{"id":19372,"date":"2013-10-30T16:54:12","date_gmt":"2013-10-30T16:54:12","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19372"},"modified":"2013-10-30T16:54:12","modified_gmt":"2013-10-30T16:54:12","slug":"amerikas-notenbank-kauft-weiter-anleihen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19372","title":{"rendered":"Amerikas Notenbank kauft weiter Anleihen"},"content":{"rendered":"<p>Die Fed macht vorerst keine Abstriche an ihren milliardenschweren Anleihek\u00e4ufen zum Ankurbeln der Wirtschaft. Sie kauft weiterhin f\u00fcr 85 Milliarden Dollar im Monat.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die amerikanische Notenbank Federal Reserve beh\u00e4lt wie weitgehend erwartet die Anleihek\u00e4ufe bei und kauft weiter jeden Monat f\u00fcr 85 Milliarden Dollar Staats- und Hypothekenanleihen. Der Leitzins bleibt wie seit Dezember 2008 bei 0 bis 0,25 Prozent. Das hat der Offenmarktausschuss der Zentralbank am Mittwoch nach zweit\u00e4gigen Beratungen in Washington mitgeteilt.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Einsch\u00e4tzung des Ausschusses blieb dabei weitgehend unver\u00e4ndert. Der Ausschuss spricht wie zuvor von einer moderaten Wirtschaftsentwicklung. Auff\u00e4llig und neu an der Erkl\u00e4rung ist, dass die im September ausgesprochene Warnung vor versch\u00e4rften finanziellen Bedingungen \u2013 eine Floskel f\u00fcr h\u00f6here Marktzinsen und ung\u00fcnstigere Kreditbedingungen \u2013 entfallen ist.<\/p>\n<p>Zugleich aber stellt die Fed heraus, dass die Erholung am Hausmarkt sich etwas verlangsamt habe. Das wird allgemein mit den gestiegenen Hypothekenzinsen begr\u00fcndet. Die Fed verweist darauf, dass die Fiskalpolitik das Wachstum bremse. Die Erholung am Arbeitsmarkt stuft die Fed etwas schw\u00e4cher ein als zuvor, sie spricht nur von \u201eein wenig Verbesserung.\u201c<\/p>\n<p>Wie <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/keine-drosselung-der-anleihekaeufe-fed-setzt-extrem-lockere-geldpolitik-fort-12580295.html\">im September, als die Fed wider allen Markterwartens die Anleihek\u00e4ufe nicht verringert hatte<\/a>, erkl\u00e4rte der Offenmarktausschuss, er wolle auf mehr Evidenz warten, dass die wirtschaftliche Erholung dauerhaft sei, bevor er die Anleihek\u00e4ufe verringere. Die Fed versucht mit den K\u00e4ufen langfristiger Staatsanleihen und von Hypothekenbesicherten Wertpapieren, die langfristigen Zinsen ein wenig zu dr\u00fccken, um so die Konjunktur anzuschubsen.<\/p>\n<p>Analysten an den Finanzm\u00e4rkten erwarteten vor der Fed-Entscheidung, dass die Notenbank die Anleihek\u00e4ufe erst im kommenden Jahr wahrscheinlich im M\u00e4rz zur\u00fccknehmen wird. Die neue Erkl\u00e4rung des Offenmarktausschusses d\u00fcrfte diese Einsch\u00e4tzung kaum \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Weit verbreitet ist an den Finanzm\u00e4rkten die Einsch\u00e4tzung, dass die Fed derzeit bewusst abwartet. Die teilweise Schlie\u00dfung von Bundesbeh\u00f6rden im Haushaltsstreit Anfang Oktober f\u00fcr 16 Tage hat die Unsicherheit \u00fcber die wirtschaftliche Erholung erh\u00f6ht. Die wirtschaftliche D\u00e4mpfung durch den \u201eShutdown\u201c wird nach Sch\u00e4tzungen die Erholung aber bei weitem nicht aus dem Gleis werfen. Unerquicklich ist f\u00fcr die Fed indes, das mit dem zeitweisen Ausfall von Beh\u00f6rden Wirtschaftsdaten noch f\u00fcr Wochen verz\u00f6gert eintreffen.<\/p>\n<h2>Wechsel an der Fed-Spitze im n\u00e4chsten Jahr<\/h2>\n<p>Die zuletzt verf\u00fcgbaren Wirtschaftsdaten hatten eine deutliche Verlangsamung des Besch\u00e4ftigungsaufbaus schon vor dem \u201eShutdown\u201c angezeigt. W\u00e4hrend die Hauspreise weiter steigen, deuten andere Hausmarktindikatoren auf ein langsameres Tempo hin. Der Fiskalkrach in Washington hatte im Oktober die Stimmung der Verbraucher deutlich belastet. Inwieweit sich das in geringerem  Konsum niederschlagen wird, ist vorerst offen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund, der f\u00fcr eine geldpolitische Korrektur erst im kommenden Jahr spricht, ist der bevorstehende Wechsel an der Spitze der Fed. Der jetzige Vorsitzende Ben Bernanke wird das Amt Ende Januar aufgeben. Seine designierte, aber noch nicht vom Senat best\u00e4tigte Nachfolgerin Janet Yellen, ist derzeit Vizevorsitzende der Fed. Bernanke k\u00f6nnte geneigt sein, die geldpolitische Kehrtwende von der ultralockeren Geldpolitik seiner Nachfolgerin als Signal f\u00fcr einen guten Einstieg zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Derweil bleibt der Preisdruck in den Vereinigten Staaten verhalten. Im September fiel die Inflationsrate von 1,5 auf 1,2 Prozent, teilte das Arbeitsministerium am Mittwoch mit. Der Fall gr\u00fcndete weitgehend in Sondereffekten. Die Kernrate der Inflation, in der die besonders schwankungsanf\u00e4lligen Preise f\u00fcr Energie und Nahrungsmittel nicht ber\u00fccksichtigt werden, fiel von 1,8 auf 1,7 Prozent. Finanzmarktanalysten werteten die Daten als weiteres Signal, dass die Notenbank Federal Reserve eine schrittweise Straffung der lockeren Geldpolitik aufschieben werde.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/geldpolitik-amerikas-notenbank-kauft-weiter-anleihen-12641670.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/geldpolitik-amerikas-notenbank-kauft-weiter-anleihen-12641670.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fed macht vorerst keine Abstriche an ihren milliardenschweren Anleihek\u00e4ufen zum Ankurbeln der Wirtschaft. 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