{"id":18309,"date":"2013-08-14T12:33:01","date_gmt":"2013-08-14T12:33:01","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18309"},"modified":"2013-08-14T12:33:01","modified_gmt":"2013-08-14T12:33:01","slug":"vorsicht-erde-brocken-im-anflug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18309","title":{"rendered":"Vorsicht Erde &#8211; Brocken im Anflug"},"content":{"rendered":"<p>Sie sind eine Bedrohung f\u00fcr die Erde:  Asteroiden  gr\u00f6\u00dfer als 140 Meter. Ihr  Einschlag h\u00e4tte verheerende Auswirkungen. Die Bahnen von allen bekannten  erdnahen Himmelsk\u00f6rpern hat die Nasa jetzt in eine Grafik gepackt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die Erde ist st\u00e4ndig bedroht von Einschl\u00e4gen erdnaher Asteroiden. So passierte am vergangenen Freitagmorgen ein sch\u00e4tzungsweise 19 Meter <a href=\"http:\/\/ssd.jpl.nasa.gov\/sbdb.cgi?sstr=2013 PS13-orb=1\">gro\u00dfer Gesteinsbrocken die Erde in einem Abstand von nur 203.700 Kilometern<\/a>, was etwa der halben Entfernung von Erde und Mond entspricht- eine recht geringe Entfernung f\u00fcr einen Asteroiden. (Weitere Asteroiden, die in der n\u00e4chsten Zeit an der Erde vorbeifliegen  <a href=\"http:\/\/neo.jpl.nasa.gov\/ca\/\">sind in dieser Tabelle zusammengefasst.<\/a>)<\/p>\n<p>W\u00e4re \u201e2013 PS13\u201c &#8211; so die offizielle Bezeichnung des Himmelsk\u00f6rpers, der erst zwei Tage zuvor entdeckt worden war &#8211; in die Atmosph\u00e4re eingedrungen, w\u00e4re er vermutlich zerbrochen und zum gr\u00f6\u00dften Teil vergl\u00fcht, so wie der achtzehn Meter gro\u00dfe Asteroid, der im Februar dieses Jahres \u00fcber der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierte. Die niedergehenden Tr\u00fcmmer hatten damals betr\u00e4chtliche Sachsch\u00e4den angerichtet. Dennoch waren diese vergleichsweise glimpflich ausgefallen. Kaum vorzustellen, was bei der Kollision eines deutlich gr\u00f6\u00dferen Objektes passiert w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Eine kosmische Wasserstoffbombe <\/strong><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Gefahrenquelle geht von Gesteinsbrocken aus, die gr\u00f6\u00dfer sind als 140 Meter und unserem Heimatplaneten n\u00e4her als 7,5 Millionen Kilometer kommen. (Zum Vergleich: Der Abstand zwischen Erde und Mond betr\u00e4gt im Mittel 400 000 Kilometer). Die Bahnen von rund 1400 dieser potentiell gef\u00e4hrlichen erdnahen Asteroiden sind mittlerweile bekannt. Ihren Verlauf in unserem Sonnensystem haben Wissenschaftler des <a href=\"http:\/\/www.jpl.nasa.gov\/\">Jet Propulsion Laboratory <\/a>der Nasa in Pasadena jetzt in einer Grafik dargestellt.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Der Einschlag eines Objekts von hundert Metern Durchmesser auf unserem Heimatplaneten h\u00e4tte \u00e4hnlich verheerende Auswirkungen wie die Explosion der gr\u00f6\u00dften Wasserstoffbombe. Ein zweihundert Meter gro\u00dfer Asteroid w\u00fcrde bereits ganze L\u00e4nder zerst\u00f6ren. Allerdings sind solche Ereignisse eben \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich. Statistisch kollidiert h\u00f6chstens alle zehntausend Jahre ein hundert Meter gro\u00dfer Brocken mit der Erde, gr\u00f6\u00dfere Asteroiden schlagen &#8211; rein rechnerisch &#8211; noch seltener ein.<\/p>\n<p>Die Orbitale der erdnahen Objekte unterliegen der st\u00e4ndigen Beobachtung. So wissen die Asteroidenforscher meist lange im Voraus, wann und in welcher Entfernung ein gro\u00dfer Asteroid die Erdbahn kreuzt. Die Nasa hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 m\u00f6glichst alle erdnahen Asteroiden aufzusp\u00fcren, die gr\u00f6\u00dfer sind als 140 Meter. Eine Herkulesaufgabe, existieren sch\u00e4tzungsweise doch einige Hunderttausend dieser Objekte. Immerhin sind schon alle erdnahen Asteroiden, die gr\u00f6\u00dfer sind als ein Kilometer, zu 95 Prozent bekannt.<\/p>\n<p><strong>Auch Europa wird aktiv<\/strong><\/p>\n<p>Auch Europa will die Suche und die \u00dcberwachung von erdnahen Asteroiden ausbauen und die weltweiten Bem\u00fchungen unterst\u00fctzen. Dazu hat die<a href=\"http:\/\/www.esa.int\/ESA\"> europ\u00e4ische Weltraumagentur Esa<\/a> im Mai dieses Jahres <a href=\"http:\/\/www.esa.int\/Our_Activities\/Operations\/Space_Situational_Awareness\/Watching_for_hazards_ESA_opens_asteroid_centre\">ein Koordinationszentrum in Frascat<\/a>i s\u00fcdlich von Rom er\u00f6ffnet. Dort werden fortan alle in Europa gesammelten Daten \u00fcber Asteroidenbewegungen in unserem Sonnensystem zentral erfasst und anderen Raumfahrtorganisationen zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Experten wollen damit ein weltweites System auf den Weg bringen, das die Bev\u00f6lkerung rechtzeitig warnt, falls ein Asteroid sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet.<\/p>\n<p>Ein anderes ambitioniertes Projekt, das vor allem der Erforschung der Asteroiden selbst dient, verfolgt die amerikanische Raumfahrtbeh\u00f6rde. Sie will bis 2019 einen sieben bis zehn Meter gro\u00dfen Himmelsk\u00f6rper mit einem Raumschiff einfangen und in eine Umlaufbahn um den Erdmond bef\u00f6rdern. Sp\u00e4ter sollen Astronauten zu diesem Asteroiden fliegen, ihn untersuchen und Gesteinsproben zur Erde bringen. Das bemannte Unternehmen soll mit einer <a href=\"http:\/\/www.nasa.gov\/exploration\/systems\/mpcv\/index.html#.UguvCHeLNHg\">Orion-Kapse<\/a>l erfolgen, die derzeit von der Nasa entwickelt wird. Der Asteroid w\u00e4re laut Nasa zu klein, um die Erde zu bedrohen. Das Vorhaben k\u00f6nnte auch f\u00fcr die Abwehr von potentiell gef\u00e4hrlichen Asteroiden von Nutzen sein. Man k\u00f6nnte etwa \u00fcben, wie man einen Himmelsk\u00f6rper mit Hilfe eines Raumschiffs von seinem Kurs abbringt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/asteroidenabwehr-vorsicht-erde-brocken-im-anflug-12529247.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/asteroidenabwehr-vorsicht-erde-brocken-im-anflug-12529247.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind eine Bedrohung f\u00fcr die Erde: Asteroiden gr\u00f6\u00dfer als 140 Meter. Ihr Einschlag h\u00e4tte verheerende Auswirkungen. 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