{"id":18922,"date":"2013-01-19T16:09:32","date_gmt":"2013-01-19T16:09:32","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18922"},"modified":"2013-01-19T16:09:32","modified_gmt":"2013-01-19T16:09:32","slug":"die-analoge-digitalkamera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18922","title":{"rendered":"Die analoge Digitalkamera"},"content":{"rendered":"<p>Die Fujifilm X-E1 erinnert an eine alte Leica. Selbst das Bedienkonzept folgt dem Retrotrend. Und der Verschluss schnappt so dezent, dass man gar nicht anders kann, als nebendran mal das Original schnalzen zu lassen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Es war einmal, von den neunzehnhundertsechziger bis zu den achtziger Jahren, da gab es eine Leica M ohne Sucherfenster. Sie wurde f\u00fcr technische Anwendungen mit einem Spiegelkasten benutzt oder zum Beispiel als modifiziertes Sondermodell von der Post, um den Stand von Telefoneinheiten-Z\u00e4hlern zu dokumentieren. An diese Leica MD und MDa erinnert die Fujifilm X-E1, \u00e4hnlich wie die gerade aktualisiert vorgestellte X-100 an die Leica M gemahnt. Diese formale Anlehnung f\u00fchrt bei den X-Modellen von Fujifilm von der X-10 oder X-20 bis zur X-1 Pro zu einer zwar entlehnten, nichtsdestoweniger aber \u00fcberzeugenden Familien\u00e4hnlichkeit. Doch ein Blick durch den vorz\u00fcglich fein zeichnenden elektronischen Oled-Sucher (knapp 2,4 Millionen Bildpunkte) oder aufs klein wirkende 2,8-Zoll-Display gen\u00fcgt, und man wei\u00df, dass man eine Fuji in der Hand hat. Von der Billigknipse auf dem Grabbeltisch bis zur hochambitionierten X-Serie r\u00e4umt Fuji Sucheransichten und Men\u00fcs auf die gleiche \u00fcbersichtliche Art auf.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst findet man an der X-E1 kein W\u00e4hlrad f\u00fcr die Betriebsart, sondern sie ist entweder Blenden- oder Programmautomat. Neben der prominent plazierten Belichtungskorrektur f\u00fchrt ein klassisches Zeitenwahlrad von B bis 1\/4000 Sekunde, vermehrt um ein rotes A, zu diesen beiden Betriebsarten. Die Kamera arbeitet als Zeitautomat, wenn die Automatikblende am Objektiv deaktiviert und die Blende mit einem &#8211; nicht markierten, sondern nur im Sucher oder auf dem Monitor numerisch ablesbaren &#8211; Drehring wie in der guten alten Zeit gew\u00e4hlt wird. Wenn Fujifilm grunds\u00e4tzlich richtig hervorhebt, \u201eAnaloge Bedienelemente erm\u00f6glichen einen schnellen \u00dcberblick \u00fcber die Einstellungen\u201c, trifft das bei Zeitautomatik nicht ganz zu: Da ist es nicht das Bedienelement.<\/p>\n<h2>Was sich drehen l\u00e4sst, dreht sich leicht und satt<\/h2>\n<p>Auf alle F\u00e4lle aber kann man in wechselnden Betriebsarten und Einstellungen mit der Kamera arbeiten, ohne sie vom Auge absetzen zu m\u00fcssen. An alles, was man daf\u00fcr braucht, kommt man flink heran. Und das nicht etwa, weil die Kamera mit dezidierten Kn\u00f6pfchen \u00fcbers\u00e4t w\u00e4re. Stattdessen gibt es eine Funktionstaste, die vom Benutzer belegt werden kann. Und nach einem Druck auf die Q-Taste l\u00e4sst sich auf die als Matrix dargestellte F\u00fclle der M\u00f6glichkeiten zur Bildbeeinflussung zugreifen. Zwischen denen navigiert man mit dem Cursor der vier Pfeiltasten hin und her, um die Einstellungen mit einem Daumenrad zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Dabei f\u00e4llt dann zum Beispiel auf, dass es kein 4:3-Bildformat gibt. Und umgekehrt: dass sich nicht weniger als sieben benutzerspezifische Konfigurationen speichern und abrufen lassen. Dass sich die automatische Empfindlichkeitseinstellung sehr sch\u00f6n abgestuft nach oben begrenzen l\u00e4sst, w\u00e4hrend die manuelle sich \u00fcber die Grenze von ISO 6400 hinaus in zwei Stufen bis auf ISO 25.600 hochschrauben l\u00e4sst. Der Sensor, ein X-Trans CMOS im APS-C-Format 23,6 \u00d7 15,6 Millimeter, liefert rund 16 Megapixel gro\u00dfe Bilder &#8211; im klassischen Format 3:2 maximal 4896 \u00d7 3264 Bildpunkte &#8211; von \u00fcberzeugender Qualit\u00e4t mit dem optisch bildstabilisierenden Wechselobjektiv Fujinon XF 1:2,8-4\/ 18-55mm.<\/p>\n<p>Zuletzt: Die Kamera, deren Geh\u00e4use f\u00fcr rund 900 Euro und die im Kit f\u00fcr knapp 1500 Euro gehandelt wird, f\u00fchlt sich einfach gut an beim Aufnehmen sch\u00f6ner Bilder. Was sich drehen l\u00e4sst, dreht sich leicht und satt, alles wirkt solide. Der Verschluss schnappt so dezent, dass man gar nicht anders kann, als nebendran mal eine Leica schnalzen zu lassen. Nein, f\u00fcr diese Kamera m\u00fcsste man sich auch in Solms oder Wetzlar nicht sch\u00e4men.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/fujifilm-x-e1-die-analoge-digitalkamera-12024188.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/fujifilm-x-e1-die-analoge-digitalkamera-12024188.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fujifilm X-E1 erinnert an eine alte Leica. Selbst das Bedienkonzept folgt dem Retrotrend. 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