{"id":20175,"date":"2013-11-14T14:44:29","date_gmt":"2013-11-14T14:44:29","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=20175"},"modified":"2013-11-14T14:44:29","modified_gmt":"2013-11-14T14:44:29","slug":"trauerspiel-von-rwe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=20175","title":{"rendered":"Trauerspiel von RWE"},"content":{"rendered":"<p>Die Aussicht auf eine anhaltend starke Geldschwemme aus Amerika hat den internationalen B\u00f6rsen am Donnerstag Auftrieb gegeben. RWE indes entt\u00e4uscht massiv.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Der Donnerstag war ein guter Tag f\u00fcr Aktien. Der Dax verabschiedete sich mit einem Plus von 1 Prozent bei 9149,66 Punkten knapp unter Rekordniveau in den Feierabend. Der marktbreite F.A.Z.-Index gewann ebenfalls 1 Prozent auf 1926 Z\u00e4hler. Die Wall Street erreichte H\u00f6chstkurse.<\/p>\n<p>Die designierte amerikanische Notenbankchefin Janet Yellen hatte bei einer Anh\u00f6rung im Senat unter anderem gesagt: \u201eEs ist geboten, dass wir alles tun, um einen starken Aufschwung zu f\u00f6rdern. Es liegt noch mehr Arbeit vor uns.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEinige hatten bef\u00fcrchtet, dass sich Yellen \u2019falkenhafter\u2019 pr\u00e4sentieren w\u00fcrde\u201c, sagte Marktanalyst Lars Christensen von der Danske Bank. Aber sie sage offenbar, was sie denke. \u201eEs ist klar, dass uns die Politik des billigen Geldes noch eine Weile erhalten bleibt.\u201c Im B\u00f6rsenjargon werden die Bef\u00fcrworter einer straffen Geldpolitik als \u201eFalken\u201c bezeichnet.<\/p>\n<h2>Trauerspiel von RWE<\/h2>\n<p>An der deutschen B\u00f6rse sorgte ein rund zehnprozentiger Kurseinbruch von RWE f\u00fcr das meiste Aufsehen. \u201eDas Zahlenwerk ist entt\u00e4uschend und durch den Ausblick wird der Bericht auch nicht besser\u201c, sagte ein B\u00f6rsianer.<\/p>\n<p>Der Gewinn von RWE wird sich im kommenden Jahr fast halbieren. Das nachhaltige Nettoergebnis, das Grundlage f\u00fcr die Berechnung der Dividende ist, werde auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro fallen. Das Ergebnisniveau des laufenden Jahres werde man \u201eauf absehbare Zeit nicht wieder erreichen. Der Ausblick f\u00fcr die Strompreise sei schwach. Das Unternehmen will seine Belegschaft um etwa zehn Prozent zu verkleinern.<\/p>\n<p>Die RWE-Aktie verlor im Tagesverlauf in Frankfurt bis zu 10,3 Prozent und schloss 5,1 Prozent schw\u00e4cher bei 25,76 Euro. Das Handelsvolumen entsprach mehr als dem Dreifachen des Tagesdurchschnitts der letzten drei Monate.Der Markt m\u00fcsse den Ausblick f\u00fcr 2014 noch sacken lassen, sagte Thomas Deser, Portfoliomanager bei Union Investment in Frankfurt, in einem Telefoninterview. Das Unternehmen komme zudem beim Verkauf seiner \u00d6l- und Gas-Produktionstochter Dea nur langsam voran, sagte er. Die Instabilit\u00e4t in \u00c4gypten, wo Dea an einem Gasprojekt beteiligt sei, und die stagnierenden \u00d6l- und Gaspreise machten einen Verkauf schwierig.<\/p>\n<p>RWE verfehlte laut Bloomberg Industries das sechste Mal in sieben Quartalen die Sch\u00e4tzungen von Analysten. Am Mittwoch hatte EON gemeldet, dass der Gewinn 2013 am unteren Ende der Unternehmensprognose liegen werde. Eon verloren 1,7 Prozent.<\/p>\n<p>                \t            <script type=\"text\/javascript\">ajaxRenderFinanzModul(\"\/\", \"7.2495915\", \"fdl_6483477\", false, \"\", \"article\", \"\")-<\/script><\/p>\n<p>Bei K+S verpuffte die Freude \u00fcber das \u00fcberraschend umfangreiche Sparprogramm. Die Aktien des D\u00fcngemittel-Herstellers, der angesichts eines Gewinneinbruchs in den kommenden Jahren eine halbe Milliarden Euro einsparen will, schlossen 4,1 Prozent tiefer bei 19,70 Euro, nachdem sie am Vormittag zeitweise auf ein Zwei-Monats-Hoch von 21,85 Euro gestiegen waren.<\/p>\n<p>Auf europ\u00e4ischer Ebene geh\u00f6rten EADS zu den Favoriten. Die Titel des Luftfahrt- und R\u00fcstungskonzern legten an der Pariser B\u00f6rse 1,9 Prozent auf 52,74 Euro zu, nachdem das Unternehmen einen Gewinnanstieg bekanntgegeben und seine Prognose f\u00fcr Auftragseingang und Auslieferungen angehoben hatte.<\/p>\n<h2>Rekorde an Wall Street<\/h2>\n<p>An der Wall Street herrscht nach der Yellen-Anh\u00f6rung beste Stimmung. Nach ihrer Anh\u00f6rung vor dem Bankenausschuss des Senats erklommen sowohl der Dow-Jones-Index als auch der S&#038;amp-P-500 neue Allzeithochs. Gut kommt bei den Anlegern vor allem an, dass Yellen die Vorteile des Anleihekaufprogramms der Fed in den Vordergrund r\u00fcckt. So betonte sie, dass der Nutzen des Kaufprogramms bislang h\u00f6her sei als die Kosten und dass die Erholung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt noch nicht gro\u00df genug sei.<\/p>\n<p>Der S&#038;amp-P-500 gewinnt 0,3 Prozent und der Dow-Jones-Index legt um 0,2 Prozent auf 15.848 Punkte zu, w\u00e4hrend der Nasdaq Composite belastet vom Quartalsbericht des Netzwerk-Ausr\u00fcsters Cisco unver\u00e4ndert notiert.<\/p>\n<p>Nach dem entt\u00e4uschenden Ausblick von Cisco f\u00e4llt dessen Kurs um mehr als 12 Prozent. Das ist der gr\u00f6\u00dfte Tagesverlust seit fast drei Jahren. Cisco hatte einen Gewinnr\u00fcckgang bekanntgegeben. Im Fahrwasser geht es mit dem gesamten Technologiesektor bergab. Hewlett-Packard geben 5,7 Prozent ab.<\/p>\n<p>Wal-Mart notieren nach durchwachsenen Quartalszahlen wenig ver\u00e4ndert. Der Reingewinn des Einzelh\u00e4ndlers belief sich auf 1,14 Dollar je Aktie und war damit etwas h\u00f6her als von Analysten erwartet, w\u00e4hrend der Umsatz die Analystensch\u00e4tzungen verfehlte.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/marktbericht-trauerspiel-von-rwe-12663688.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/marktbericht-trauerspiel-von-rwe-12663688.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aussicht auf eine anhaltend starke Geldschwemme aus Amerika hat den internationalen B\u00f6rsen am Donnerstag Auftrieb gegeben. 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