{"id":19160,"date":"2013-10-25T17:14:53","date_gmt":"2013-10-25T17:14:53","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19160"},"modified":"2013-10-25T17:14:53","modified_gmt":"2013-10-25T17:14:53","slug":"hersteller-das-echte-kanzler-phone-ist-sicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19160","title":{"rendered":"Hersteller: Das \u201eechte\u201c Kanzler-Phone ist sicher"},"content":{"rendered":"<p>Dass Angela Merkels Handy abgeh\u00f6rt wurde, lie\u00df dem Hersteller den Atem stocken. Dann stellte sich heraus, dass nicht das \u201eKanzler-Phone\u201c abgeh\u00f6rt wurde, sondern ein ungesch\u00fctztes Parteihandy. Letztlich, hei\u00dft es bei Secusmart, h\u00e4nge die Sicherheit vom Nutzer selbst ab.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">So stellt man sich einen typischen deutschen Mittelst\u00e4ndler vor: 35 Mitarbeiter, 6 bis 7 Millionen Euro Umsatz. Die vor sechs Jahren gegr\u00fcndete D\u00fcsseldorfer Secusmart GmbH steht mitten im Abh\u00f6rskandal um das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als \u201ef\u00fchrenden Experten auf dem Gebiet der hochsicheren Sprach- und Datenkommunikation\u201c. Zu den Kunden geh\u00f6ren alle Bundesministerien, viele deutsche Dax-Unternehmen und auch die Kanzlerin selbst: Secusmart lieferte vor vier Jahren eine Sprachverschl\u00fcsselungsl\u00f6sung an die Bundesregierung- eine Kombination aus Software und Krypto-Chip, die in diesem Jahr modernisiert wurde und nun auf den neuen Blackberry-Modellen l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Wie sich am Freitag herausstellte, ist die Kanzlerin \u2013 zum Gl\u00fcck f\u00fcr Secusmart \u2013 gerade mit diesem Smartphone nicht abgeh\u00f6rt worden. Stattdessen soll der amerikanische Geheimdienst NSA ein von der Regierungschefin genutztes ungesch\u00fctztes CDU-Parteihandy abgefischt haben. Dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Christoph Quelle, einem fr\u00fcheren Nokia-Manager, ist die Erleichterung anzuh\u00f6ren: \u201eF\u00fcr unverschl\u00fcsselte Telefonate, SMS oder auch E-Mails k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich nicht garantieren.\u201c Das \u201eKanzler-Phone\u201c jedoch, Merkels eigentliches Diensthandy, \u201ebleibt sicher\u201c, gibt sich Quelle \u00fcberzeugt. Schlie\u00dflich sei die Sicherheit offen nachvollziehbar. Sie beruhe auf der Secusmart Security Card, einer Micro-SD-Karte mit integriertem Chip. Dieser Miniatur-Kryptoprozessor sorge im Handy f\u00fcr die Verschl\u00fcsselung von Sprache und Daten sowie f\u00fcr die Authentifizierung der Gespr\u00e4chsteilnehmer.<\/p>\n<h2>340 Sextillionen verschiedene Schl\u00fcssel<\/h2>\n<p>Mit Lust rechnet Quelle vor, dass sich selbst die NSA an seinem Produkt die Z\u00e4hne ausbei\u00dfen w\u00fcrde. Die verwendete AES-Verschl\u00fcsselung mit 128 Bit erm\u00f6gliche 340 Sextillionen verschiedene Schl\u00fcssel, eine 340 mit 36 Nullen. \u201eSelbst mit Spezialrechnern br\u00e4uchte man nach heutigem Stand der Technik theoretisch 149 Billionen Jahre, um diesen Code zu knacken.\u201c Das sei etwa 10.000 Mal l\u00e4nger als das Universum alt sei. \u201eDa sind auch die Vereinigten Staaten noch eine Weile besch\u00e4ftigt\u201c, sagt Quelle.<\/p>\n<p>Freilich wei\u00df auch der Secusmart-Manager, dass nicht die Technik die Sicherheit limitiert, sondern stets der Mensch. Je sicherer, desto unbequemer werden die L\u00f6sungen. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, brauchen beide Gespr\u00e4chspartner ein hochgesichertes Handy. In der ersten Version von 2009 kam noch erschwerend hinzu, dass eine Sprachverz\u00f6gerung von rund einer Sekunde im Gespr\u00e4ch auftrat. Wer daran nicht gew\u00f6hnt war, redete dem Partner gerne mitten hinein. Bei der aktuellen Blackberry-L\u00f6sung habe man dieses Problem behoben. \u201eUnser Bestreben ist es, die Sicherheit f\u00fcr den Nutzer so einfach wie m\u00f6glich zu machen. Letztlich h\u00e4ngt die Sicherheit aber vom Nutzer selbst ab. Solange er sich im sicheren Bereich bewegt, ist er gegen Sp\u00e4hattacken gesch\u00fctzt. Schlie\u00dflich w\u00fcrde auch keiner im Winter bei kalten Temperaturen den w\u00e4rmenden Mantel an der Garderobe h\u00e4ngen lassen\u201c, sagt Quelle.<\/p>\n<p>Den \u201ew\u00e4rmenden Mantel\u201c kann sich \u00fcbrigens grunds\u00e4tzlich jeder anschaffen. \u201eJeder unbescholtene B\u00fcrger kann bei uns kaufen\u201c, sagt Quelle \u2013 ein polizeiliches F\u00fchrungszeugnis wird nicht verlangt. Die Nachfrage von Privatleuten h\u00e4lt sich jedoch in sehr engen Grenzen. Vielleicht liegt es daran, dass der Listenpreis f\u00fcr ein einzelnes Ger\u00e4t 2500 Euro betr\u00e4gt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/merkels-handys-hersteller-das-echte-kanzler-phone-ist-sicher-12634200.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/merkels-handys-hersteller-das-echte-kanzler-phone-ist-sicher-12634200.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Angela Merkels Handy abgeh\u00f6rt wurde, lie\u00df dem Hersteller den Atem stocken. Dann stellte sich heraus, dass nicht das \u201eKanzler-Phone\u201c abgeh\u00f6rt wurde, sondern ein ungesch\u00fctztes Parteihandy. 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