{"id":18696,"date":"2013-09-06T16:08:41","date_gmt":"2013-09-06T16:08:41","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18696"},"modified":"2013-09-06T16:08:41","modified_gmt":"2013-09-06T16:08:41","slug":"nachlassende-trendstarke-spricht-fur-wende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18696","title":{"rendered":"Nachlassende Trendst\u00e4rke spricht f\u00fcr Wende"},"content":{"rendered":"<p>Die New Yorker Wall Street und deren Aktienm\u00e4rkte befinden sich aktuell in einer kritischen Phase.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die Aktienm\u00e4rkte haben sich in den vergangenen Wochen in eine schwierige technische Situation man\u00f6vriert. Das trifft insbesondere auf den hier abgebildeten Aktienindex S&#038;amp-P 500 zu. Die technische Analyse kennt eine Vielzahl von Pr\u00fcfkriterien, deren Beantwortung es im Regelfall gestattet, eine relativ gute Antwort auf diese entscheidende Trendfrage zu geben. Von gro\u00dfer Bedeutung ist die Frage der herrschenden Trenddynamik. Solange sie beispielsweise im Laufe eines Aufw\u00e4rtstrends zunimmt, so lange ist alles im Lot und der Trend im Normalfall ungef\u00e4hrdet. L\u00e4sst aber die Dynamik im Aufw\u00e4rtstrend nach, dann kann das ein ernstzunehmender Hinweis darauf sein, dass Sand ins Getriebe gekommen ist<\/p>\n<h2>Der Feld-Wald-und-Wiesen-Indikator<\/h2>\n<p>In meinen Augen kann zum Beispiel der im Chart unter dem S&#038;amp-P 500 abgebildete MACD (Moving Average Convergence Divergence- ein Feld-Wald-und-Wiesen-Indikator der Technischen Analyse) die Frage nach der herrschenden Trendst\u00e4rke recht gut beantworten. Je steiler er steigt, desto dynamischer und damit auch stabiler ist der Aufw\u00e4rtstrend. Je flacher der Anstieg des MACD verl\u00e4uft, desto geringer ist die Dynamik und desto labiler der Trend. Richtig unangenehm wird es aber oft erst dann, wenn dieser Indikator negative Divergenzen ausbildet. In diesem Fall markiert der Chart zwar noch neue Hochs, der Indikator kann dieser Entwicklung jedoch nicht mehr folgen. Und genau das ist das aktuelle Problem des S&#038;amp-P 500.<\/p>\n<p>Im abgebildeten Chart zeigen die beiden kurzen gr\u00fcnen Linien diese divergierende Entwicklung. W\u00e4hrend der S&#038;amp-P 500 Anfang August noch ein neues Hoch erreichte, gelang dem Indikator dies nicht mehr. Wir m\u00fcssen also davon ausgehen, dass die Dynamik des Aufw\u00e4rtstrends sp\u00fcrbar nachgelassen hat. Scheinbar erfolgten die Kaufentscheidungen der Investoren nur noch vergleichsweise z\u00f6gerlich und nicht mehr mit voller \u00dcberzeugung. Eine unmittelbare Fortschreibung des Aufw\u00e4rts-trends ist demnach momentan nicht m\u00f6glich. Noch unangenehmer wird diese Einsch\u00e4tzung, wenn man zus\u00e4tzlich in Rechnung stellt, dass der MACD auf der Basis von Wochenschluss- und nicht etwa auf der Basis von Tagesschlusskursen berechnet wurde. Damit hat dieses Signal zun\u00e4chst vor allem eine deutlich gr\u00f6\u00dfere zeitliche Reichweite.<\/p>\n<p>Ende, aus und vorbei mit der Hausse? Nein, das bleibt unwahrscheinlich. F\u00fcr eine dauerhafte Trendwende mit f\u00fcr lange Zeit frohlockenden B\u00e4ren braucht es mehr. Es bleibt deshalb auch ganz ohne Frage bei dem hier genannten, fast erreichten mittelfristigen Ziel von 1700 Punkten und dem strategischen Ziel von 2300 Punkten. Aber wahrscheinlich werden die n\u00e4chsten Wochen und vielleicht auch Monate etwas rumpelig werden.<\/p>\n<p>Nur in seltenen F\u00e4llen setzt sich ein breiter Markt gegen dieses hier gezeigte Signal einer negativen Divergenz des MACD auf Wochenbasis ohne R\u00fcckschl\u00e4ge durch. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Manches spricht daf\u00fcr, dass zumindest die erste Septemberh\u00e4lfte von einer leicht erholten Tendenz gepr\u00e4gt sein wird.<\/p>\n<p>        \t    \t<script type=\"text\/javascript\">ajaxRenderFinanzModul(\"\/\", \"7.2322049\", \"fdl_125712648\", false, \"\", \"article\", \"\")-<\/script><\/p>\n<p>Apropos September: Ja, er ist der schlechteste Monat. Im Schnitt hat der Dax in den vergangenen 37 Jahren knapp 2 Prozent verloren. Sollte ihm das auch dieses Jahr wieder widerfahren, dann stehen in K\u00fcrze Kurse unter 8000 Punkte auf der Tagesordnung. Aber Statistiken haben bekannterma\u00dfen ihre T\u00fccken. Beispielsweise war das Ergebnis des Septembers seit 1976 nur 20 Mal negativ und immerhin in 17 Jahren positiv. Gemessen an dem Stichprobenumfang ist damit wohl die Aussage statthaft, dass diese Statistik so gut ist wie das, was man auch mit einem Pfeilwurf hinbekommen w\u00fcrde: Mal trifft er, mal nicht.<\/p>\n<p>Allerdings liefert interessanterweise auch die Welt der technischen Indikatoren f\u00fcr den Dax derzeit keine so richtig \u00fcberzeugenden Signale. Was sehr kurzfristig betrachtet wie schon beim S&#038;amp-P 500 befriedigend aussieht, will auf einer \u00fcbergeordneten Zeitebene keine richtige Freude aufkommen lassen. Das Chance-Risiko-Verh\u00e4ltnis scheint derzeit eher schlecht und der Dax im Konsolidierungs- beziehungsweise Korrekturmodus zu sein. Die Gefahr einer Trendwende scheint derzeit zwar etwas gr\u00f6\u00dfer als noch in den vergangenen Monaten zu sein. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr ein solches Szenario weiterhin relativ gering. Deshalb bleibt mein strategisches Kursziel von 9000 Punkten auch unver\u00e4ndert. Einzig ein R\u00fcckfall auf Werte unter 7660 Punkte, meinem analytischen \u201eStoploss\u201c, k\u00f6nnte es nach dem heutigen Stand der Analyse erstmals ernsthaft gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><em>Der Autor leitet die Staud Research GmbH in Bad Homburg.<\/em><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/technische-analyse-nachlassende-trendstaerke-spricht-fuer-wende-12561271.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/technische-analyse-nachlassende-trendstaerke-spricht-fuer-wende-12561271.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die New Yorker Wall Street und deren Aktienm\u00e4rkte befinden sich aktuell in einer kritischen Phase.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[351,329],"tags":[1231,341],"class_list":["post-18696","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktien","category-finanzen","tag-aktienindex","tag-aktienmarkt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18696"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18696\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}