{"id":18890,"date":"2013-02-06T16:09:25","date_gmt":"2013-02-06T16:09:25","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18890"},"modified":"2013-02-06T16:09:25","modified_gmt":"2013-02-06T16:09:25","slug":"viele-erdahnliche-objekte-in-der-milchstrase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18890","title":{"rendered":"Viele erd\u00e4hnliche Objekte in der Milchstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Exoplaneten, die der Erde \u00e4hnlich sind, sind offenkundig h\u00e4ufiger als gedacht. Allein in der Milchstra\u00dfe erwarten amerikanische Forscher 4,5 Milliarden erdgro\u00dfe Planeten. Schon wird spekuliert, ob es auf den Supererden Leben gibt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">In der Milchstra\u00dfe k\u00f6nnten einige Milliarden erd\u00e4hnliche Planeten existieren, einige davon sogar in kosmischer Nachbarschaft, in einer Entfernung von nur dreizehn Lichtjahren. Zu diesem Schluss sind jetzt Astronomen des Harvard-Smithsonian-Zentrums f\u00fcr Astrophysik in Massachusetts gekommen.<\/p>\n<p>Die Forscher um <a href=\"https:\/\/www.cfa.harvard.edu\/~cdressing\/contact.html\">Courtney Dressing <\/a>haben die j\u00fcngsten Daten des Weltraumteleskops \u201eKepler\u201c der amerikanischen Raumfahrtbeh\u00f6rde Nasa ausgewertet, das den Himmel nach Exoplaneten absucht. Die Forscher um Courtney Dressing analysierten  158 000 von Kepler ins Visier genommene Rote Zwergsterne \u2013 kleine sonnen\u00e4hnliche Sterne fortgeschrittenen Alters &#8211;  und identifizierten dabei insgesamt 95 m\u00f6gliche Planeten, die offenbar einige dieser kleinen alten Sonnen umkreisen. Darunter waren auch drei etwa erdgro\u00dfe Objekte, mit Temperaturen, unter denen fl\u00fcssiges  Wasser vorkommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Inflation von Supererden?<\/strong><\/p>\n<p>Die Forscher glauben, dass sie mit \u201eKepler\u201c bei den untersuchten Sternen bei weitem nicht alle Planeten  entdeckt haben. Das Teleskop kann n\u00e4mlich nur diejenigen Objekte registrieren, die  direkt vor den Sternen vor\u00fcberziehen. Sie  sch\u00e4tzen, dass etwa sechs Prozent aller Roten Zwerge \u2013 sie sind der h\u00e4ufigste Sternentyp in der Milchstra\u00dfe \u2013 von erd\u00e4hnlichen Planeten umrundet werden. So kommen Dressing und ihre Kollegen \u2013 bei mindestens 75 Milliarden Roten Zwergen in unserer Galaxie \u2013 auf insgesamt 4,5 Milliarden erd\u00e4hnliche Planeten.  Der n\u00e4chste w\u00e4re danach in nur 13 Lichtjahren Entfernung zu erwarten, wie sie in der Zeitschrift \u201eThe Astrophysical Journal\u201c berichten. Im Vergleich zum Durchmesser der Milchstra\u00dfe von 100 000 Lichtjahren ein kosmischer Katzensprung.<\/p>\n<p><strong>Lebensfeindlich oder -freundlich?<\/strong><\/p>\n<p>Diese Welten w\u00fcrden sich nach Ansicht der Astronomen allerdings stark von der  unseren unterscheiden. Denn Rote Zwerge sind deutlich k\u00fchler als unsere Sonne. Entsprechend m\u00fcssen Planeten sie viel enger  umkreisen, damit sie sich in der sogenannten bewohnbaren Zone bef\u00e4nden,  wo Wasser fl\u00fcssig w\u00e4re. In so geringer Entfernung w\u00fcrden Planeten in der Regel aber eine gebundene Rotation um ihren Stern ausf\u00fchren, ihm also stets dieselbe Seite zukehren &#8211; so wie der Mond der Erde. Au\u00dferdem w\u00e4re die Oberfl\u00e4che einer starken  Ultraviolettstrahlung  ausgesetzt. <\/p>\n<p>Das w\u00fcrde nach Ansicht der Forscher die Chancen auf Leben jedoch nicht schm\u00e4lern. \u201eMan braucht keinen Erdenklon, um Leben zu erm\u00f6glichen\u201c, betonte Dressing. Eine dichte Atmosph\u00e4re oder ein tiefer Ozean k\u00f6nnten etwa die W\u00e4rme \u00fcber den ganzen Planeten verteilen und die Strahlung abschirmen.<\/p>\n<p><strong>Auf geht`s,  wir suchen nach Leben<\/strong><\/p>\n<p>  \u201eWir kennen jetzt die H\u00e4ufigkeit von bewohnbaren Planeten bei den h\u00e4ufigsten Sternen unserer Galaxie\u201c, erl\u00e4utert Dressings Kollege   David Charbonneau. \u201eDiese H\u00e4ufigkeit legt nahe, dass es deutlich leichter sein wird, nach Leben jenseits unseres Sonnensystems zu suchen, als wir zuvor gedacht haben.\u201c  <\/p>\n<p>Da Rote Zwerge viel \u00e4lter werden als unsere Sonne, k\u00f6nnten erd\u00e4hnliche Gesteinsplaneten wom\u00f6glich schon viel fr\u00fcher im Universum entstanden sein als bislang angenommen. Damit sollte es in der Milchstra\u00dfe auch wesentlich mehr Orte geben, an denen das Leben Fu\u00df fassen konnte, spekulieren die Forscher. Hinweise auf extraterrestrisches Leben haben sie allerdings keine gefunden.<\/p>\n<p><wc><\/wc><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/planetenforschung-viele-erdaehnliche-objekte-in-der-milchstrasse-12053408.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/planetenforschung-viele-erdaehnliche-objekte-in-der-milchstrasse-12053408.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exoplaneten, die der Erde \u00e4hnlich sind, sind offenkundig h\u00e4ufiger als gedacht. Allein in der Milchstra\u00dfe erwarten amerikanische Forscher 4,5 Milliarden erdgro\u00dfe Planeten. 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