequenzierung begann, habe niemand geglaubt, dass es in absehbarer Zeit eine komplette Genomsequenz geben werde, schrieb Sanger nach der Ver\u00f6ffentlichung des Rohentwurfs in Nature Medicine. Schon gar nicht innerhalb von drei\u00dfig Jahren.<\/p>\n<p>Heute k\u00f6nnen ganze Genome in k\u00fcrzester Zeit entschl\u00fcsselt werden. Allerdings beruhen die modernen Verfahren nicht mehr auf der Sanger-Technik. Eines der wichtigsten Zentren f\u00fcr Genomforschung &#8211; das Sanger Centre in Hinxton s\u00fcdlich von Cambridge -, ist nach ihm benannt worden. Einen Ritterschlag durch die englische K\u00f6nigin lehnte Sanger ab, weil er nicht mit Sir angeredet werden wollte. Sanger galt als sehr bescheiden und zur\u00fcckhaltend. Er wurde am 13. August 1918 in Rendcombe in Gloucestershire geboren. Er wollte zun\u00e4chst wie sein Vater Medizin studieren, entschied sich dann aber f\u00fcr die Naturwissenschaften. Er habe sich nur auf eine Sache konzentrieren wollen. Das sei in der Medizin weniger gut m\u00f6glich gewesen, schrieb er in einer f\u00fcr die Nobelpreis-Organisation verfassten Kurzbiographie. Als Sch\u00fcler &#8211; er besuchte eine Qu\u00e4kerschule  &#8211; sei er nicht herausragend, aber besser als der Durchschnitt gewesen, schreibt er weiter. Sanger erhielt auch lange Zeit keine finanzielle F\u00f6rderung, sondern wurde von seiner Mutter unterst\u00fctzt, die aus einer wohlhabenden Familie von Baumwollfabrikanten stammte. Sanger hat sich nach seiner Pensionierung mit gro\u00dfem Interesse der Gartenarbeit gewidmet. <\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/mensch-gene\/fred-sanger-gestorben-der-google-glaser-unserer-gene-12673430.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/mensch-gene\/fred-sanger-gestorben-der-google-glaser-unserer-gene-12673430.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Geld kam von seiner Mutter und den Ritterschlag der Queen wollte er sich sparen: Biochemiker Fred Sanger, zweifacher Chemie-Nobelpreistr\u00e4ger, ist mit 95 Jahren gestorben.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2058,532,429],"tags":[891,2076],"class_list":["post-20265","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-home","category-mensch-gene","category-wissen","tag-cambridge","tag-universitat-cambridge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20265"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20265\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}