{"id":19713,"date":"2013-11-06T14:41:11","date_gmt":"2013-11-06T14:41:11","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19713"},"modified":"2013-11-06T14:41:11","modified_gmt":"2013-11-06T14:41:11","slug":"so-hell-wie-30-sonnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19713","title":{"rendered":"So hell  wie 30 Sonnen"},"content":{"rendered":"<p>Monate nach der Explosion im Ural k\u00f6nnen Forscher Details \u00fcber den Asteroiden vorlegen: Das 4,45 Milliarden Jahre alte kosmische Gesteinsbrocken habe bei seiner Explosion eine Sprengkraft von 600 Kilotonnen TNT gehabt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die Explosion des Asteroiden, der am 15. Februar dieses Jahres 30 Kilometer \u00fcber der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierte, hatte die unvorstellbare Sprengkraft von etwa 600 Kilotonnen TNT entwickelt &#8211; was der Strengkraft von etwa 45 Hiroshima-Atombomben entspricht.   Durch die ungeheure Druckwelle der Explosion seien rund 7.000 Geb\u00e4ude in der Region am Ural besch\u00e4digt worden. Die umherfliegenden Glassplitter der zerplatzten Fensterscheiben h\u00e4tten mehr als 1.200 Menschen verletzt, die in den Krankenh\u00e4usern behandelt wurden.<\/p>\n<p>Das sind einige Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen, die drei internationale Forschergruppen jetzt in den renommierten Wissenschaftsmagazinen  \u201eScience\u201c (doi: 10.1126\/science.1242642)  und \u201eNature\u201c (doi: 10.1038\/nature12671 und doi: 10.1038\/nature12741) pr\u00e4sentieren. Au\u00dfer einer gro\u00dfen Druckwelle l\u00f6ste die Detonation auch eine Hitzewelle aus, deren Auswirkungen viele Bewohner in der Umgebung der 1.500 Kilometer \u00f6stlich von Moskau gelegenen Stadt schmerzlich zu sp\u00fcren bekamen.<\/p>\n<h2>Ein Lichtblitz, drei\u00dfigmal so hell wie die Sonne<\/h2>\n<p>\u201eZahlreiche Menschen klagten \u00fcber Sonnenbr\u00e4nde im Gesicht und \u00fcber eine Blendung des Augenlichts\u201c, sagt Olga Popova von der russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau, f\u00fcr die das Ereignis in Tscheljabinsk der gr\u00f6\u00dfte Asteroiden-Einschlag auf der Erde seit 100 Jahren war. Er sei nur zu vergleichen mit der Explosion des Tunguska-Asteroiden, der  im Jahr 1908 eine gro\u00dfe Waldfl\u00e4che in Sibirien verw\u00fcstete. Der Lichtblitz der Detonation \u00fcber Tscheljabinsk sei drei\u00dfigmal so hell gewesen wie die Sonne.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Die Wissenschaftlerin hat mit ihren Kollegen 50 betroffene D\u00f6rfer im Umkreis von 90 Kilometern besucht, zahlreiche Zeugen des Ereignisses befragt und Videofilme ausgewertet, die Kameras von der Explosion festgehalten haben. Nach Angaben der Forscher hatte der Brocken aus dem All einen Durchmesser von etwa 20 Metern und ein Gewicht von etwa 10.000 Tonnen.<\/p>\n<h2>Kein ausreichendes Bewusstsein f\u00fcr die Gefahren aus dem All<\/h2>\n<p>Berechnungen zeigen, dass der Asteroid mit einer Geschwindigkeit von 19 Kilometern pro Sekunde unter einem Winkel von knapp 18 Grad  in einer H\u00f6he von etwa hundert Kilometern in die Erdatmosph\u00e4re eingedrungen war. Mindestens drei Viertel des Asteroiden seien bei der Explosion in einer H\u00f6he zwischen 40 und 30 Kilometern verdampft. Der Rest sei auf die Erde niedergegangen, zum gr\u00f6\u00dften Teil als Staub. Das gr\u00f6\u00dfte Fragment war in den Tschebarkul-See gest\u00fcrtzt. Dort hatten Taucher vor kurzem ein rund 600 Kilogramm schweres Bruchst\u00fcck geborgen. Die aufgefundenen Meteoritenst\u00fccke geh\u00f6ren  offenkundig zur Klasse der LL-Chondriten und enth\u00e4lt somit nur wenig Metalle.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Die Forscher datieren den Tscheljabinsk-Asteroiden auf mindestens 4,45 Milliarden Jahre (Das Alter unseres Sonnensystems wird sich auf 4,57 Milliarden Jahre gesch\u00e4tzt.) Vermutlich war er ein Fragment eines gr\u00f6\u00dferen Asteroiden, der vor 1,2 Millionen Jahren auseinandergebrochen ist. Die \u00fcbrigen Teile befinden sich wahrscheinlich noch im All und geh\u00f6ren zu den erdnahen Asteroiden.<\/p>\n<p>                \t                                                <!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Nach Ansicht des kanadischen Forschers Peter Brown von der University of Western Ontario ist man sich der Gefahren aus dem Weltall nicht ausreichend bewusst. Zurzeit werden nur etwa 500 erdnahe Objekte mit einem Durchmesser zwischen zehn und 20 Metern st\u00e4ndig beobachtet. Das ist nur rund ein Prozent der Himmelsk\u00f6rper, die potentiell gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/asteroid-im-ural-so-hell-wie-30-sonnen-12651562.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/asteroid-im-ural-so-hell-wie-30-sonnen-12651562.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monate nach der Explosion im Ural k\u00f6nnen Forscher Details \u00fcber den Asteroiden vorlegen: Das 4,45 Milliarden Jahre alte kosmische Gesteinsbrocken habe bei seiner Explosion eine Sprengkraft von 600 Kilotonnen TNT gehabt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[430,429],"tags":[1834,1835,261,1351,912],"class_list":["post-19713","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltraum","category-wissen","tag-hiroshima","tag-hitzewelle","tag-moskau","tag-tnt","tag-tscheljabinsk"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19713","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19713"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19713\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19713"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19713"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19713"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}