{"id":18688,"date":"2013-09-09T16:08:39","date_gmt":"2013-09-09T16:08:39","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18688"},"modified":"2013-09-09T16:08:39","modified_gmt":"2013-09-09T16:08:39","slug":"amerikaner-zieht-es-nach-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18688","title":{"rendered":"Amerikaner zieht es nach Europa"},"content":{"rendered":"<p>Nach Jahren der Abstinenz kaufen gro\u00dfe Anleger aus den Vereinigten Staaten wieder europ\u00e4ische Aktien. Das k\u00f6nnte den Aufw\u00e4rtstrend in Europa st\u00e4rken.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Amerikanische Profi-Anleger gewinnen nach Jahren der Abstinenz das Vertrauen in europ\u00e4ische Aktien zur\u00fcck. \u201eWir haben in den vergangenen Quartalen einen bedeutenden Anstieg von K\u00e4ufen europ\u00e4ischer Aktien durch Investoren aus den Vereinigten Staaten beobachtet\u201c, schreiben die f\u00fcr Europa verantwortliche Marktstrategin Sharon Bell von der Investmentbank Goldman Sachs und mehrere ihrer Kollegen in einem aktuellen Marktkommentar. Zwar seien die Zufl\u00fcsse im Vergleich zum gesamten B\u00f6rsenwert europ\u00e4ischer Aktien gering. Allerdings korrelierten solche Investitionen mit der Entwicklung der Aktienkurse. Der Zusammenhang sei in den vergangenen zehn Jahren zudem st\u00e4rker geworden.<\/p>\n<p>Die Marktstrategen von Goldman Sachs rechnen auf Sicht von 12 Monaten daher mit weiteren Kursgewinnen f\u00fcr den breit gefassten Aktienindex Stoxx Europe 600 von mehr als 15 Prozent auf 350 Punkte. Der Stoxx Europe 600 liegt in diesem Jahr bereits mit rund 9 Prozent im Plus. F\u00fcr das europ\u00e4ische Standardwertebarometer Stoxx Europe 50 unterstellen die Analysten im gleichen Zeitraum ein Gewinnpotential von knapp 15 Prozent auf 3150 Z\u00e4hler. Im Stoxx Europe 50, der seit Anfang des Jahres um knapp 6 Prozent gestiegen ist, sind gro\u00dfe deutsche Aktiengesellschaften wie der Versicherer Allianz, der Autohersteller Daimler oder der Technologiekonzern SAP vertreten.<\/p>\n<h2>Amerikanische Investoren in Europa unterinvestiert<\/h2>\n<p>Zwischen Januar und Mai dieses Jahres haben amerikanische Investoren europ\u00e4ische Aktien im Wert von mehr als 65 Milliarden Dollar erworben. Im Juni gab es nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums zwar vergleichsweise leichte Abfl\u00fcsse von 800 Millionen Dollar. Das war aber nicht genug, um den allgemeinen Aufw\u00e4rtstrend zu brechen. Institutionelle amerikanische Investoren, darunter Pensionskassen und Versicherer, hatten ab Ende 2008 fast vollst\u00e4ndig aufgeh\u00f6rt, europ\u00e4ische Aktien zu kaufen. Kurz davor hatte die Finanzkrise mit dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ihren H\u00f6hepunkt erreicht.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Im Vergleich zu den Anlagetrends vor der Finanzkrise sind amerikanische Investoren nach Einsch\u00e4tzung von Goldman Sachs in Europa derzeit unterinvestiert. Allerdings sei es keine ausgemachte Sache, dass Anleger den Abstand wieder aufholen werden. \u201eM\u00e4rkte in Schwellenl\u00e4ndern wachsen und reifen, und die k\u00f6nnten die steigenden Summen internationaler Investitionen der Amerikaner aufnehmen\u201c, hei\u00dft es in der Studie. Bestimmt werden die Anlagen in Europa ohnehin nicht von \u201evorher festgelegten Zielen\u201c, sondern von der aktuellen Einsch\u00e4tzung der Risiken. Dazu geh\u00f6ren Kursschwankungen, die sogenannte Volatilit\u00e4t, oder die Renditeabst\u00e4nde von Staatsanleihen europ\u00e4ischer L\u00e4nder im Vergleich zu als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen. Da die europ\u00e4ische Staatsschuldenkrise in diesem Jahr an Brisanz verloren hat, haben sich die Renditeabst\u00e4nde italienischer, spanischer, portugiesischer und irischer Staatsanleihen gegen\u00fcber Bundesanleihen wieder verengt.<\/p>\n<h2>Privatanleger folgen den Profis<\/h2>\n<p>Marktteilnehmer gehen also von geringeren Risiken f\u00fcr diese L\u00e4nder aus. Das geht einher mit dem wachsenden Interesse amerikanischer Investoren an europ\u00e4ischen Aktien. Kaum Einfluss auf die Anlageentscheidungen der Amerikaner scheinen dagegen die Entwicklung des Wirtschaftswachstums im Euroraum oder die individuellen Bewertungen der Aktien zu haben. Die Analysten von Goldman Sachs halten die immer noch g\u00fcnstige Bewertung europ\u00e4ischer Aktien zusammen mit deren Potential f\u00fcr Gewinnwachstum allerdings f\u00fcr die wichtigste Zugnummer in den kommenden Jahren. Auch die Aktienstrategen der britischen Gro\u00dfbank HSBC rechnen mit \u00fcberraschend starkem Gewinnwachstum europ\u00e4ischer Aktiengesellschaften. Trotz seiner j\u00fcngsten Erholung halten die Fachleute von HSBC den europ\u00e4ischen Aktienmarkt im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt um 15 Prozent unterbewertet.<\/p>\n<p>Auch amerikanische Privatanleger haben in diesem Jahr verst\u00e4rkt in internationale Aktien investiert. Nettozufl\u00fcsse in amerikanische Investmentfonds, die im Ausland investieren, sind seit Januar deutlich st\u00e4rker gestiegen als Anlagen in Fonds, die im Heimatmarkt investieren. Das geht aus Daten des Fondsverbands ICI hervor. Der ICI unterscheidet allerdings nicht zwischen Anlagen in Europa und dem sonstigen Ausland. Von der Finanzkrise und den damaligen Kursverlusten geschockte Privatanleger in den Vereinigten Staaten haben \u00fcberhaupt erst in diesem Jahr wieder die Aktie entdeckt. In den vergangenen Jahren hatten sie bevorzugt Investmentfonds gekauft, die in festverzinsliche Papiere investieren. Seit einigen Monaten wendet sich diese Anlegergruppe aber von Rentenfonds ab, weil der j\u00fcngste Renditeanstieg am Anleihemarkt zu Verlusten in diesem Marktsegment gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/aktienkaeufe-amerikaner-zieht-es-nach-europa-12566468.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/aktienkaeufe-amerikaner-zieht-es-nach-europa-12566468.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Jahren der Abstinenz kaufen gro\u00dfe Anleger aus den Vereinigten Staaten wieder europ\u00e4ische Aktien. 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