{"id":18756,"date":"2013-04-14T16:08:53","date_gmt":"2013-04-14T16:08:53","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18756"},"modified":"2013-04-14T16:08:53","modified_gmt":"2013-04-14T16:08:53","slug":"einmal-die-grosen-bitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18756","title":{"rendered":"Einmal die Gro\u00dfen, bitte!"},"content":{"rendered":"<p>Der Verband deutscher Pr\u00e4dikatsweing\u00fcter hat wieder die besten Weine des Landes pr\u00e4miert. Wir haben die Elite des deutschen Weinbaus verkostet \u2013 mit manch \u00fcberraschendem Ergebnis.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Jetzt sind sie alle drau\u00dfen, die \u201eGro\u00dfen Gew\u00e4chse\u201c des VDP. Hinter diesem K\u00fcrzel verbirgt sich der Verband deutscher Pr\u00e4dikatsweing\u00fcter, ein alteingesessener deutscher Winzerverein, der f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, die besten Weing\u00fcter Deutschlands zu repr\u00e4sentieren. Die Weine mit dem Zusatz \u201eGro\u00dfes Gew\u00e4chs\u201c stellen die Spitze der Qualit\u00e4tspyramide dar und stammen aus den besten Lagen. Sie bekommen eine Extraportion Lagerzeit, bevor sie in den Verkauf kommen d\u00fcrfen, und so sind die \u201eGro\u00dfen Gew\u00e4chse\u201c des Jahrgangs 2011 erst gegen Ende 2012 im Verkauf. Sie d\u00fcrften nun alle Kinderkrankheiten einer zu frischen F\u00fcllung hinter sich haben. Und da der 2011er Jahrgang als sehr reif, gesund und hochwertig gilt, m\u00fcssten die Weine jetzt optimal dastehen.<\/p>\n<p>Zum \u201eGro\u00dfen Gew\u00e4chs\u201c geh\u00f6ren au\u00dferdem ein besonders niedriger Ertrag, h\u00f6here Traubenreife, eine Extra-Verkostungsrunde zur Weinpr\u00fcfung und die Spitzenlage. Um die Klassifikation zu rechtfertigen, hat der Verband auch Wachstums- und Klimabedingungen in den klassifizierten Lagen untersucht. Und doch bleibt hier immer ein <em>Geschm\u00e4ckle<\/em>, schlie\u00dflich ist das \u201eGro\u00dfe Gew\u00e4chs\u201c des Winzerclubs so angelegt, dass jeder Mitgliedsbetrieb eine Spitzenlage aus seinem Portfolio vorschlagen darf. Und \u2013 siehe da, auch in praktisch jedem Betrieb ist mindestens eine Lage gefunden und klassifiziert worden.<\/p>\n<p>So kommt es, dass neben den seit Urzeiten anerkannten Spitzenlagen wie Erbacher Marcobrunn, Forster Kirchenst\u00fcck, Scharzhofberger oder Homburger Kallmuth auch Lagen dazuz\u00e4hlen, die vor zwanzig Jahren noch v\u00f6llig unbekannt waren. Das riecht nach Proporz. Dass so manches Winzergenie auch in zweit- oder drittklassigen Lagen ausgezeichnete Weine erzeugen kann, ist unbestritten. Doch sind das dann auch wirklich Spitzenlagen? Da bleibt ein nagender Zweifel \u00fcber die Aussagekraft der Lagenklassifikation. M\u00f6glicherweise wird die Nomenklatur nur um ihrer selbst willen durchgef\u00fchrt, und am Ende werden durch die zahlreichen neuernannten Spitzenlagen die wahrhaft gro\u00dfen Lagen entwertet.<\/p>\n<p>Wir haben eine Auswahl der Weine aus unterschiedlichen Regionen offen verkostet, wussten also, welcher Wein von welchem Erzeuger im Glas war. Dabei sind wir auf eine gro\u00dfe Bandbreite gesto\u00dfen, die zeigt, dass reife Jahrg\u00e4nge wie 2011 auch in der Spitze keine Selbstl\u00e4ufer sind: Viel Zucker in den Trauben bedeutet am Ende auch viel Alkohol im Wein. Und hohe Reife bringt so manches Mal auch Weichheit und Melancholie mit sich. Hinzu kommt, dass die \u201eGro\u00dfen Gew\u00e4chse\u201c deutlich teurer sind als nicht klassifizierte Weine aus vergleichbaren Lagen. Was wiederum einmal mehr zeigt,  dass \u201eteuer\u201c beim Weine nicht automatisch \u201ebesser\u201c hei\u00dft.<\/p>\n<h2>Silvaner<\/h2>\n<p><strong>\u2731\u2731 <\/strong><strong>2011 Kallmuth. F\u00fcrst L\u00f6wenstein, Franken:<\/strong> Gr\u00fcn-kr\u00e4uteriger Duft nach Muschelkalk. Wirkt sahnig. Trocken-herber, s\u00e4urebetonter Geschmack, salziges Finale, etwas bitter. Komplex anhaltend, keine S\u00fc\u00dfe. Charakterkopf. Salzig ohne Ende. Hat Kraft, eindrucksvoll. Gro\u00df. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.loewenstein.de\">www.loewenstein.de<\/a>, ca. 25 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u2731 <\/strong><strong>2011 Innere Leiste. Weingut Knoll, Franken:<\/strong> Gelber, reifer Duft, hat reichlich Frucht. Erinnert an Cox-Orange, insgesamt herb stumpfe Nase, trotzdem sympathisch. Im Geschmack reife gelbe Fr\u00fcchte, ohne S\u00fc\u00dfe, ganz durchgegoren. Sahniges Finale- Sauerrahm. Bleibt aber weich am Ende. Zu reif. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.vicampo.de\">www.vicampo.de<\/a>, ca. 23 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u2731 <\/strong><strong>2011 Innere Leiste. Weingut Staatlicher Hofkeller, Franken:<\/strong> Mineralisch erdiger Duft. Leicht herb, Kr\u00e4uter, Dill, hochfl\u00fcchtige Aromen. Salziger Start, vital und vibrierend, f\u00fcllig. Etwas zu viel Cr\u00e8me, aber das salzige R\u00fcckgrat gibt ihm Kraft. Ausgewogene L\u00e4nge, l\u00e4uft gut rund, ist aber kein Highend-Silvaner. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.hofkeller.de\">www.hofkeller.de<\/a>, ca. 22 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731 <strong>2011 Lump. Weingut M. Fr\u00f6hlich, Franken:<\/strong> Viel Frucht, Mirabellen, Aprikosen, duftet fast wie Riesling. Leicht abweisender Duft, hochreif, etwas Vanillequark. Im Mund imposanter Start, Kickdown am Gaumen, rauchige Akzente. Macht einen dicken Max, zeigt viel Frucht, aber bereits jetzt schon sehr offen. Salziges Finish, eher Schwergewicht als Bantan. Etwas zu s\u00fc\u00df und reif. Fast zu viel. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.vicampo.de\">www.vicampo.de<\/a>, ca. 18 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731\u2731 <strong>2011 Lump. Weingut Sauer, Franken:<\/strong> Leicht stumpfe Silvanernase &#8211; typischer Duft nach Muschelkalk, viel Boden, erdig, reichlich Birnenduft. Klarer Start, nicht zu dick, bleibt transparent und durchscheinend, wie durchleuchteter Onyx. Dabei salzige Kristalle, rund und elegant. Gro\u00df. Hat genau die richtige Reife, bleibt erfrischend und ohne Bitterkeit. Volltreffer. Idealtypischer Silvaner. Feine Kr\u00e4uternoten, Thymian, salzig und doch saftig und ausgewogen. Anhaltend lang. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.frankfurt-wein.de\">www.frankfurt-wein.de<\/a>, ca. 24 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>2011 Lump. Weingut Schwane, Franken:<\/strong> Holzduft, breite Nase, stumpf, erdig-fruchtig unklar. Breiter alkoholischer Start. Viel Fl\u00fcchtiges, viel Alkohol, wirkt unfrei. Oxidativ, holzig, quarkig. Zu wenig Frische und Vitalit\u00e4t. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.shop.schwane.de\">www.shop.schwane.de<\/a>, ca. 20 Euro.<\/em><\/p>\n<h2>Grauer Burgunder<\/h2>\n<p>\u2731 <strong>2011 Abtsberg. Weingut Freiherr von und zu Franckenstein, Baden:<\/strong> Duft nach Kr\u00e4utern, Heu, feine S\u00e4ure, frisches Roggenbrot. Salziger Auftritt, \u00fcberraschende S\u00e4ure, eher ausgewogen-elegant als expressiv. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.vicampo.de\">www.vicampo.de<\/a>, ca. 18 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>2011 Feuerberg. Weingut Bercher, Baden:<\/strong> Etwas Holz, breiter Duft, Sauerrahm, Vanillequark in der Nase. Viel Holz im Aroma. L\u00e4uft nicht rund. Etwas zu bitter, endet herb. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.weingutbercher.de\">www.weingutbercher.de<\/a>, ca. 25 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u2731\u2731 <\/strong><strong>2011 Henkenberg. Weingut Salwey, Baden:<\/strong> Fl\u00fcchtige Akzente, erdiger Duft, aber keine Frucht. Mineralisch, frisch, vital. Hat nicht zu viel Konzentration. Guter Stil. Die feinherben Akzente sind gut eingebunden, Macht Lust statt satt. Startet am Ende richtig gut durch. Herausragender Wein. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a> ca. 26 Euro.<\/em><\/p>\n<h2>Riesling<\/h2>\n<p>\u2731\u2731<strong> 2011 Altenberg. Weingut Othegraven, Mosel:<\/strong> Duft nach Rauch und Speck und Spiegelei. Funkenflug und Vanillequark. Im Mund salzig, vollkommen trocken, feine S\u00e4urenadeln, staubig, sehr ernst, eigentlich kein Saar-Wein vom Stil her. Wird hier ein neuer Typ begr\u00fcndet? Lebendig und ausdrucksstark. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.shop.schwane.de\">www.shop.schwane.de<\/a>, ca. 20 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731\u2731 <strong>2011 Bockstein. Weingut Othegraven, Mosel:<\/strong> Leiser Duft, Aprikosen im Steinmantel, sehr fein und ausgewogen, eine Spur Rauch und Feuerstein. Sanfter Antritt, etwas Gerbstoff nicht unangenehm. Auf keinen Fall zu kalt trinken, sehr salzig und lang. Untypisch f\u00fcr die Saar, hat aber Gr\u00f6\u00dfe. Au\u00dferdem sp\u00fcrbare Gerbstoffe, Wellenbewegungen der Aromen. Es kommt immer wieder etwas Neues. Gro\u00dfartiges Mundgef\u00fchl, Gratulation! <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.bauer-vinothek.de\">www.bauer-vinothek.de<\/a>, ca. 23 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731\u2731<strong> 2011 Scharzhofberger. Weingut van Volxem, Mosel:<\/strong> Salzig-fl\u00fcchtiger Duft, mineralisch, Anis, dicht und verwoben, wilder Fenchel. Lebendiger Antritt, klar Riesling, viel Frucht und reife Ananas-Reinette. Eher weich und rund, ein Charmeur, der hintenrum nachtritt und retronasal die Funken fliegen l\u00e4sst. Ganz gro\u00df, voll und stark, funkelt wie ein Brillant und bricht das Licht in allen Farben. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 22 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731<strong> 2011 Gottesfu\u00df. Weingut van Volxem, Mosel:<\/strong> Duft nach Holz, Rauch, Asche, getrockneten Aprikosen. Im Mund dann etwas breit, verliert etwas an Energie- bleibt zwar eindrucksvoll, aber doch auch unklar. Hat Power und Eleganz. Guter Verlauf, ein Charakterkopf. Salzig mit kaum sp\u00fcrbarer feiner S\u00fc\u00dfe, aber ohne Widerhaken. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 35 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2011 Rausch. Weingut Zilliken, Mosel:<\/strong> Duftet nach Erdn\u00fcssen, verhaltener Duft mit einer Spur Vanille, wei\u00dfe Bl\u00fcten, feinsinnig, macht Spa\u00df. Im Mund dann salziger Start, hat gute S\u00fc\u00dfe, ein sehr feiner eleganter Wein, ohne Wichtigtuerei. Enorm, endet feinsinnig und tr\u00e4llert dabei ein herzliches Lied. Von Fr\u00fcchten zu reden ist in diesem Falle m\u00fc\u00dfig, hier geht es um das Mundgef\u00fchl, das auf ganz eigene Weise bespielt wird. Und: So muss die Saar als trockener Wein schmecken. Ein gro\u00dfer Wein, der sich trinken l\u00e4sst. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.gute-weine.de\">www.gute-weine.de<\/a>, ca. 30 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2011 Juffer-Sonnenuhr. Weingut Lieser, Mosel:<\/strong> Leicht reduktiver Duft, erdig und verschlossen. St\u00fcrzt in die Tiefe und zeigt die Erdschichten. Radikal, eigenwillig. Hat dunkle Schwingen, nussbraune Federn, Regenwolken ziehen auf. Enorme salzige Tiefe. Eindrucksvoll, aber auch enorm polarisierend. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.shop.schwane.de\">www.shop.schwane.de<\/a>, ca. 20 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731<strong> 2011 Juffer-Sonnenuhr. Weingut Haag, Mosel:<\/strong> Duftig und doch intensiv, reichlich aromatische Transparenz mit feinem Schieferduft. Am Anfang zur\u00fcckhaltend, baut im Mund dann aber auf. Nimmt ordentlich Fahrt auf, kommt gut vom Fleck, ohne zu breit oder dick zu sein. Sehr elegantes Finish, ist noch Riesling mit eindringlichem Schieferduft. Exzellent gemacht. Segelt ruhig dahin- ein Wein, bei dem man sich treiben lassen kann. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.koelner-weinkeller.de\">www.koelner-weinkeller.de<\/a>, ca. 25 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731\u2731 <strong>2011 Juffer. Weingut Haag, Mosel:<\/strong> Verschlossen, kompakte Nase, malzig, herb, verlockend tiefgr\u00fcndig. Anhaltend und magnetisierend. Im Mund feinsinnig und aktiv, legt Schicht f\u00fcr Schicht aufeinander. Feine herbe Akzente, anhaltend und frisch, dabei auch tief und enorm lang. Ideales Gleichgewicht. Hervorragend. L\u00e4sst wieder los, um dann fest nachzufassen. Am Ende destilliert er das Salz der Erde. Volltreffer! <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.weingut-fritz-haag.de\">www.weingut-fritz-haag.de<\/a>, ca. 19 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731 <strong>2011 Bastei. Weingut Hermannsberg, Nahe:<\/strong> Alkoholisch breit, wirkt in der Nase unausgewogen. Duftet nicht rund, l\u00e4sst wenig Luft zum Atmen. Malziges Aroma, etwas alkoholisch und speckig. Im Mund dann salzig dicht, aber zu breit und herb. Fehlt Spiel. Fast zu viel von allem. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.shop.schwane.de\">www.shop.schwane.de<\/a>, ca. 20 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731 <strong>2011 Dellchen. Weingut D\u00f6nnhoff, Nahe:<\/strong> Introvertierte Nase, etwas unklar. Intensiv und tief, aber nicht sehr vielschichtig. Bleibt salzig und stringent, aber es mangelt an Eleganz. N\u00f6rgeln auf hohem Niveau sozusagen. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 39 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2011 Hermannsh\u00f6hle. Weingut D\u00f6nnhoff, Nahe:<\/strong> Feiner Duft, verspielt, hat enormen Tiefgang, pfl\u00fcgt die Erde regelrecht um. Hinten wirbelt er die Aromen nur so heraus: dicht verwoben, Holunder, Anis, Johannisbeerbl\u00e4tter, wei\u00dfe Bl\u00fcten. In der Nase und im Mund \u00fcberraschend vielf\u00e4ltig und enorm vielschichtig. Ein Orchester an erdigen D\u00fcften, Miasmen, D\u00e4mpfen. Perfekte S\u00e4ure, verspielt und dynamisch. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 43 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731 2011 Brudersberg. Weingut Sankt Antony, Rheinhessen: Stumpfer Duft, verhalten, wenig Riesling, rosenduftig. Herb alkoholisch, schr\u00e4g, eigen. Hat zwar was, auch viel Salz, pendelt hin und her, polarisierend, faszinierend, abwegig. Ein wenig scharf, alkoholisches Finale. Ihm fehlt Frische, ist schon sehr reif. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.st-antony.de\">www.st-antony.de,<\/a> ca. 25 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731\u2731 <strong>2011 Orbel. Weingut Antony, Rheinhessen:<\/strong> Fliederduft, verspielt, ausgewogen, charmant, duftig. Im Mund dann tief und hintergr\u00fcndig, sexy, rauchig, charakterstark. Nicht jedermanns Sache gewiss, aber er hat Kraft und nachhaltige Salzigkeit. \u00d6ffnet einen enormen Spannungsbogen. Gro\u00dfartig, aber mit dem Restrisiko, dass dieser Wein bei so manchem durchf\u00e4llt. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.riesling-expert.de\">www.riesling-expert.de<\/a>, ca. 16 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731 <strong>2011 \u00d6lberg. Weingut K\u00fchling-Gillot, Rheinhessen:<\/strong> Jod, satt, reif in der Nase. Im Mund glatt, spannend, vielschichtig, hat Frische. Sehr gut gemacht. Rund, leicht herb, auch wenn er zu reif ist. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 29 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731 <strong>2011 \u00d6lberg. Weingut Dom\u00e4ne Oppenheim, Rheinhessen:<\/strong> Frisch, vital, Frucht, verspielt, angenehm. Dynamisch, gute Eleganz, legt sehr vital los, klar gespurt ohne Abwege, aber eben auch nicht so vielschichtig, hintergr\u00fcndig. Auch nicht polarisierend. Sehr gut gemacht. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.dlr.rlp.de\">www.dlr.rlp.de<\/a> ca. 20 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2011 H\u00f6lle. Weingut Johannishof, Rheingau:<\/strong> Feiner Rieslingduft: Aprikose und Pfirsich, duftig, verspielt, offen. Im Mund dann ein eleganter Auftritt, l\u00e4uft schnurgeradeaus. Wie ein Dieselmoter den Berg rauf. Aprikose und Pfirsich, ein idealtyischer Riesling. Fein und elegant, aber auch ohne Tiefgr\u00fcndigkeit oder gar Abgr\u00fcnde. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.weingut-johannishof.de\">www.weingut-johannishof.de<\/a>, ca. 25 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731 <strong>2011 Lenchen. Weingut Eser, Rheingau:<\/strong> Schwerm\u00fctger Duft, breit-malzig, karamellig, veratmet. Wirkt im Mund dann zu weit fortgeschritten, wenig Frische. Hat Tiefe, Salzigkeit, ist aber zu reif, zu offen. Da fehlt leider Tiefe. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.august-eser-weinshop.de\">www.august-eser-weinshop.de<\/a>, ca. 19 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731<strong> 2011 Lenchen. Weingut Spreitzer, Rheingau:<\/strong> Klassischer Rieslingduft, wei\u00dfe Bl\u00fcten, aber auch herbe Grapefruit-Akzente. Im Mund dann sauberer Start, passt, herrlich und klar. Viel Frucht, rund und stabil. Wer abgr\u00fcndige Tiefe sucht, der wird hier nicht f\u00fcndig. Daf\u00fcr aber bei einem exzellenten klassischen Rheingauer. Ein wenig zu s\u00fc\u00df im Finale. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 22 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731\u2731<strong> 2011 Kirchenst\u00fcck. Weingut K\u00fcnstler, Rheingau:<\/strong> Feiner Rieslingduft, verspielt, nachhaltig, wei\u00dfe Bl\u00fcten, viel Zitrus, spannend, exzellente Nase. Gro\u00dfartiger Start im Mund, legt los und l\u00e4uft und l\u00e4uft und l\u00e4uft &#8230; Leichte R\u00f6stnoten, feine Grapefruitbitterkeit, rund und elegant, nicht zu s\u00fc\u00df, tief und verspielt, einfach nur geradeaus. Bis zum Sonnenuntergang. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a> ca. 43 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731\u2731 <strong>2011 H\u00f6lle. Weingut K\u00fcnstler, Rheingau:<\/strong> Tiefgr\u00fcndig, eigen, Earl-Grey-Tea, gro\u00dfartige Handschrift, macht richtig Spa\u00df. Vanille und Vitalit\u00e4t. Fein. Im Mund dann endlich trocken. Salziges Grundger\u00fcst mit feinen Rieslingaromen, Aprikose, Mirabelle, anhaltend und intensiv, dabei nie zu fett oder breit oder abgr\u00fcndig. Tiefgr\u00fcndig ja, mit einer grenzg\u00e4ngerischen F\u00e4higkeit, der Spur der Gerbstoffe zu folgen, ohne abzust\u00fcrzen. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.rotweissrot.de\">www.rotweissrot.de<\/a>, ca. 30 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2011 Pechstein. Weingut B\u00fcrk-Wolf, Pfalz:<\/strong> Fetter cremiger Duft, Grapefruit, sahnig. Spitz, s\u00e4urebetont, eigen. Ganz anders als die Nase. Herb, aktiv, verst\u00f6rend anders. Hervorragend, aber auch eigen. Hat die S\u00e4ure und Reife gut und fest im Griff. Klasse gemacht, trotzdem ein intellektueller Wein, keiner, dem spontan die Herzen zufliegen. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.buerklin-wolf.de\">www.buerklin-wolf.de,<\/a> ca. 38 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2011 Pechstein. Weingut Winning, Pfalz:<\/strong> Feuerstein, verschlossen, geheimnisvoll in der Nase. L\u00e4uft im Mund gut los, perfekte Frucht und Reife. Das Ding sitzt, fast schon ein bisschen unheimlich, so sympathisch. Voller reifer Frucht und der n\u00f6tigen Rests\u00fc\u00dfe, um sich beliebt zu machen. Noch im gr\u00fcnen Bereich. Ein echt ausgezeichneter Wein. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 43 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>2011 Kalkofen. Weingut von Winning, Pfalz:<\/strong> Feuerstein, tiefgr\u00fcndig, auch breit, offen in der Nase. Im Mund dann Holz, Bl\u00fctenduft, und nochmals Holz. Not my cup of Riesling. Gutes Traubenmaterial, sicher, aber ist insgesamt doch unrund. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 28 Euro.<\/em><\/p>\n<h2>Sp\u00e4tburgunder<\/h2>\n<p><strong>2010 Feuerberg. Weingut Bercher, Baden:<\/strong> Herber Duft. Im Mund trockener Beginn, Holz, trocknet aus, ausgezehrt, wirkt etwas stumpf. L\u00e4uft nicht. Herb und etwas bitter bei durchaus sch\u00f6ner Pinotfrucht. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 37 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2010 Kirchberg. Weingut Salwey, Baden:<\/strong> Elegante Sp\u00e4tburgunder-Nase. Mineralische Struktur, feine Frucht, gut gemacht, l\u00e4uft, exzellent, sehr fein und ausgewogen, gutes Holz, Klasse. Gro\u00dfe Klasse. Ein wenig intellektueller Pinot, aber richtig gut. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a>, ca. 53 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>2010 Schlossberg. Weingut Dr. Heger, Baden:<\/strong> Rauchige Nase, stumpf. Wirkt verbraucht. Keine Frucht und Frische. Herb, fast ein Nebbiolo. Sehr viel Gerbstoff, der herausragt und den Wein unrund wirken l\u00e4sst. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.belvini.de\">www.belvini.de<\/a> ca. 43 Euro.<\/em><\/p>\n<p>\u2731\u2731 <strong>2010 Henkenberg. Weingut Salwey, Baden:<\/strong> Rauchig-herbe Nase, tief und geheimnisvoll. Viel S\u00e4ure, aktiv, noch ein wenig unausgewogen dadurch, aber auch spannend, vielgesichtig. Leicht trockenes Finale, rauchig, tiefgr\u00fcndig, auf Zeit angelegt. Sehr gut f\u00fcr 2010. <em>Bezug \u00fcber: <a href=\"http:\/\/www.salwey.de\">www.salwey.de<\/a>, ca. 26 Euro.<\/em><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/lebensstil\/essen-trinken\/deutsche-spitzenweine-im-test-einmal-die-grossen-bitte-12140018.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/lebensstil\/essen-trinken\/deutsche-spitzenweine-im-test-einmal-die-grossen-bitte-12140018.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verband deutscher Pr\u00e4dikatsweing\u00fcter hat wieder die besten Weine des Landes pr\u00e4miert. 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