{"id":18437,"date":"2013-08-27T12:33:38","date_gmt":"2013-08-27T12:33:38","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18437"},"modified":"2013-08-27T12:33:38","modified_gmt":"2013-08-27T12:33:38","slug":"fur-kita-statt-quote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18437","title":{"rendered":"F\u00fcr Kita statt Quote"},"content":{"rendered":"<p>Der Stand der Emanzipation stellt mehr als die H\u00e4lfte der Frauen und M\u00e4nner nicht zufrieden. Laut einer Umfrage des Allensbach-Instituts sieht es besonders bei der Gleichberechtigung der Geh\u00e4lter d\u00fcster aus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Da war nicht nur Alice Schwarzer erleichtert, sondern nach eigenem Bekunden auch Allensbach-Chefin Renate K\u00f6cher. Heidi Klum hat es nur auf den drittletzten Platz geschafft, was ihre Vorbildfunktion f\u00fcr Frauen angeht. Vor ihr rangieren nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach f\u00fcr die Frauenzeitschrift \u201eEmma\u201c Frauen wie Michelle Obama oder Hillary Clinton &#8211; und Mutter Teresa.<\/p>\n<p>Eigentlich ging es am Dienstag in Berlin gar nicht so sehr um die Klums und Clintons dieser Welt, sondern darum, ob die Frauen hierzulande zufrieden sind mit dem Stand der Emanzipation. Also mit dem, was sie heute erreichen k\u00f6nnen in Politik und Gesellschaft, im Job und zu Hause in der Familie. Das Ergebnis: 54 Prozent der befragten Frauen und M\u00e4nner sind der Meinung, es m\u00fcsse noch einiges getan werden, damit Mann und Frau wirklich gleichberechtigt sind- 36 Prozent sehen das Projekt dagegen als weitgehend verwirklicht an.<\/p>\n<h2>Die Unzufriedenheit hat leicht zugenommen<\/h2>\n<p>Seit 1996 fielen die Antworten auf diese Frage immer schwankend aus, es gibt keinen eindeutigen Trend. In den vergangenen zwei Jahren allerdings hat die Unzufriedenheit wieder leicht zugenommen. Dazu passt, dass 2006 nicht einmal die H\u00e4lfte der Frauen es f\u00fcr n\u00f6tig hielten, sich in Sachen Gleichberechtigung zu organisieren &#8211; zurzeit sind es beinahe zwei von dreien.<\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df sch\u00e4tzen Frauen und M\u00e4nner die Causa Gleichberechtigung anders ein. Nur 27 Prozent der Frauen, aber 46 Prozent der M\u00e4nner halten sie f\u00fcr \u201eweitgehend verwirklicht\u201c. Dabei seien aber die ostdeutschen M\u00e4nner \u201en\u00e4her dran an den Frauen\u201c als die westdeutschen, meint Renate K\u00f6cher. Auffallend uneinig sind sich die Geschlechter, wenn es um die Karriere geht.<\/p>\n<p>Nur jede vierte Frau, aber 40 Prozent der M\u00e4nner finden, dass im Arbeitsleben vollst\u00e4ndige Gleichberechtigung herrsche. Was Frauen vorschwebt, damit sich das \u00e4ndert, ist interessant vor dem Hintergrund der Quotendebatte &#8211; inzwischen ist schlie\u00dflich nur noch die FDP der Meinung, dass Frauen auch ohne Quote die gl\u00e4serne Decke zu den Chefetagen durchbrechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Frauen selbst aber hat eine Quote kaum Bedeutung. Nur knapp ein Viertel der weiblichen Befragten h\u00e4lt sie f\u00fcr wichtig, um Frauen im Beruf zu f\u00f6rdern &#8211; was den letzten Platz auf der Priorit\u00e4tenliste bedeutet. Dagegen rangieren Teilzeit f\u00fcr M\u00fctter, flexible Arbeitszeiten f\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter sowie flexible Betreuungszeiten im Kindergarten ganz oben. Und: 68 Prozent der Frauen und M\u00e4nner finden Teilzeit f\u00fcr V\u00e4ter wichtig.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich l\u00e4uft aus Sicht der Frauen vieles schon ziemlich gut: Bei Ausbildung, Schule und Studium etwa h\u00e4lt sich die \u00fcberwiegende Mehrheit f\u00fcr gleichberechtigt, zwei Drittel sehen das auch in der Partnerschaft erf\u00fcllt &#8211; allerdings nicht in der Hausarbeit, wo Frauen nach wie vor viel mehr erledigten als M\u00e4nner, selbst wenn beide berufst\u00e4tig seien, sagte Renate K\u00f6cher.<\/p>\n<h2>Die wenigsten finden Merkels Politik \u201eweiblich\u201c<\/h2>\n<p>\u201eM\u00e4nner wie Frauen sind beispielsweise davon \u00fcberzeugt, dass M\u00e4nner einfach nicht b\u00fcgeln k\u00f6nnen.\u201c Besonders d\u00fcster sieht es nach Meinung der Frauen allerdings nach wie vor beim Verdienst aus. Nur jede zehnte Frau glaubt auf diesem Feld an Gleichberechtigung.<\/p>\n<p>Dass Deutschland von einer Frau regiert wird, hat f\u00fcr die Frauen \u00fcbrigens wenig Bedeutung. Die wenigsten finden die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel \u201eweiblich\u201c. Nur ein Drittel ist zudem der Meinung, dass sie die Interessen der Frauen ausreichend ber\u00fccksichtigt. \u201eIch teile diese Unzufriedenheit\u201c, sagte \u201eEmma\u201c-Herausgeberin Alice Schwarzer. \u201eAber ich erwarte von der Kanzlerin auch nicht, dass sie mit dem feministischen Flammenschwert voranschreitet.\u201c<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/umfrage-fuer-kita-statt-quote-12549102.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/umfrage-fuer-kita-statt-quote-12549102.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Stand der Emanzipation stellt mehr als die H\u00e4lfte der Frauen und M\u00e4nner nicht zufrieden. 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