{"id":19012,"date":"2013-08-26T16:10:00","date_gmt":"2013-08-26T16:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=19012"},"modified":"2013-08-26T16:10:00","modified_gmt":"2013-08-26T16:10:00","slug":"der-feind-in-meinem-bett","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=19012","title":{"rendered":"Der Feind in meinem Bett"},"content":{"rendered":"<p>Der Mokka ist zum Verkaufsschlager von Opel geworden. Jetzt aber tritt der nahezu identische Trax der Schwestermarke Chevrolet an. Was kommt heraus, wenn zwei das Gleiche tun?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Im Adam-Opel-Haus wird immer noch eher Sprudel statt Sekt getrunken. Die Krise ist noch lange nicht \u00fcberstanden, aber man w\u00e4hnt sich auf einem guten Weg. Vor allem der Mokka, ein pfiffiges Kompakt-SUV, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/opel-mokka-macht-munter-12223362.html\">steht in der Kundengunst weit oben<\/a>. Wer in diesem Sommer einen bestellt, wird nicht vor Fr\u00fchjahr mit dem Neuwagen bedient. Aber jetzt gibt es Konkurrenz im eigenen Haus. Eine weitere Tochtergesellschaft des Konzerns General Motors bringt das baugleiche Modell unter ihrem Markenzeichen auf den Markt. Der Chevrolet Trax wird im selben koreanischen GM-Werk gebaut, und wer die optischen Unterschiede feststellen m\u00f6chte, muss schon genau hinsehen.<\/p>\n<p>4,28 Meter lang ist der Mokka und \u00fcbertrifft den Trax damit um knapp drei Zentimeter. Das liegt an den Sto\u00dff\u00e4ngern des Opel, die wuchtiger ausgeformt sind. In H\u00f6he und Breite sind beide identisch. Unterschiede gibt es au\u00dferdem an den Scheinwerfern und am K\u00fchlergrill. Eine Chromspange ziert den des Mokka, das Chevrolet-Kreuz prangt auf der Mitte der lackierten Strebe, die den Grill des Trax horizontal teilt. Innen werden die Unterschiede deutlicher, viel unverkleidetes Blech im Trax, weiche Umh\u00fcllungen im Opel. Dessen Materialzusammenstellung hinterl\u00e4sst den besseren Eindruck. Die Sitze der Marke mit dem Blitz sind wohl ausgeformt, bieten guten Seitenhalt. Ihr Komfort kann mit der Bestelloption Ergonomiesitze nochmals verbessert werden. Im Trax sitzt der Fahrer h\u00f6her, muss aber auf glatten Polstern Platz nehmen und ist w\u00e4hrend Kurvenfahrten st\u00e4ndig in Bewegung. Auch dieser Punkt geht an Opel.<\/p>\n<h2>Opel erf\u00fcllt Sonderw\u00fcnsche<\/h2>\n<p>Die Nase vorn beim Infotainment-System hat jedoch der Chevrolet. Das internetf\u00e4hige My-Link gibt es von den R\u00fcsselsheimern bislang nur im Kleinwagen Adam, im Mokka muss sich der Fahrer durch die vielen Kn\u00f6pfe der Mittelkonsole arbeiten, wenn er Navigation oder Audioanlage bedienen will. Daf\u00fcr gibt es hier die hilfreichen Anzeigen des Bordcomputers gleich dazu. Die Wegweisung im Trax funktioniert allerdings nur, wenn die Anlage mit einem Smartphone gekoppelt ist. Wir wollen das als Gleichstand zwischen den beiden Kontrahenten werten.<\/p>\n<p>Die Variabilit\u00e4t des Innenraums ergibt einen Punkt f\u00fcr den Trax, die nach vorn umzuklappende Lehne des Beifahrersitzes erlaubt den Transport sperriger Gegenst\u00e4nde eher als die begrenzte Laderauml\u00e4nge des Mokka.<\/p>\n<p>Das Motorenangebot umfasst bei beiden den betagten 1,6-Liter-Benziner mit 85 kW (115 PS) und den weit moderneren 1,4-Liter-Turbo mit 103 kW (140 PS). Bislang einziger Diesel im Programm ist der 1,7-Liter-Motor mit 96 kW (130 PS). Wer ihn bestellen will, wird auch beim Trax Geduld aufbringen m\u00fcssen. Zun\u00e4chst seien alle Selbstz\u00fcnder f\u00fcr den Mokka vorgesehen, sagt ein H\u00e4ndler. Die Kombinationsm\u00f6glichkeiten mit einem sechsstufigen Automatikgetriebe und die Koppelung mit dem Allradantrieb unterscheidet sich geringf\u00fcgig. Bei Opel gibt es das 4\u00d74-System f\u00fcr den Turbomotor und den Diesel, jeweils nur in Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe. Der 1,4-Liter-Benziner mit Frontantrieb ist bei Chevrolet nicht im Programm.<\/p>\n<p><!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Die Ausstattung ist es schlie\u00dflich, die beide Kompakt-SUV auf eigenen Wegen fahren l\u00e4sst. Der Trax wird in vier Versionen angeboten. Bei Opel finden sich nur drei Ebenen, in der Selection-Ausf\u00fchrung geht allein der 1,6-Liter-Benziner an den Start, alle anderen sind wenigstens auf dem Edition-Niveau ausger\u00fcstet oder stehen in der Spitzenversion Innovation bereit. Im Basismodell von Chevrolet etwa ist die bei Opel serienm\u00e4\u00dfige Klimaanlage mit 1000 Euro Zuzahlung in der Liste zu finden, was die Kaufpreisdifferenz der Einstiegsmodelle beider Marken erheblich relativiert.<\/p>\n<p>Ohnehin sind die Ausstattungen des Trax trotz bunter Vielfalt eingeschr\u00e4nkt. Sonderw\u00fcnsche werden in gr\u00f6\u00dferem Umfang nur von Opel erf\u00fcllt. So sind bei Chevrolet lediglich die Posten f\u00fcr die erw\u00e4hnte Klimaanlage und die Metalliclackierung (490 Euro) zu finden. Feinere Zutaten wie etwa das Winterpaket mit der Lenkradheizung (350 Euro) oder das adaptive Fahrlicht stehen beim Trax nicht zur Wahl. Wohl aber im Mokka. Der bekommt auf Wunsch au\u00dferdem f\u00fcr g\u00fcnstige 700 Euro das komplette Programm der Assistenzsysteme mit Kollisionswarnung, Verkehrsschilderkennung und Spurhaltehelfer. Exklusiv wird er obendrein mit dem pfiffigen Fahrradtr\u00e4ger Flexfix ausger\u00fcstet, der bei Nichtgebrauch im hinteren Sto\u00dff\u00e4nger verschwindet und ausgefahren bis zu vier Bikes transportieren kann.<\/p>\n<h2>Opel Mokka &#8211; der eineiige Zwilling f\u00fcr Individualisten<\/h2>\n<p>Optisch muss der Trax-Fahrer zudem hinnehmen, was er laut Ausstattungsliste geliefert bekommt. Opel dagegen bietet findige Optionen wie das OPC-Line-Paket an, das dem Mokka mit Lippen an Front- und Hecksto\u00dff\u00e4ngern und betonten Seitenschwellern einen st\u00e4rkeren Auftritt beschert. Auch die praktischen Helfer im Alltag geben dem Mokka einen Vorsprung. Eine Gummimatte oder eine wasserdichte Wanne f\u00fcr den Laderaum sind ebenso im Angebot wie die faltbare Unterteilung des Frachtabteils f\u00fcr bessere Ladungssicherheit.<\/p>\n<p>So ist der deutsche Part der eineiigen Zwillinge die richtige Wahl f\u00fcr jene, die ihr Auto individualisieren m\u00f6chten, Wert auf mehr Sicherheit legen und ohnehin ein mittlerweile wieder deutlich besseres Image bevorzugen, als es die Marke Chevrolet bieten kann. Schlie\u00dflich wurde der Mokka j\u00fcngst von den Lesern der Fachzeitschrift \u201eOff Road\u201c zum beliebtesten Kompakt-SUV in Deutschland gew\u00e4hlt. Der Trax ist eine Empfehlung f\u00fcr Kunden, die sich mit Garderobe von der Stange anfreunden k\u00f6nnen und ein g\u00fcnstiges SUV-Angebot mit preiswerter Ausstattung suchen. Die Preise der vergleichbaren Modelle liegen bei 22790 Euro f\u00fcr den Trax 1,4 LT AWD und 24185 Euro f\u00fcr den Mokka 1,4 Turbo 4\u00d74 Edition. Chevrolet ist sich bewusst, dass der Trax unter diesen Bedingungen eine Randerscheinung bleiben wird. Mehr als 60Prozent der Interessenten an diesem Segment w\u00fcrden sich im Zweifel f\u00fcr eine deutsche Marke entscheiden. Selbst wenn das Fahrzeug eigentlich aus Fernost kommt. Und falls das doch ein Nachteil sein sollte? Auch darauf hat Opel unter seinem neuen Vorstandsvorsitzenden eine Antwort gefunden. Der Mokka wird von Mitte kommenden Jahres an auch in Europa (Spanien) und nicht mehr allein in Korea produziert werden. Es scheint, als weise General Motors seinen Familienmitgliedern allm\u00e4hlich klarere Rollen zu. Vern\u00fcnftig w\u00e4re es.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/opel-mokka-vs-chevrolet-trax-der-feind-in-meinem-bett-12544717.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/opel-mokka-vs-chevrolet-trax-der-feind-in-meinem-bett-12544717.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mokka ist zum Verkaufsschlager von Opel geworden. Jetzt aber tritt der nahezu identische Trax der Schwestermarke Chevrolet an. 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