{"id":20251,"date":"2013-11-20T15:59:40","date_gmt":"2013-11-20T15:59:40","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=20251"},"modified":"2013-11-20T15:59:40","modified_gmt":"2013-11-20T15:59:40","slug":"eu-parlament-will-frauenquote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=20251","title":{"rendered":"EU-Parlament will Frauenquote"},"content":{"rendered":"<p>Frauen und M\u00e4nner sind zwar gleichgestellt, aber in Aufsichtsr\u00e4ten gro\u00dfer Unternehmen sind Managerinnen rar. Das soll anders werden. Das EU-Parlament macht jetzt Druck. Doch gegen eine Frauenquote gibt es erheblichen Widerstand.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Aufsichtsr\u00e4te b\u00f6rsennotierter Unternehmen sollen bis 2020 nach dem Willen des EU-Parlaments zu 40 Prozent aus Frauen bestehen. Das <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/de\/news-room\/content\/20131118IPR25532\/html\/40-of-seats-on-company-boards-for-women\">EU-Parlament<\/a> stimmte am Mittwoch in Stra\u00dfburg f\u00fcr einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Das Votum geht weiter als die Pl\u00e4ne von Union und SPD in Deutschland, wonach ab 2016 in Aufsichtsr\u00e4ten gro\u00dfer b\u00f6rsennotierter Unternehmen mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sein sollen.<\/p>\n<p>Nach den Vorstellungen der EU-Parlamentarier sollen kleinere und mittlere Betriebe mit weniger als 250 Mitarbeitern und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz von der 40-Prozent-Quote ausgenommen werden. Jetzt muss das Parlament mit den Regierungen verhandeln. Da herrscht erheblicher Widerstand. Mindestens neun EU-Regierungen, die gemeinsam \u00fcber eine Sperrminorit\u00e4t im Ministerrat verf\u00fcgen, haben die Frauenquote bereits als \u201e\u00dcberregulierung\u201c abgelehnt.<\/p>\n<p>Nachdem jetzt in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD Aussicht auf eine gesetzliche Quote f\u00fcr Frauen im Topmanagement besteht, k\u00f6nnte Deutschland aus der Sperrminorit\u00e4t ausscheren. Dann k\u00e4me Bewegung in die Frage.<\/p>\n<h2>Reding: Deutschland k\u00f6nnte zum Vorreiter werden<\/h2>\n<p>EU-Justizkommissarin Viviane Reding h\u00e4lt ein positives Signal aus Deutschland in der Sache f\u00fcr unerl\u00e4sslich. \u201eWenn das, was jetzt in den Koalitionsgespr\u00e4chen vereinbart worden ist, Realit\u00e4t wird, w\u00fcrde Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Italien zu den Vorreitern bei der Frauenquote werden. Das w\u00e4re ein starkes Signal f\u00fcr Europa und f\u00fcr die Frauen\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>Nach Redings Auffassung geht es ohne Quote nicht. \u201e60 Prozent der Hochschulabsolventen sind Frauen, aber 83 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder sind M\u00e4nner, irgendetwas l\u00e4uft schief, die weiblichen Talente werden einfach nicht zugelassen\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>Bei den b\u00f6rsennotierten Unternehmen sind nach den Pl\u00e4nen des EU-Parlaments unter bestimmten Voraussetzungen Strafen vorgesehen, falls die Verfahren der Auswahl nicht transparent sind. Bestraft wird nicht, nur weil der Anteil von 40 Prozent nicht erreicht wird.<\/p>\n<p>Sollten sich die EU-Regierungen mit den Volksvertretern einigen, k\u00f6nnte das Parlament noch im April, also vor den Europawahlen, die Frauenquote endg\u00fcltig beschlie\u00dfen. Doch das ist ein sehr optimistisches Szenario.<\/p>\n<p>Die Diskussion um die Frauenquote hat anscheinend schon f\u00fcr Bewegung gesorgt. Nach einem Bericht der EU-Kommission ist allein zwischen Oktober 2012 und April 2013 der Anteil der Frauen in den F\u00fchrungsgremien EU-weit gestiegen: Von 15,8 auf 16,6 Prozent.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/boersennotierte-unternehmen-eu-parlament-will-frauenquote-12673031.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/boersennotierte-unternehmen-eu-parlament-will-frauenquote-12673031.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen und M\u00e4nner sind zwar gleichgestellt, aber in Aufsichtsr\u00e4ten gro\u00dfer Unternehmen sind Managerinnen rar. Das soll anders werden. Das EU-Parlament macht jetzt Druck. 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