{"id":19022,"date":"2013-08-20T16:10:01","date_gmt":"2013-08-20T16:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19022"},"modified":"2013-08-20T16:10:01","modified_gmt":"2013-08-20T16:10:01","slug":"dieser-weg-ins-netz-will-ein-besonders-leichter-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19022","title":{"rendered":"Dieser Weg ins Netz will ein besonders leichter sein"},"content":{"rendered":"<p>Das Internet ist mit \u201eAudi Connect\u201c im A3 Sportback schnell eingerichtet. Die E-Mail im Fahrzeug geh\u00f6rt ebenfalls dazu. Spracherkennung gibt es leider nur f\u00fcr SMS.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Dass alle namhaften Fahrzeugproduzenten das Internet ins Auto bringen, hat sich herumgesprochen. Wie das geschieht und welche Technik zum Einsatz kommt, ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile. Wir hatten mehrfach berichtet, zu welchen Problemen beispielsweise der Einsatz diverser Bluetooth-Profile bei der Anbindung eines Smartphones an die Fahrzeugelektronik f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Audi f\u00e4hrt nun mit seinem neuen \u201eAudi Connect\u201c vor. Im A3 Sportback kommt die am weitesten entwickelte Variante zum Einsatz. Der schon von anderen Baureihen bekannte W-Lan-Hotspot wird nahtlos ins Connect-System integriert, das wiederum mit zahlreichen neuen Funktionen gl\u00e4nzt. Wer die Umstandskr\u00e4merei bei anderen Herstellern kennt, kann zumindest auf den ersten Metern aufatmen. Eine Sim-Karte (in Normalgr\u00f6\u00dfe) mit Datenkontingent wird im Handschuhfach in die Kommunikationsbox gesteckt, das ist schon alles. Den Zugangspunkt zum Netz holt sich das Bordsystem MMI selbstt\u00e4tig, und man kann festlegen, ob eine Datenverbindung automatisch oder nur nach R\u00fcckfrage aufgebaut werden soll. Wer es g\u00fcnstig will, kauft eine Sim-Karte mit Prepaid-Vertrag.<\/p>\n<p>Das eigene Smartphone f\u00fcr Telefonie und Musikwiedergabe nimmt wie gehabt mit Bluetooth den Kontakt zum Infotainmentsystem auf. Dass zwei verschiedene Mobilfunkzug\u00e4nge an Bord sind, macht sich im Alltagseinsatz nicht st\u00f6rend bemerkbar. Auch mit der Daten-Sim-Karte kann man telefonieren, das sei nur am Rande angemerkt, und ferner: Wer eines der wenigen Handys mit Sim-Access-Profil hat, kann auch dieses f\u00fcr die Konnektivit\u00e4t verwenden.<\/p>\n<p><!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Insgesamt ist die eigene Sim-Karte f\u00fcr Daten eine sch\u00f6ne, einfache und sichere Sache. Auf Knopfdruck baut das Datenmodul ferner den besagten W-Lan-Hotspot f\u00fcr die Passagiere auf, was will man mehr? Der Fahrer bekommt mehr, n\u00e4mlich eine ganze Reihe neuer Dienste, darunter vorlesbare Nachrichten oder Flug-, Bahn- und Parkplatzinformationen. Wichtig und sinnvoll sind Premium-Verkehrsinfos mit aktuellen Staudaten. Einiges ist aber nur gut gemeint, etwa die Online-Auskunft zu den Kraftstoffpreisen an Tankstellen in der N\u00e4he, die w\u00e4hrend unserer Probefahrten sechs Tage alt und somit nur von historischem Wert waren. Facebook und Twitter geh\u00f6ren zum ersten Mal dazu, darauf kommen wir sp\u00e4ter zur\u00fcck, und die Navigation mit Google-Earth-Darstellung sowie Google-Sonderzielsuche gab es bereits in \u00e4lteren MMI-Anlagen.<\/p>\n<p>Neu und spektakul\u00e4r ist nun die E-Mail im Audi. Die elektronische Post wird auf dem Bordmonitor angezeigt und von einer synthetischen Stimme vorgelesen, damit die Ablenkung gering bleibt. W\u00e4hrend der Fahrt sieht man aus diesem Grund nur die ersten Zeilen der Nachricht. Um das Ganze abermals einfach zu machen, ist keine E-Mail-Konfiguration im Fahrzeug erforderlich, vielmehr werden mit dem Bluetooth-Profil Message Access (Map) ohne jede Fummelei s\u00e4mtliche Inhalte vom Smartphone \u00fcbernommen. Der Pferdefu\u00df besteht darin, dass derzeit lediglich die Blackberrys das Map hinreichend gut beherrschen. Apple behauptet zwar, das iPhone 5 einschlie\u00dflich iOS 6 erlaube ebenfalls Map, aber das ist nicht richtig. Wir haben in Cupertino nachgefragt &#8211; und keine Antwort erhalten.<\/p>\n<p>Der von uns eingesetzte Blackberry Z10 wurde also mit Bluetooth angebunden, anschlie\u00dfend sieht man im Telefonmen\u00fc des MMI den neuen Eintrag \u201eMitteilungen\u201c. Hier sind untereinander der SMS-Posteingang sowie alle E-Mail-Konten aufgef\u00fchrt, allerdings nur mit \u201eBlackberry\u201c beschriftet, nicht mit dem Kontonamen. Einzelne Nachrichten lassen sich mit dem Controller \u00f6ffnen, man kann (im stehenden Fahrzeug) durch den Text bl\u00e4ttern oder, wie gesagt, die Vorlesefunktion nutzen. Telefonnummern in der E-Mail werden auf Wunsch erkannt, extrahiert und gew\u00e4hlt. W\u00e4hrend der Fahrt kann man mit Textbausteinen antworten, mehr nicht. Im stehenden Auto \u00f6ffnet sich zus\u00e4tzlich ein Textfeld, hier l\u00e4sst sich mit dem auf dem Controller malenden Finger sowie der bew\u00e4hrten \u201eHandschrifterkennung\u201c anschlie\u00dfend jedweder Text eingeben. Das geht hinreichend flott, ist aber nur eine Behelfsl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Der spannende Aspekt ist vielmehr, dass man unterwegs informiert bleibt, ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu m\u00fcssen. H\u00e4ufig reichen ja schon Absender und Betreff der Nachricht f\u00fcr eine erste Orientierung. Nach kurzer Zeit will man eine solche E-Mail-Funktionalit\u00e4t f\u00fcr das Bordsystem nicht mehr missen. Schade, dass sie derzeit nur mit dem Blackberry funktioniert. Im Vergleich mit der \u00e4hnlichen L\u00f6sung von BMW fehlen etliche Feinheiten, die Audi-Software ist schlichter. Und es fehlt die M\u00f6glichkeit, E-Mails zu diktieren.<\/p>\n<p>Das ist um so kurioser, als die entsprechende Spracherkennung \u201eDragon Drive Messaging\u201c durchaus eingebaut ist, sie dient aber bei Audi allein dem Diktat von SMS-Nachrichten. Die Technik stammt von Nuance, zu Beginn ist eine Lizenz freizuschalten, die in unserem Fahrzeug anschlie\u00dfend f\u00fcr drei Jahre unentgeltlich bereitgestellt wurde. Nach der Auswahl des SMS-Empf\u00e4ngers kann man rund 30 Sekunden in einem Rutsch diktieren, bevor die Transkription des Audioschnipsels auf Nuance-Servern in Amerika erfolgt. Das Ergebnis wird via Mobilfunk zur\u00fcckgeschickt, eine gute Netzversorgung ist also vonn\u00f6ten. Im Vergleich mit BMW ist die Erkennungsleistung identisch, sie erreicht nicht ganz das Niveau von Apples Siri in ruhiger Umgebung.<\/p>\n<p>Das Problem sind die Nebenger\u00e4usche des Fahrzeugs. Wie im BMW gilt: Die Erkennung arbeitet ohne vorheriges Sprechertraining, verzichtet auf ein pers\u00f6nliches Sprachmodell und ist nicht lernf\u00e4hig. Es wird also nur ein Alltagsvokabular unterst\u00fctzt, das sich nicht um individuelle Sprechweisen oder Eigennamen erg\u00e4nzen l\u00e4sst. Die Bedienung ist etwas sperriger und hakeliger als bei BMW, und die Korrekturoptionen sind bei beiden Herstellern unzureichend. F\u00fcr ein schnell diktiertes \u201eKomme sp\u00e4ter\u201c an die Lieben daheim ist Dragon Drive Messaging jedoch eine tolle Sache.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/audi-connect-dieser-weg-ins-netz-will-ein-besonders-leichter-sein-12537550.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/audi-connect-dieser-weg-ins-netz-will-ein-besonders-leichter-sein-12537550.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Internet ist mit \u201eAudi Connect\u201c im A3 Sportback schnell eingerichtet. Die E-Mail im Fahrzeug geh\u00f6rt ebenfalls dazu. 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