{"id":18810,"date":"2013-03-22T16:09:07","date_gmt":"2013-03-22T16:09:07","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18810"},"modified":"2013-03-22T16:09:07","modified_gmt":"2013-03-22T16:09:07","slug":"bald-wieder-mehr-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18810","title":{"rendered":"Bald wieder mehr Kinder?"},"content":{"rendered":"<p>Trotz sinkender Geburtenziffer prognostizieren Bev\u00f6lkerungsforscher einen Anstieg der Geburtenrate in Deutschland. Denn Eltern bekommen heutzutage nicht weniger Kinder \u2013 sie lassen sich nur mehr Zeit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die endg\u00fcltige Geburtenrate in Deutschland wird nach Darstellung von Bev\u00f6lkerungswissenschaftlern in den kommenden Jahren wieder steigen. Es gebe Anzeichen f\u00fcr eine Trendwende, teilten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts f\u00fcr demografische Forschung in Rostock am Donnerstag mit.<\/p>\n<p>Mit den Frauen, die in den siebziger Jahren geboren wurden, steige die durchschnittliche Kinderzahl wieder. Ver\u00f6ffentlicht wurden die Ergebnisse jetzt im Wissenschaftsmagazin \u201ePopulation and Development Review\u201c- die Autoren der Arbeit sind Mikko Myrskyl\u00e4, Joshua Goldstein und Yen-hsin Alice Cheng.<\/p>\n<p>Die Rostocker Wissenschaftler haben mit neuen Berechnungsmethoden 37L\u00e4nder unter die Lupe genommen, unter denen viele bislang als Nationen mit besonders niedriger Fertilit\u00e4t galten. In 26 von ihnen steigen demnach die endg\u00fcltigen Kinderzahlen pro Frau wieder oder sie sinken entgegen dem bislang beobachteten Abw\u00e4rtstrend nicht weiter, sondern bleiben gleich.<\/p>\n<h2>Aktuell sichtbare Kinderzahl sinkt<\/h2>\n<p>Berechnet haben die Forscher die \u201eendg\u00fcltige Geburtenrate\u201c. Die Kenngr\u00f6\u00dfe wird von Demografen auch als \u201eKohortenfertilit\u00e4t\u201c bezeichnet. Sie verweist auf die endg\u00fcltige Zahl der Kinder, die Frauen eines bestimmten Geburtsjahrgangs (Kohorte) im Laufe ihres Lebens durchschnittlich bekommen. Exakt festgestellt werden kann das naturgem\u00e4\u00df nur f\u00fcr Frauen, die 50 Jahre und \u00e4lter sind und keine Kinder mehr bekommen. F\u00fcr j\u00fcngere Jahrg\u00e4nge sch\u00e4tzen die Forscher die Werte.<\/p>\n<p>Die \u201eendg\u00fcltige Geburtenrate\u201c ist nicht zu verwechseln mit den in der \u00d6ffentlichkeit als \u201eGeburtenrate\u201c bekannten Werten. Sie liegt in der Regel h\u00f6her. Die Geburtenrate, in Deutschland \u201ezusammengefasste Geburtenziffer\u201c genannt, gibt nicht die endg\u00fcltige Zahl der Kinder an, die Frauen im Laufe ihres Lebens bekommen, sondern nur die aktuell sichtbare Kinderzahl pro Frau in einem bestimmten Kalenderjahr.<\/p>\n<p>Da sich aber das Alter, in dem Frauen in den vergangenen Jahren Kinder bekommen haben, immer weiter nach hinten verschoben hat, war diese Geburtenziffer zuletzt in Deutschland gesunken. So gab das Statistische Bundesamt f\u00fcr 2011 eine \u201ePeriodenfertilit\u00e4t\u201c von 1,36 Kindern pro Frau an, die \u201eKohortenfertilit\u00e4t\u201c f\u00fcr Frauen, die im selben Kalenderjahr 35 waren, sch\u00e4tzen die Rostocker Forscher aber jetzt auf 1,54 f\u00fcr Ostdeutschland und 1,57 f\u00fcr Westdeutschland.<\/p>\n<p>Joshua Goldstein sagt: \u201eDie \u00f6ffentlich debattierten Periodenraten sind zu einem gro\u00dfen Teil deswegen so niedrig, weil die Eltern sp\u00e4ter Kinder bekommen, nicht aber weniger.\u201c F\u00fcr die heute 34 Jahre alten Frauen in Deutschland wird die Kohortenfertilit\u00e4t nach Darstellung der Rostocker Wissenschaftler bei rund 1,6 Kindern pro Frau liegen, mit steigendem Trend.<\/p>\n<p>\u201eMit den Frauen, die in den siebziger Jahren geboren wurden, kommt die Trendwende\u201c, sagt Goldstein. Im Osten markiere der Jahrgang 1971 das Ende des R\u00fcckgangs: Dessen Frauen werden nach den Berechnungen endg\u00fcltig 1,51 Kinder geboren haben. Danach steigen die Werte, und die 1979 geborenen Frauen werden schon 1,58 Kinder zur Welt gebracht haben. Im Westen erreicht die Talsohle schon der Jahrgang 1968 mit endg\u00fcltig 1,46 Kindern.<\/p>\n<p>Die nur elf Jahre j\u00fcngeren Frauen des Jahrgangs 1979 werden hingegen auf 1,57 Kinder gekommen sein, wenn sie 50 Jahre alt sind. Im Durchschnitt aller 37 untersuchten L\u00e4nder liegt die endg\u00fcltige Geburtenrate f\u00fcr den Jahrgang 1975 bei 1,77 Kindern pro Frau. Au\u00dferordentliche Zuw\u00e4chse gibt es zum Beispiel in Gro\u00dfbritannien und auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Entgegen dem allgemeinen Trend sinkt die Kohortenfertilit\u00e4t in wenigen Staaten der Welt weiter, etwa in Portugal oder Taiwan.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/geburtenrate-in-deutschland-bald-wieder-mehr-kinder-12124371.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/geburtenrate-in-deutschland-bald-wieder-mehr-kinder-12124371.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz sinkender Geburtenziffer prognostizieren Bev\u00f6lkerungsforscher einen Anstieg der Geburtenrate in Deutschland. 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