{"id":20063,"date":"2013-11-19T14:36:13","date_gmt":"2013-11-19T14:36:13","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=20063"},"modified":"2013-11-19T14:36:13","modified_gmt":"2013-11-19T14:36:13","slug":"mit-visionen-fur-europa-der-krise-trotzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=20063","title":{"rendered":"Mit Visionen f\u00fcr Europa der Krise trotzen"},"content":{"rendered":"<p>Die Sch\u00fcler der Jugendinitiative \u201eMy Europe\u201c haben konkrete Vorstellungen, wie sich der alte Kontinent in der Zukunft entwickeln soll. Nun pr\u00e4sentierten die jungen Leute aus zehn europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in Frankfurt ihre Visionen mit einem \u201eManifest f\u00fcr Europa\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">So funktioniert es offenbar nicht, unser Europa. Oder zumindest noch nicht. Die Sch\u00fcler der Jugendinitiative \u201eMy Europe\u201c haben nicht nur eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wohin sich die Europ\u00e4ische Union in Zukunft entwickeln soll, sie liefern konkrete L\u00f6sungen und Vorschl\u00e4ge gleich mit. Am vergangenen Freitag stellten nun 45 Jugendliche aus zehn europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in Frankfurt das <a href=\"http:\/\/my-europe.org\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/European_Youth_Manifesto_final.pdf\">\u201eEuropean Youth Manifesto\u201c<\/a> (Europ\u00e4isches Jugendmanifest) vor.<\/p>\n<p>Die Jugend von heute habe keine Lobby, meint Manfred Pohl, Gr\u00fcnder und Vorstand des Frankfurter Zukunftsrats e.V. \u201eEs ist aber gerade diese Gruppe, die bis 2030 in F\u00fchrungspositionen in Politik, Wirtschaft und Kultur sein wird\u201c, sagte Pohl am vergangenen Freitag im Magistratsaal des Frankfurter R\u00f6mers. Dies sei die entscheidende Motivation f\u00fcr das von ihm initiierte Projekt \u201eMy Europe\u201c gewesen. 45 europ\u00e4ische Sch\u00fcler zwischen 15 und 22 Jahren stellten anschlie\u00dfen ein \u201eJugendmanifest f\u00fcr Europa\u201c vor.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Die zehn Kapitel zu den Bereichen Menschenrechte, Kultur, Bildung, Arbeit, Umweltschutz, Immigration, Sprachen, Energie und Sicherheit lesen sich als eine Art Anleitung daf\u00fcr, wie das Europa, von dem die jungen Autoren tr\u00e4umen, sich mit Offenheit und Toleranz realisieren lie\u00dfe.<\/p>\n<p>Die 16 Jahre alte Clara Hachmann glaubt fest an die europ\u00e4ische Integration. Die Krise k\u00f6nne \u201edie Integration sogar noch f\u00f6rdern\u201c, sagte die Sch\u00fclerin aus M\u00fcnchen, die dort das private franz\u00f6sische Gymnasium \u201eLyc\u00e9e Jean Renoir\u201c besucht.<\/p>\n<p>So sei es etwa f\u00fcr viele junge Menschen aus Krisenl\u00e4ndern n\u00f6tig, Arbeit in einem anderen EU-Land zu suchen. Dies erm\u00f6gliche es aber auch, andere Nationen und Kulturen kennenzulernen und \u201edas ist wichtig\u201c.<\/p>\n<p>Diesem Ziel hat sich auch der Frankfurter Zukunftsrat verschrieben. In Zusammenarbeit mit dem \u201eInstitute for Corporate Cultural Affairs\u201c (ICCA) organisiert er im Rahmen des Projekts \u201eMy Europe\u201c seit knapp drei Jahren zweit\u00e4gige Workshops f\u00fcr Sch\u00fcler zwischen 15 und 20 Jahren. Dabei haben die Teilnehmer die M\u00f6glichkeit, sich mit arrivierten Akteuren aus Politik und Wirtschaft \u00fcber Europa auszutauschen.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt von professionellen Redakteuren verfassten sie im Anschluss dieser Workshops Beitr\u00e4ge \u00fcber Visionen f\u00fcr das  \u201eEuropa im Jahr 2030\u201c. Die besten Artikel werden pr\u00e4miert und ver\u00f6ffentlicht. Zur Veranstaltung in Frankfurt kamen nun die bisherigen Gewinner aus Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, \u00d6sterreich, Polen, Rum\u00e4nien, Spanien, der Schweiz und der T\u00fcrkei. Die Workshops sollen noch in zehn weiteren L\u00e4ndern stattfinden.<\/p>\n<p>Viviane Reding, Vizepr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission und Kommissarin f\u00fcr das Ressort Justiz, Grundrechte und B\u00fcrgerschaft, unterst\u00fctzt das Projekt und zeigt sich im Vorwort des Manifests begeistert von den Visionen der Jugendlichen. \u201eJugend ist eine Zeit, wo alle Tr\u00e4ume erreichbar aussehen\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p>Tr\u00e4umen ist diesen jungen Leuten allerdings nicht genug. Deshalb gr\u00fcndeten sie am Freitagabend im Kaisersaal des R\u00f6mers den \u201eYouth Council for the Future\u201c (Jugendrat f\u00fcr die Zukunft). Dieser solle den Jugendlichen \u00fcber die nationalen Parlamente hinaus in Br\u00fcssel und in der Welt eine Stimme geben, so Pohl.<\/p>\n<h2>Treffen mit Trichet<\/h2>\n<p>Angetan vom Projekt ist auch Jean-Claude Trichet, ehemaliger Pr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB). Bei einer Diskussion beantwortete er die Fragen der Sch\u00fcler zur europ\u00e4ischen Wirtschaftslage und verstand es, sie mit klaren Worten zu begeistern.<\/p>\n<p>\u201eWenn ich im Jahr 1998 in New York meinen Freunden gesagt h\u00e4tte, dass wir eine gemeinsame W\u00e4hrung einf\u00fchren werden, h\u00e4tten sie mir nicht geglaubt. Wenn ich ihnen gesagt h\u00e4tte, diese W\u00e4hrung ist stabil und dient 335 Millionen Menschen, sie h\u00e4tten gefragt, was ich denn rauche. Und wenn ich ihnen gesagt h\u00e4tte, dass diese W\u00e4hrung auch in der gr\u00f6\u00dften Krise seit dem Zweiten Weltkrieg stabil bleibt, h\u00e4tten sie gesagt das ist nicht Marihuana, das ist Crack\u201c, sagte der 70 Jahre alte Trichet, der 2011 von Mario Draghi an der EZB-Spitze abgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p>Er rief dazu auf, auch gro\u00dfe, fast undenkbare Ver\u00e4nderungen nicht auszuschlie\u00dfen. Der Euro-Schuldenkrise zum Trotz schw\u00e4rmte Trichet vom Euro, der nicht die Schuld an der wirtschaftlichen Entwicklung trage. Der Euro sei ideal f\u00fcr ein Land, das gut gef\u00fchrt werde, aber bestimmt \u201ekeine Lizenz, um sein Land schlecht zu regieren und in die Misswirtschaft zu treiben\u201c.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Auch sein Rat an die Sch\u00fcler: \u201eSeid bereit euch zu ver\u00e4ndern. Seid bereit Neues zu akzeptieren. Seid bereit Chancen zu packen. Seid intellektuell flexibel. Jene von euch, die bereit dazu sind, euch schnell zu ver\u00e4ndern werden gewinnen\u201c.<\/p>\n<p>Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit, die einige Heimatl\u00e4nder der Sch\u00fcler \u2013 wie zum Beispiel Spanien, Italien oder Bulgarien \u2013  pr\u00e4gt, sowie den politischen und sozialen Missstimmungen zwischen den EU-L\u00e4ndern, sind einige der Zukunftsprognosen f\u00fcr Europa in den Artikeln der Sch\u00fcler sehr d\u00fcster ausgefallen. Andere zeigen sich hoffnungsvoller. Wie sehr sich aber Europa bis 2030 ver\u00e4ndert, wollen sie zumindest pers\u00f6nlich mitbeeinflussen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/jugendmanifest-initative-mit-visionen-fuer-europa-der-krise-trotzen-12671301.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/jugendmanifest-initative-mit-visionen-fuer-europa-der-krise-trotzen-12671301.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sch\u00fcler der Jugendinitiative \u201eMy Europe\u201c haben konkrete Vorstellungen, wie sich der alte Kontinent in der Zukunft entwickeln soll. 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