{"id":19902,"date":"2013-11-14T16:28:30","date_gmt":"2013-11-14T16:28:30","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19902"},"modified":"2013-11-14T16:28:30","modified_gmt":"2013-11-14T16:28:30","slug":"kostspieliges-dreikonigstreffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19902","title":{"rendered":"Kostspieliges Dreik\u00f6nigstreffen"},"content":{"rendered":"<p>Ausgerechnet die Partei der Marktwirtschaft wird vom Subventionsbetrieb Staatstheater subventioniert. Nun soll die Miete f\u00fcr das Dreik\u00f6nigstreffen steigen &#8211; und die FDP wei\u00df nicht, ob sie sich das noch leisten kann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Seit 1946 treffen sich die Freien Demokraten zum Dreik\u00f6nigstreffen in der Stuttgarter Staatsoper. Sie waren nach dem Krieg dorthin umgezogen, weil Stuttgart in Tr\u00fcmmern lag, die Liederhalle zerst\u00f6rt war und das Staatstheater sogar eine Heizung hatte. Holz und Kohlen mussten die geneigten Zuh\u00f6rer im ersten Nachkriegsjahr allerdings mitbringen. Jetzt liegt die gesamte FDP als au\u00dferparlamentarische Kraft in Tr\u00fcmmern, und der baden-w\u00fcrttembergische Landesverband wei\u00df nicht, ob er sich die kostspielige, aber medial \u00e4u\u00dferst wirksame Veranstaltung am 6. Januar k\u00fcnftig noch wird leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der  gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Intendant der Stuttgarter Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks, st\u00f6rt sich schon seit Jahren an der Dumping-Miete f\u00fcr die FDP: Nicht aus politischen Gr\u00fcnden, sondern aus pekuni\u00e4ren. 4500 Euro oder zuletzt 10.000 Euro Miete f\u00fcr das Dreik\u00f6nigstreffen h\u00e4lt Hendriks schon seit Jahren nicht mehr f\u00fcr \u201emarktkonform\u201c. Ausgerechnet die Partei der Marktwirtschaft wird vom Subventionsbetrieb Staatstheater subventioniert? Von einer \u201eabsoluten Ausnahme\u201c und von einer \u201eQuersubventionierung\u201c war schon h\u00e4ufiger mal die Rede. Die FDP ist in dieser Hinsicht einsichtig. \u201eWir sagen ja auch immer, dass sich die Spielst\u00e4tten m\u00f6glichst selbst finanzieren sollen\u201c, hei\u00dft es im Landesverband.<\/p>\n<h2>\u201eWir k\u00f6nnten gutes Geld verdienen\u201c<\/h2>\n<p>In diesem Jahr macht Marc-Oliver Hendriks nun ernst, er will aber nicht der Totengr\u00e4ber der FDP sein, er will f\u00fcr sein Haus nur die Einnahmen steigern. \u201eUnsere Forderungen an die FDP haben mit dem Ausgang der Bundestagswahl nichts zu tun, wir sind politisch neutral. Es ist aber unsere Aufgabe, die Einnahmen der Staatstheater zu verbessern\u201c, sagte Hendriks FAZ.NET. \u201eDer Dreik\u00f6nigstag ist ein Feiertag in den Ferien, ein &#8217;slot&#8216;, an dem wir gutes Geld verdienen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Das Staatstheater k\u00f6nnte mit zwei Opernauff\u00fchrungen oder (noch besser) mit zwei Ballettauff\u00fchrungen bis zu 120.000 Euro am Dreik\u00f6nigstag einnehmen. Wegen der erforderlichen Umbauarbeiten ist nach der FDP-Kundgebung aber nur noch eine Auff\u00fchrung m\u00f6glich. \u201eDiese 30.000 Euro sind ein \u00dcbergangsangebot\u201c, sagte Hendriks, \u201ewir m\u00fcssen die Geb\u00fchren sukzessive erh\u00f6hen. Und was passiert eigentlich, wenn eine rechtsradikale Partei klagt und auch f\u00fcr 5000 Euro ins Staatstheater will?\u201c<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Der FDP-Landesverband steht finanziell gut da, sparen muss er trotzdem. Den traditionellen \u201eDreik\u00f6nigsball\u201c in der Stuttgarter Alten Reithalle soll es schon im kommenden Jahr nicht mehr geben. Geplant ist jetzt nur ein Delegiertenabend. F\u00fcr die Kundgebung in knapp zwei Monaten muss die Landes-FDP wohl den Preis zahlen, den das Staatstheater verlangt, sonst bleibt ihr nur, ins Zelt auszuweichen.<\/p>\n<p>\u201e2014 bleiben wir im Staatstheater. Wir reden allerdings noch einmal \u00fcber den Preis\u201c, sagte der Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Sebastian Haag. \u201e\u00dcber alles andere, was wir 2015 machen, muss im Landesvorstand und Pr\u00e4sidium beraten werden.\u201c<\/p>\n<p>Eine naheliegende L\u00f6sung w\u00e4re, die Dreik\u00f6nigskundgebung von 2015 an in der Liederhalle zu veranstalten. Dort w\u00e4ren nur etwa 12.000 Euro Saalmiete f\u00e4llig, und die S\u00fcdwest-Liberalen k\u00f6nnten sich auf ihre historischen Urspr\u00fcnge besinnen: Denn in der Liederhalle trafen sie sich im vergangenen Jahrhundert schon sehr h\u00e4ufig. Zuletzt am 6. Januar 1933. Dann kam Hitlers Parteienverbot mit dem sogenannten Erm\u00e4chtigungsgesetz.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/die-fdp-muss-sparen-kostspieliges-dreikoenigstreffen-12664243.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/die-fdp-muss-sparen-kostspieliges-dreikoenigstreffen-12664243.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgerechnet die Partei der Marktwirtschaft wird vom Subventionsbetrieb Staatstheater subventioniert. 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