{"id":19024,"date":"2013-08-17T16:10:02","date_gmt":"2013-08-17T16:10:02","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19024"},"modified":"2013-08-17T16:10:02","modified_gmt":"2013-08-17T16:10:02","slug":"4-rader-statt-4-heringe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19024","title":{"rendered":"4 R\u00e4der statt 4 Heringe"},"content":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal mit einem Wohnmobil auf Reisen. Gegen\u00fcber einfachem Zelten ist das vergleichsweise luxuri\u00f6s. Unser Begleiter auf einer Fahrt nach England war ein Dethleffs Globebus T4.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Zelten hat auch etwas mit Jugend zu tun. Man tut es in jungen Jahren, in erster Linie, weil es den Geldbeutel nicht so belastet. Sp\u00e4ter tut man es, weil man den Kindern ein kleines Abenteuer bieten will oder wenn es die beste M\u00f6glichkeit ist, am Ort des Geschehens zu sein, also auf einer Outdoor-Tour oder bei einem der zahlreichen Treffen oder Festivals, die den Sommer \u00fcber stattfinden. F\u00fcr uns ist das j\u00e4hrliche Land-Rover-Treffen in Billing bei Northampton eine Art Dauerl\u00e4ufer, zum elften Mal geht\u2019s dorthin, jetzt aber nicht mit einfacher Ausr\u00fcstung und altem Land Rover, sondern mit einem nagelneuen Wohnmobil, einem Dethleffs Globebus T4. Begleitet werden wir von einem Land Rover Discovery, dessen Besatzung ganz klassisch campiert.<\/p>\n<p>Der Globebus ist mit einer L\u00e4nge von 6,71 Meter schon ein ordentliches Trumm, mit einem zul\u00e4ssigen Gesamtgewicht von 3,499 Tonnen nutzt er die F\u00fchrerscheinklasse voll aus. Wie die Mehrzahl aller in Deutschland zugelassenen Wohnmobile basiert es auf dem Fiat Ducato. Die Wohnmobilhersteller kaufen den sogenannten \u201eWindlauf\u201c, also Rahmen, Motor und Getriebe nebst Armaturenbrett, den Ausbau zum fahrenden Haus \u00fcbernehmen sie. Unser Globebus ist auf zwei Personen zugeschnitten. Wohnraum und Fahrerhaus bilden eine Einheit (wie bei jedem modernen Fahrzeug), ins Innere gelangt man von dort oder \u00fcber eine weitere T\u00fcr an der rechten Seite. Superschick ist die elektrisch ausfahrbare Trittstufe.<\/p>\n<p>Direkt hinter dem Fahrerhaus ist links ein kleiner, verschiebbarer Tisch, an dem in Fahrtrichtung zwei weitere Personen auf einer Bank sitzen k\u00f6nnen (und sich auch anschnallen). Selbstverst\u00e4ndlich sind die vorderen Sitze drehbar, so dass sich vier Personen um das Tischchen gruppieren k\u00f6nnen. Weil wir an diesem lange Wochenende in England fast immer bestes Wetter hatten, sa\u00dfen wir nur einen verregneten Abend lang im Wohnmobil. Aber allein diese M\u00f6glichkeit ist gegen\u00fcber einem (kleinen) Zelt schon der pure Luxus.<\/p>\n<h2>Der Kofferraum fasst mehr als 2000 Liter<\/h2>\n<p>Vom Rest des Angebots gar nicht zu reden. Gleich links neben der Aufbaut\u00fcr ist das \u201eDethleffs Gourmet-Center\u201c installiert, die Kochstelle mit Drei-Flammen-Gasherd nebst kleiner Sp\u00fcle. In Kopfh\u00f6he schlie\u00dfen sich zwei Schr\u00e4nkchen an, unten gibt es neben dem K\u00fchlschrank weiter Staum\u00f6glichkeiten f\u00fcr Geschirr und Proviant. Der K\u00fchlschrank fasst 100 Liter inklusive eines kleinen Gefrierfachs. Auch sein Vorhandensein ist f\u00fcr den Zeltmenschen eine Offenbarung.<\/p>\n<p><!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Dem K\u00fcchenblock gegen\u00fcber findet sich die kleine Nasszelle, der n\u00e4chste Luxus. Sie erspart den Gang zu den \u00f6ffentlichen WCs, die auf fast allen Campingpl\u00e4tzen dieser Welt zu w\u00fcnschen \u00fcbriglassen. Dethleffs hat hier aus kleinstem Raum das Optimale herausgeholt. Es gibt eine Dusche, kombiniert mit einer Toilette. Im hinteren Bereich des Globebus finden sich schlie\u00dflich links und rechts zwei Einzelbetten mit Lattenrost. Unter den Betten sollte die Kleidung verstaut werden, einen hohen Schrank im klassischen Sinne gibt es nicht. Beide Schl\u00e4fer k\u00f6nnen durch Seitenfenster herausschauen, auch neben dem Tisch ist ein Fenster. Dachluken gibt es drei im Dethleffs: eine gro\u00dfe \u00fcber dem Fahrerhaus, eine im mittleren Bereich und eine weitere hinten im Schlafgemach. Alle Fenster, auch die des Fahrerhauses, k\u00f6nnen mit Jalousien blickdicht verschlossen werden.<\/p>\n<p>Unten im Heck ist der von rechts au\u00dfen zug\u00e4ngliche \u201eKofferraum\u201c f\u00fcr gro\u00dfes Gep\u00e4ck. Hier finden sich die Gasflaschen (zwei St\u00fcck je 11 Kilogramm). Netto misst der Stauraum 1,98\u00d70,98\u00d71,10 Meter, er hat somit ein Volumen von mehr als 2000 Liter. Normale Fahrr\u00e4der m\u00fcssen auf den Hecktr\u00e4ger, nur Faltr\u00e4der passen in das Gep\u00e4ckabteil. Zur Technik: Dem Wohnmobil lag eine Beschreibung bei, die vor Fahrtantritt unbedingt gelesen werden sollte, so steht es dick drauf. Es sind mehr als 240 Seiten DIN A4. Wir haben nur gelegentlich geschaut, hatten den Dethleffs aber auch \u201eready to use\u201c \u00fcbernommen. Aber ganz ohne geht es nicht. Der K\u00fchlschrank l\u00e4uft entweder auf Gas, auf Strom aus der Bordbatterie (w\u00e4hrend der Fahrt) oder auf Strom aus einem Au\u00dfenanschluss. Stellt man ihn auf Automatik, sucht er sich selbstt\u00e4tig die beste M\u00f6glichkeit aus. Ist Strom vorhanden, ist Anst\u00f6pseln ans Netz das Erste, was man nach der \u201eLandung\u201c tut.<\/p>\n<h2>Rund 850 Euro je Woche<\/h2>\n<p>Der Wassertank fasst 114 Liter, davon sind 20 im Warmwasserboiler. Wer duschen will, muss vorher heizen, was aber in wenigen Minuten erledigt ist. F\u00fcr die Duschkabine sind 1,86 Meter K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe etwas zu lang, eng ist es ohnehin, aber es geht. Selbst in einem relativ gro\u00dfen Wohnmobil muss man sich gut organisieren, sonst versinkt man schnell im Chaos. Die Kassettentoilette (von Thetford) ist ein separates System. Ist sie voll, zieht man den Kasten mit den Hinterlassenschaften von au\u00dfen an der Seite heraus. Campingpl\u00e4tze haben eigene Bereiche, wo der Inhalt entsorgt werden kann. Den Abwassertank (90 Liter) kann man auch \u00fcber einem Gully entleeren. Den Frischwassertank f\u00fcllt man von au\u00dfen mit einem Schlauch. Ist dazu keine M\u00f6glichkeit, bleibt nur das Einf\u00fcllen peu \u00e0 peu per Gie\u00dfkanne oder \u00c4hnliches.<\/p>\n<p>Auf der Stra\u00dfe erwies sich der Fiat mit seinem Zwei-Liter-Turbo-Dieselmotor und 177 PS (130 kW) als potenter Partner, in der Spitze sind sogar 150 km\/h m\u00f6glich. Nat\u00fcrlich ist der Wagen mit seinem hohen Aufbau (H\u00f6he 2,62 Meter) relativ seitenwindempfindlich. Der Durchschnittsverbrauch belief sich auf 10,8 Liter f\u00fcr 100 Kilometer. Volltanken l\u00e4sst sich der Tank ungew\u00f6hnlich leicht, man sollte nur nicht den Wassertank bef\u00fcllen, was ein Tankwart um ein Haar getan h\u00e4tte. Unser Dethleffs Globebus T4 kostet ohne Extras rund 56.000 Euro. Doch kaufen muss nicht sein. Unter <a href=\"http:\/\/www.mcrent.de\/\">www.mcrent.de<\/a> kostet ein Dethleffs dieser Gr\u00f6\u00dfe rund 850 Euro je Woche in der Hochsaison. Einen 8,62 Meter langen Luxusliner gibt es f\u00fcr 1344 Euro. McRent hat 18 Standorte in Deutschland. Nachteil des Wohnmobilausflugs: Kinder wollen danach nie mehr zelten.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/urlaub-mit-dem-wohnmobil-4-raeder-statt-4-heringe-12536182.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/urlaub-mit-dem-wohnmobil-4-raeder-statt-4-heringe-12536182.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal mit einem Wohnmobil auf Reisen. Gegen\u00fcber einfachem Zelten ist das vergleichsweise luxuri\u00f6s. 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