{"id":18848,"date":"2013-01-04T16:09:15","date_gmt":"2013-01-04T16:09:15","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18848"},"modified":"2013-01-04T16:09:15","modified_gmt":"2013-01-04T16:09:15","slug":"spuren-des-wachstums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18848","title":{"rendered":"Spuren des Wachstums"},"content":{"rendered":"<p>Die vergangenen 5000 Jahre pr\u00e4gten das Genom der Menschen. Es hat somit eine junge Vergangenheit, in der auch sch\u00e4dliche Mutationen entstanden, schreiben Forscher in \u201eNature\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die gro\u00dfe Mehrheit der genetischen Varianten, die in der Bev\u00f6lkerung vorkommen &#8211; sogenannte Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs) -, entstammt einer jungen Vergangenheit, berichten Forscher um Wenqing Fu von der University of Washington in Seattle in \u201eNature\u201c (doi:10.1038\/nature11690). Die Wissenschaftler entzifferten die Gene von 6515 Amerikanern europ\u00e4ischer oder afrikanischer Abstammung- ihre Forschung ist Teil des vom amerikanischen National Institute of Health (NIH) finanzierten \u201eExome Sequencing Project\u201c.<\/p>\n<h2>Sch\u00e4dliche Mutationen<\/h2>\n<p>Mehr als eine Million SNPs wurden daraus ermittelt und deren Alter mittels Computersimulation berechnet. Das Ergebnis: 73 Prozent aller SNPs in unserem Genom sind weniger als f\u00fcnftausend Jahre alt. Der Grund daf\u00fcr sei der gewaltige Wachstumsschub, den die Menschheit seit jener Zeit erlebt, schreiben die Forscher, und der eine F\u00fclle von neuen genetischen Merkmalen mit sich bringt. Mitunter aber auch sch\u00e4dliche: Die Autoren ordnen etwa vierzehn Prozent aller SNPs als nachteilig ein- sie stehen zum Beispiel mit Erbkrankheiten in Verbindung. 86 Prozent der sch\u00e4dlichen Mutationen seien in den letzten f\u00fcnftausend Jahren entstanden. Generell seien vor allem Individuen europ\u00e4ischer Abstammung von auff\u00e4llig vielen nachteiligen SNPs betroffen.<\/p>\n<p>Denn vor etwa 50 000 Jahren verlie\u00dfen sie den afrikanischen Kontinent in begrenzten Kohorten, wodurch sie unter sich ihre Defekte weiter vererbten &#8211; der sogenannte \u201eGr\u00fcndereffekt\u201c. Bei ihren zur\u00fcckbleibenden Verwandten wirkte im Gegensatz dazu die nat\u00fcrliche Selektion: Durch gro\u00dfangelegte Mischungen wurden die Mutationen effizient eliminiert. Den sch\u00e4dlichen SNPs der letzten f\u00fcnf Jahrtausende konnte die nat\u00fcrliche Selektion allerdings noch nicht entgegenwirken, schreiben die Forscher &#8211; daf\u00fcr sei es f\u00fcr die menschliche Evolution noch zu fr\u00fch. Allerdings seien wahrscheinlich auch vorteilhafte Eigenschaften entstanden, die unseren Nachfahren zugutekommen werden.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/mensch-gene\/genom-des-menschen-spuren-des-wachstums-11982052.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/mensch-gene\/genom-des-menschen-spuren-des-wachstums-11982052.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vergangenen 5000 Jahre pr\u00e4gten das Genom der Menschen. 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