{"id":19034,"date":"2013-10-28T17:11:32","date_gmt":"2013-10-28T17:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19034"},"modified":"2013-10-28T17:11:32","modified_gmt":"2013-10-28T17:11:32","slug":"spanien-warnt-amerika-vor-roter-linie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19034","title":{"rendered":"Spanien warnt Amerika vor \u201eroter Linie\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Schockiert nehmen die Spanier zur Kenntnis, dass auch sie millionenfach ausgesp\u00e4ht worden sein sollen. Weil Spanien mit der NSA eng zusammenarbeitet, agierte die Regierung Rajoy bislang verhalten. Jetzt ist die Emp\u00f6rung \u00fcber den Verb\u00fcndeten umso gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Der amerikanische Botschafter in Spanien, James Costos, ist auf Weisung von Ministerpr\u00e4sident Mariano Rajoy am Montag in das Madrider Au\u00dfenministerium einbestellt worden. Er sollte dort zu Medienberichten Stellung nehmen, wonach auch Millionen Spanier, darunter Politiker, vom Geheimdienst NSA bespitzelt worden seien. Nach einem am Montag von der Zeitung \u201eEl Mundo\u201c ver\u00f6ffentlichten Artikel des Bloggers Glenn Greenwald sollen allein zwischen Dezember vorigen und Januar dieses Jahres mehr als 60 Millionen Telefonanrufe, SMS-Nachrichten und E-Mails mit Teilnehmernummern, Dauer und Ort registriert worden sein.<\/p>\n<p>Greenwald beruft sich dabei auf Dokumente des nach Russland gefl\u00fcchteten ehemaligen NSA-Analytikers Edward Snowden. Angeblich wurde der Inhalt der Gespr\u00e4che nicht belauscht.<\/p>\n<p>Botschafter Costos hatte zuletzt in einem Interview der Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c versucht, das Thema Spionage herunterzuspielen und gesagt: \u201eWas passiert ist, ist etwas, das andere auch gemacht haben.\u201c Im Licht der neuen Enth\u00fcllungen warnte jedoch Au\u00dfenminister Jos\u00e9 Manuel Garc\u00eda-Margallo jetzt vor dem \u00dcberschreiten einer \u201eroten Linie\u201c und sagte, dass Spionage, sollte sich das best\u00e4tigen, \u201ezwischen den Regierungen von Freunden und Verb\u00fcndeten absolut unannehmbar und unzul\u00e4ssig\u201c sei.<\/p>\n<h2>Spanien hat Aff\u00e4re bislang wenig thematisiert<\/h2>\n<p>Weil der Au\u00dfenminister sich am Montag zu einem Besuch in Polen aufhielt, wurde Costos von dem Staatssekret\u00e4r f\u00fcr europ\u00e4ische Angelegenheiten I\u00f1igo M\u00e9ndez de Vigo empfangen. In Spanien ist das Abh\u00f6ren von Telefongespr\u00e4chen und anderer Kommunikation ohne Zustimmung eines Richters ein strafbares Delikt. Ministerpr\u00e4sident Rajoy hatte noch am vorigen Freitag versichert, dass er bis dahin keine konkreten Belege f\u00fcr einen amerikanischen Lauschangriff auf Spanien gesehen habe. Nach einer knappen Stunde verlie\u00df der amerikanische Botschafter das Au\u00dfenministerium kommentarlos.<\/p>\n<p>Die Madrider Regierung hatte bislang in der internationalen Aff\u00e4re, die wegen der mutma\u00dflichen Bespitzelung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der brasilianischen Pr\u00e4sidentin Dilma Rousseff auch in Spanien betr\u00e4chtliches Aufsehen erregt hat, zur\u00fcckhaltend agiert. Vor allen sollte nicht die enge Zusammenarbeit der Geheimdienste beider L\u00e4nder, die sowohl in der Auseinandersetzung mit der baskischen Terrororganisation Eta als auch mit islamistischen Terroristen noch intensiviert worden war, gef\u00e4hrdet werden.<\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick kritisieren spanische Kommentatoren nun, dass der fr\u00fchere Ministerpr\u00e4sident Jos\u00e9 Mar\u00eda Aznar dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten George Bush nach den Attentaten vom 11. September 2001 eine Art \u201eCarte Blanche\u201c f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten seiner Dienste in Spanien gegeben habe.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/nsa-spionage-spanien-warnt-amerika-vor-roter-linie-12637305.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/nsa-spionage-spanien-warnt-amerika-vor-roter-linie-12637305.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schockiert nehmen die Spanier zur Kenntnis, dass auch sie millionenfach ausgesp\u00e4ht worden sein sollen. Weil Spanien mit der NSA eng zusammenarbeitet, agierte die Regierung Rajoy bislang verhalten. 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