{"id":18385,"date":"2013-10-08T12:33:22","date_gmt":"2013-10-08T12:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18385"},"modified":"2013-10-08T12:33:22","modified_gmt":"2013-10-08T12:33:22","slug":"4x4-geht-noch-eine-nummer-kleiner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18385","title":{"rendered":"4\u00d74 geht noch eine Nummer kleiner"},"content":{"rendered":"<p>Von 2015 an wird die Gel\u00e4ndewagen-Familie auch bei VW auf mindestens f\u00fcnf Baureihen anwachsen. Die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung ist ein ganz kleines Modell, der vom VW Up abgeleitete Taigun.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Egal, welch kr\u00e4ftige Dellen die Konjunkturkurve auch bekommen mag: Gel\u00e4ndewagen lassen sich davon offenbar genauso wenig beeindrucken wie von Bodenwellen oder Schlamml\u00f6chern. Gr\u00f6\u00dfere und kleinere SUV sind nach wie vor die Fahrzeugart mit den allerbesten Erfolgsaussichten beim K\u00e4ufer. Entsprechend stehen sie bei den Herstellern besonders hoch im Kurs.<\/p>\n<p>Mercedes hat vom GLA bis zum G-Modell bald f\u00fcnf Offroad-Baureihen im Programm. Bei BMW ist zwischen X1 und X6 demn\u00e4chst nur noch bei der Zwei eine L\u00fccke. Und Audi will nach den ungeraden Ziffern hinter dem Q jetzt als N\u00e4chstes die Geraden in Angriff nehmen und dann von der Zwei bis zur Sieben hinaufz\u00e4hlen. Nur VW hat diesen Zug mal wieder an sich vorbeifahren lassen. Denn mehr als den mittlerweile ziemlich angegrauten Tiguan in der Kompaktklasse und den Touareg im Luxussegment haben die Niedersachsen nicht zu bieten. \u201eNoch nicht\u201c, sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg und verspricht baldige Abhilfe.<\/p>\n<p>Auf breiter Front wollen die Niedersachsen ihren Nachholbedarf stillen und mittelfristig mindestens f\u00fcnf Baureihen in zum Teil mehreren Karosserievarianten auf die Buckelpiste schicken. \u201eRein theoretisch sind mit unseren Bauk\u00e4sten sogar sieben SUV f\u00fcr Volkswagen denkbar, aber das hei\u00dft nat\u00fcrlich nicht, dass wir die alle auch machen m\u00fcssen\u201c, sagt Hackenberg.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Im Zentrum aller Planungen steht dabei auch weiterhin der Tiguan. Er wird jetzt in den \u201eModularen Querbaukasten\u201c (MQB) integriert, die Plattform, auf deren Grundlage VW seine Fahrzeuge konzipiert und baut. Wahrscheinlich Anfang 2015 wird der Tiguan, der sich den MQB mit dem Golf teilt, seinen \u00fcberf\u00e4lligen Generationswechsel erfahren. Wurde dieser VW-Bestseller au\u00dferhalb Europas schon bislang mit verl\u00e4ngertem Radstand angeboten, sind die Entwickler dank des MQB noch flexibler geworden. Deshalb wird es den Tiguan k\u00fcnftig nicht nur auf der ganzen Welt mit zwei unterschiedlichen L\u00e4ngen geben, sondern auch in einer etwas schnittigeren Variante mit der Dachlinie eines Coup\u00e9s. Die Studie CrossCoup\u00e9 gilt hier als stilistische Vorlage, deuten die Designer an.<\/p>\n<p>Auch wenn der Tiguan in die L\u00e4nge geht, ist die L\u00fccke zum Touareg gro\u00df genug f\u00fcr mehr. \u201eVor allem beim Preis\u201c, sagt Hackenberg, der dabei insbesondere an den amerikanischen Markt denkt. In den Vereinigten Staaten haben ebenso gro\u00dfe wie g\u00fcnstige Gel\u00e4ndewagen l\u00e4ngst den Van als Familienkutsche und Peoplemover abgel\u00f6st. Wo der vom Chrylser Voyager abgeleitete und bei den Amerikanern im Lohnauftrag gebaute Routan nie so recht punkten konnte, soll deshalb jetzt ein eigenes Modell mit echten Genen eines Gel\u00e4ndewagens her.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Intern wird gern vom \u201ePassat SUV\u201c gesprochen. Dieses Auto soll deutlich weniger kosten, zugleich aber auch deutlich mehr Platz bieten als der feudale Touareg. Um dieses Ziel zu erreichen, wird man sich der Bodengruppe &#8211; und wohl auch der Fabrik des amerikanischen Passats &#8211; bedienen. \u201eSieben Sitze in drei Reihen sind gesetzt\u201c, sagt Hackenberg und lenkt den Blick auf die riesige Detroit-Studie CrossBlue, die den Entwicklern den Weg zu diesem au\u00dfer f\u00fcr Amerika auch f\u00fcr China sehr interessanten Modell in der F\u00fcnf-Meter-Klasse weisen soll.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in der neuen Welt f\u00fcr Gel\u00e4ndewagen auch weiterhin die Maxime \u201ethe bigger, the better\u201c gilt, setzt VW f\u00fcr die alte Welt auf Downsizing. \u201eWir brauchen auch ein SUV unterhalb des Tiguan\u201c, sagt Hackenberg mit Blick auf den Erfolg etwa des Opel Mokka oder von Neuheiten wie dem Peugeot 2008, dem Renault Captur und dem kommenden Ford EcoSport: \u201eDieses Segment des kleinen SUV boomt, und wir w\u00e4ren gut beraten, wenn wir das Gesch\u00e4ft nicht den anderen Herstellern \u00fcberlie\u00dfen\u201c, sagt Hackenberg. Er hofft dabei abermals auf einen Griff in den Modularen Querbaukasten. Dieser Satz von Komponenten, die sich f\u00fcr unterschiedliche Modelle nutzen lassen, biete allemal die n\u00f6tige Flexibilit\u00e4t, auch einen kleineren Gel\u00e4ndewagen samt Allradantrieb zu entwickeln. Ein vom Polo abgeleitetes SUV von etwa 4,20 Metern L\u00e4nge sei deshalb einfach nur eine Frage der Zeit, h\u00f6rt man in Wolfsburg.<\/p>\n<p>Der Polo f\u00fcrs Grobe als die Antwort aus Wolfsburg auf den Opel Mokka, das Tiguan Coup\u00e9 pariert den BMW X4, und der gro\u00dfe Gel\u00e4ndepassat zielt auf Ford Explorer oder Jeep Cherokee. Kommt also wieder einmal alles wie immer: VW \u00fcberl\u00e4sst es den anderen, einen Trend anzuschieben, springt als Letzter auf den Zug auf und macht am Ende trotzdem den gr\u00f6\u00dften Schnitt?<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Nicht ganz, denn am unteren Ende der SUV-Palette reift ein ganz kleiner Gel\u00e4ndewagen, der das Zeug zur gro\u00dfen \u00dcberraschung hat: Der Taigun. Er steht auf der im Radstand um f\u00fcnf Zentimeter gestreckten Plattform des VW Up. Und der Taigun ist schon so weit durch die Instanzen, dass VW bereits zur ersten Testfahrt gebeten hat.<\/p>\n<p>Zwar sitzen wir dabei noch am Steuer einer handgeschnitzten Designstudie. Doch die hat viel mehr Bodenhaftung als die ganzen anderen SUV-Schaust\u00fccke der letzten Messen: \u201eAlles an diesem Auto ist so gemacht, dass man es fast unver\u00e4ndert in die Serie \u00fcbernehmen k\u00f6nnte\u201c, sagt Martina Biene. Sie leitet das Produktmarketing f\u00fcr die kleinen Baureihen und hofft, dass VW hier tats\u00e4chlich mal den \u201eFirst Mover\u201c macht und so einen Trend setzt.<\/p>\n<p>\u201eCrossOver-Modelle gibt es mittlerweile in allen Klassen\u201c, sagt die Expertin, \u201enur in das von uns A00 genannte Segment der ganz kleinen Kleinwagen ist diese Idee noch nicht vorgedrungen. Das wollen wir \u00e4ndern.\u201c Schlie\u00dflich werden in dieser Fahrzeugklasse rund um die Welt fast neun Millionen Autos im Jahr verkauft, Tendenz steigend.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Nach offizieller Wolfsburger Sprachregelung zum Taigun gilt zwar immer noch der Konjunktiv als erste Wahl. Doch wird Martina Biene zum Beispiel bei den M\u00e4rkten schon so konkret, als h\u00e4tte dieser Tiguan f\u00fcr die Westentasche bereits den Segen des Vorstands. Immerhin haben sich offenbar schon Werke in S\u00fcdamerika, Indien und Europa um die Fertigung f\u00fcr das Auto beworben, das in den Pampas von Argentinien genauso punkten kann wie im Punjab oder in Paderborn.<\/p>\n<p>Auch was unter der Haube stecken soll, ist offenbar l\u00e4ngst gekl\u00e4rt: Die Studie f\u00e4hrt mit einem 110 PS starken Turbo-Dreizylinder, wie er demn\u00e4chst im Up-GT kommt, und macht damit einen ziemlich munteren Eindruck. Kein Wunder. Schlie\u00dflich treffen hier 175 Nm auf nicht einmal 1000 Kilo. Das reicht in der Theorie f\u00fcr 186 km\/h Spitze bei trotzdem nur 4,7 Liter Verbrauch. Dazu plant Biene aber auch mit den Einliter-Saugern mit 60 oder 75 PS aus dem Up und am liebsten auch schon mit einem Diesel, der den Verbrauch deutlich unter vier Liter dr\u00fccken w\u00fcrde. Schlie\u00dflich sagt ja keiner, dass ein SUV grunds\u00e4tzlich ein S\u00e4ufer sein m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Was allerdings noch nicht so richtig klar ist, das ist die Sache mit dem Allradantrieb. Die eine Partei unter Entwicklern und Entscheidern glaubt, auch auf dem Taigun m\u00fcsste ein \u201e4Motion\u201c-Schriftzug prangen, und zwar damit man ihm seine ernsthafte Absicht, ein kleines, aber richtiges SUV zu sein, auch abnimmt. Die anderen dagegen w\u00fcrden sich gern den hohen, im Millionenbereich mindestens zweistelligen, vielleicht sogar dreistelligen Betrag f\u00fcr den Entwicklungsaufwand lieber sparen. Dadurch lie\u00dfe sich der Preis f\u00fcr den SUV-Zwerg noch deutlicher unter 16 000 Euro dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Doch egal, wie diese Diskussion am Ende ausgeht: Wie immer bei VW dauert alles ein bisschen l\u00e4nger. Aber zum Ende des Jahrzehnts wollen die Niedersachsen in Sachen SUV endlich zur Konkurrenz aufgeschlossen haben mit mehr Matschpiloten im Programm als jeder andere Volumenhersteller. Dann k\u00f6nnen die Schlagl\u00f6cher ruhig kommen &#8211; auf Stra\u00dfe und Konjunkturkurve. <\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/vw-taigun-4-4-geht-noch-eine-nummer-kleiner-12605088.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/vw-taigun-4-4-geht-noch-eine-nummer-kleiner-12605088.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von 2015 an wird die Gel\u00e4ndewagen-Familie auch bei VW auf mindestens f\u00fcnf Baureihen anwachsen. 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