{"id":18804,"date":"2013-04-10T16:09:05","date_gmt":"2013-04-10T16:09:05","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18804"},"modified":"2013-04-10T16:09:05","modified_gmt":"2013-04-10T16:09:05","slug":"deutsche-kinder-werden-unglucklicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18804","title":{"rendered":"Deutsche Kinder werden ungl\u00fccklicher"},"content":{"rendered":"<p>Es geht ihnen materiell gut, aber ihre Unzufriedenheit w\u00e4chst: Kinder und Jugendliche aus Deutschland sind \u00fcber ihre Lebenssituation immer ungl\u00fccklicher. Das hat eine Studie des Kinderhilfswerks Unicef in 29 Industrienationen ergeben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Objektiv betrachtet geht es den Kindern und Jugendlichen in Deutschland so gut wie noch nie. Das hat eine Studie von Unicef, der Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen, ergeben. In den f\u00fcnf Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Sicherheit, Verhalten und Risiken, Wohnen und Umwelt sowie materielles Wohlbefinden belegte das Land den sechsten Platz unter 29 Industrienationen. In der Unicef-Studie von 2007 erreichte Deutschland den siebten Platz.<\/p>\n<p>Am besten schneidet die Bundesrepublik im Bereich Bildung ab. Hinter den Niederlanden und Belgien belegt sie den dritten Platz. Unicef begr\u00fcndet das mit dem guten Abschneiden der deutschen Sch\u00fcler bei den neueren PISA-Tests. Zudem lobt das Kinderhilfswerk das Bildungs- und Ausbildungssystem hierzulande. 96 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren bef\u00e4nden sich in Schule oder Ausbildung. Au\u00dferdem w\u00fcrde weniger geraucht und die Zahl von Teenager-Schwangerschaften sei weiter gesunken.<\/p>\n<h2>Einseitige Konzentration auf Leistung<\/h2>\n<p>Im Kontrast zu diesen positiven Entwicklungen steht die subjektive Wahrnehmung der Jugendlichen. Jeder siebte bewertet seine aktuelle Lebenssituation als m\u00e4\u00dfig bis negativ. Im Vergleich der Lebenszufriedenheit mit 29 Industrienationen liegt die Bundesrepublik damit auf Platz 22. Vor mehreren Jahren erreichte das Land noch Rang zw\u00f6lf. In der Spitzengruppe beim Wohlergehen der Kinder liegen die Niederlande, Norwegen, Island, Finnland und Schweden.<\/p>\n<p>\u201eDie deutschen M\u00e4dchen und Jungen stellen damit sich und ihrer Umgebung ein erschreckendes Zeugnis aus, das uns nachdenklich machen muss\u201c, sagte Hans Bertram, Mitglied des Deutschen Unicef-Komitees und Professor an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t. Die einseitige Konzentration auf Leistung f\u00fchre dazu, dass sich viele Kinder und Jugendliche ausgeschlossen f\u00fchlten. Was die relative Armut angehe, befinde sich Deutschland mit Platz 11 im oberen Mittelfeld der Industriel\u00e4nder. Dies sei aber kein Rang, um sich auszuruhen, warnte Unicef.<\/p>\n<h2>5000 Kinder und Jugendliche befragt<\/h2>\n<p>F\u00fcr diese Kategorie wurden diesmal in den 29 L\u00e4ndern mehr als 176.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren befragt, in Deutschland rund 5000. Die besten Lebensbedingungen &#8211; auch nach subjektiver Einsch\u00e4tzung der Befragten &#8211; haben laut der Studie Kinder in den Niederlanden.<\/p>\n<p>Unicef warnte vor den Folgen staatlicher Sparprogramme f\u00fcr die Kinder gewarnt. Bei der Vorstellung des Jahresberichts erkl\u00e4rte der zust\u00e4ndige Bereichsleiter Chris de Neubourg in Genf, viele Regierungen argumentierten, sie wollten durch die Schuldenreduzierung \u201ek\u00fcnftige Generationen entlasten\u201c. Wenn dies jedoch zu Einsparungen im Bildungswesen und bei der F\u00f6rderung von armen Familien f\u00fchre, so werde \u201edie Rechnung den Kindern von heute pr\u00e4sentiert\u201c, betonte de Neubourg.<\/p>\n<h2>Schlusslicht ist Rum\u00e4nien<\/h2>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Sprung nach vorne schaffte gegen\u00fcber dem Bericht von 2007 Gro\u00dfbritannien, das damals auf dem letzten Platz landete und nun auf Platz 16 von 29 vorr\u00fcckte. Das derzeitige Schlusslicht ist Rum\u00e4nien. Die USA kommen nur auf Platz 26. UNICEF wies darauf hin, dass die betr\u00e4chtliche Verbesserung in Gro\u00dfbritannien und starke Abst\u00e4nde zwischen Staaten mit vergleichbarer Wirtschaftsstruktur Beweise f\u00fcr den Nutzen politischer Ma\u00dfnahmen seien. Kinderarmut sei \u201enicht unvermeidbar\u201c.<\/p>\n<p>Griechenland und Italien befinden sich bereits in diesem Bericht, dessen Basisdaten vor dem Inkrafttreten gro\u00dfer Sparprogramme erfasst wurden, im Schlussdrittel. Portugal und Spanien werden in dem UNICEF-Bericht im Mittelfeld platziert. \u201eWir blicken mit Sorge darauf, was wir f\u00fcr den n\u00e4chten Bericht herausfinden werden\u201c, sagte de Neubourg.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/unicef-studie-deutsche-kinder-werden-ungluecklicher-12143744.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/unicef-studie-deutsche-kinder-werden-ungluecklicher-12143744.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht ihnen materiell gut, aber ihre Unzufriedenheit w\u00e4chst: Kinder und Jugendliche aus Deutschland sind \u00fcber ihre Lebenssituation immer ungl\u00fccklicher. 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