{"id":18265,"date":"2013-10-09T12:32:42","date_gmt":"2013-10-09T12:32:42","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18265"},"modified":"2013-10-09T12:32:42","modified_gmt":"2013-10-09T12:32:42","slug":"an-der-spitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18265","title":{"rendered":"An der Spitze"},"content":{"rendered":"<p>Von Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli haben Sie noch nie etwas geh\u00f6rt? Das muss sich \u00e4ndern. Die beiden Designer sind die Nachfolger von Valentino. F\u00fcr die Traditionsmarke haben sie eine Gegenwart gefunden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Drau\u00dfen vor der T\u00fcr ist die Vergangenheit ziemlich erfolgreich darin, die Gegenwart m\u00f6glichst banal aussehen zu lassen. Gegen den alten wei\u00dfen Marmor und gegen jede einzelne Stufe der riesigen Spanischen Treppe wirken die Touristen in ihrer Funktionskleidung aus High-Tech-Stoffen wie ein schlechter Witz. Die kunterbunt dekorierten Schaufenster sind so verg\u00e4nglich, dass sie in Bedeutungslosigkeit versinken. An den St\u00e4nden sind die gef\u00e4lligen Souvenirs bestenfalls egal. Hier hat die Gegenwart also wirklich keine Chance, ernstgenommen zu werden. Dagegen die Vergangenheit: Sie ist im Stadtzentrum von Rom buchst\u00e4blich in Stein gemei\u00dfelt.<\/p>\n<h2>Das rote Kleid war seine Waffe<\/h2>\n<p>Oder sie flie\u00dft, zum Beispiel wenn sie ein Kleidungsst\u00fcck ist, ein langes rotes Kleid, das jahrzehntelang nur ein paar Meter entfernt entworfen wurde, in einem r\u00f6mischen Palazzo gleich neben der Spanischen Treppe. In allen m\u00f6glichen Varianten wurde es in den vielen Jahren gestaltet, mit R\u00fcschen an den Schultern, mit Saumvolants, mit Sch\u00f6\u00dfchen oder mit langer Schleppe. Es sollte das perfekte Abendkleid sein, um darin Blitzlichtgewitter zu \u00fcberleben. Blonde oder Br\u00fcnette sahen fabelhaft in ihm aus, selbst Nicole Kidman schien es mit roten Haaren tragen zu k\u00f6nnen. Das rote Kleid schmeichelte sogar dem roten Teppich. Neben diesem roten Abendkleid lie\u00df sich recht h\u00e4ufig auch sein Modesch\u00f6pfer blicken, stets tief gebr\u00e4unt und gut toupiert. Valentino Garavani hatte sein Haus im Jahr 1960 gegr\u00fcndet. Von Elizabeth Taylor \u00fcber Audrey Hepburn bis Jackie Kennedy stattete er die sch\u00f6nsten Frauen seiner Zeit aus. Sie waren f\u00fcr Valentino ein Gl\u00fccksfall, denn so galt er ein halbes Jahrhundert lang als Abendmode-Designer schlechthin. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/multimedia\/videos\/video-nachrichten\/mode-abschied-von-valentino-1536462.html?ressort=2.1651\">Erst 2008 verlie\u00df er sein Haus<\/a>, weil ein Privatinvestor \u00fcbernommen hatte und weil nicht einmal er j\u00fcnger wurde. Auf Fotos aus der Zeit sieht man manchmal, dass er selbst k\u00fcrzer ist als das Kleid, das den Boden streift. Aber das sollte nichts bedeuten. Denn das rote Kleid war sein Werkzeug, seine Waffe. Mit dem roten Kleid wurde er zur lebenden Legende.<\/p>\n<p>Wo soll man da als Nachfolger ankn\u00fcpfen, wenn sich die Legende in den Ruhestand verabschiedet hat? W\u00fcrde nicht alles Neue, verglichen mit dem gro\u00dfen Show piece der Vergangenheit, auf \u00e4hnliche Weise in der Banalit\u00e4t verschwinden wie die Gegenwart drau\u00dfen vor der T\u00fcr? Alessandra Facchinetti musste es bitter erfahren. Sie wurde, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/mode\/alessandra-facchinetti-sie-traegt-in-zukunft-valentino-1460480.html\">kaum dass sie als Nachfolgerin aufgebaut war,<\/a> wieder hinauskomplimentiert. Dann begann hinter der schweren Palazzo-T\u00fcr, im Atelier von Valentino, gleich neben der Spanischen Treppe, doch noch die Zukunft. Unter dem Namen des Gr\u00fcnders ver\u00e4ndern Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli als Chefdesigner des Hauses seit f\u00fcnf Jahren die Mode &#8211; genauer gesagt: die Abendmode.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>\u201eFrauen sind heute anders\u201c, sagt Maria Grazia Chiuri. Sie selbst ist eine dieser Frauen, die auch ohne Make-Up wunderbar aussehen. Sie tr\u00e4gt keinen Mascara, daf\u00fcr gro\u00dfe, schwere Ringe an den Fingern, um die Handgelenke schlackernde offene wei\u00dfe Hemds\u00e4rmel, an den Beinen schwarze knielange Shorts zu kniehohen schwarzen Stiefeln, ohne Strumpfhose. \u201eSie wollen sch\u00f6n sein\u201c, meint sie, \u201eaber es geht dabei um eine subtilere Sch\u00f6nheit, die unangestrengter wirkt.\u201c<\/p>\n<h2>Die Abendmode, privater und sinnlicher<\/h2>\n<p>Entspannter als die Abendmode war schon immer die Tagesmode. Auch daran orientieren sich die zwei Modemacher. \u201eDie Abendmode soll privater sein, sinnlicher\u201c, sagt Pierpaolo Piccioli, die andere H\u00e4lfte des Valentino-Duos. Der Designer meint vor allem das Gegenteil eines Angeberst\u00fccks, das nicht wie ein Kleid f\u00fcr den roten Teppich bereith\u00e4ngt, sondern seine eigene Daseinsberechtigung im Kleiderschrank hat. Selbst Haute Couture behandeln die beiden Modemacher wie etwas Selbstverst\u00e4ndliches. Ihre Entw\u00fcrfe der Spitzenklasse sollen tauglich sein f\u00fcr ein Leben, das auch unter den Couture-Kundinnen mal abseits der roten Teppiche spielt. Erst im Juli zeigten sie schwere St\u00fccke aus braunem Tweed. In ihrer Pr\u00eat-\u00e0-porter-Kollektion f\u00fcr den Herbst h\u00e4ngen an den M\u00e4nteln Kapuzen, als sollte man sich im Ernst bei Regen in Valentino vor die T\u00fcr wagen. Die roten Kleider des Vorg\u00e4ngers setzen die beiden Modemacher gleichzeitig geschickt dazwischen. Sie m\u00fcssen nicht mal rot sein.<br \/>Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli haben sich auf intelligente Weise vor allem jenen Stoff vorgenommen, der Frauen am n\u00e4chsten liegt, der von h\u00f6chster Qualit\u00e4t ist und den viele dennoch t\u00e4glich auf der Haut tragen, ohne ihn offen zur Schau zu stellen: Spitze. Die Modemacher kehren das Innere nach au\u00dfen.<\/p>\n<p>\u201eWir lieben Frauen, die f\u00fcr sich sch\u00f6n sein wollen, auf pers\u00f6nliche Art\u201c, sagt Piccioli. Die zuckers\u00fc\u00dfen rosafarbenen Spitzenkleidchen der beiden Designer sind in den vergangenen Jahren zu Ikonen geworden. Sie werden noch immer kopiert von anderen H\u00e4usern, die m\u00f6glicherweise zuvor dachten: Spitze, kann man das wirklich machen? Ist das nicht viel zu unemanzipiert, zu unzeitgem\u00e4\u00df, zu einfach?<\/p>\n<h2>Zum Tr\u00e4umen bringen<\/h2>\n<p>Wenn sich Chiuri und Piccioli ihre Kundinnen vorstellen, dann wissen sie, dass sie anders denken als die Modebranche. \u201eNormalerweise hat man in der Mode ja das komplette Outfit im Kopf, den Look\u201c, sagt Chiuri. \u201eNat\u00fcrlich ist dieser Look auch f\u00fcr uns wichtig, aber jedes einzelne Teil z\u00e4hlt genauso viel. Wer im Gesch\u00e4ft steht, der denkt doch nicht an den Laufsteg oder an das Model, er sieht lediglich das eine Teil. Die eine gut geschnittene Hose aus dem einen sch\u00f6nen Material muss den Kunden zum Tr\u00e4umen bringen.\u201c<\/p>\n<p class=\"ArtikelMultimediaComment\">Valentino: Stoffe zum Tr\u00e4umen<\/p>\n<p>Wie schwierig das ist, erkennt man auch daran, dass Modeh\u00e4user heute mit Accessoires den L\u00f6wenanteil verdienen, mit St\u00fccken, die einfacher als Solit\u00e4re wirken. Ein Schuh bringt einen schneller zum Tr\u00e4umen als ein Rock. Mit einem Schuh geht man sofort aufs Pflaster. Einen Rock muss man erst kombinieren. Mit einem Schuh schl\u00fcpft man leichter in eine andere Rolle. Ein Rock ist nur Teil einer Zusammenstellung. So machen Accessoires bei Valentino heute rund 34 Prozent des Gesamtumsatzes aus, der sich im Jahr 2012 auf 392 Millionen Euro belief. Da trifft es sich gut, dass sich die beiden Modedesigner zehn Jahre lang, bevor sie die Chefposten antraten, ausschlie\u00dflich auf die Accessoires des Hauses konzentriert hatten. Vor diesem Hintergrund hauchen sie nun also der Mode neuen Wert ein: \u201eAlles, was Pierpaolo und ich machen, muss besonders sein\u201c, sagt Chiuri. \u201eWir sind besessen vom Ikonischen.\u201c<\/p>\n<h2>\u201eGeh&#8216; zum Bahnhof und hol&#8216; ihn ab!\u201c<\/h2>\n<p>Die beiden sprechen stets von sich im Plural. Wer wei\u00df, ob einer alleine die Mammutaufgabe, eine Gegenwart f\u00fcr Valentino zu finden, jemals h\u00e4tte angehen k\u00f6nnen. Dass sie sich gefunden haben, verdanken sie ironischerweise einem anderen Designer, der es ebenfalls bis in die Couture gebracht hat, der also ein Konkurrent sein k\u00f6nnte, w\u00e4re er nicht ein so guter Freund. Es ist Giambattista Valli, der jetzt in Paris lebt, ebenfalls in der Abendmode zu Hause ist und, genau wie die beiden, aus Rom stammt. \u201eGiambattista und ich kennen uns, seit wir 18 Jahre alt sind\u201c, sagt Chiuri. \u201eWir waren sogar auf demselben Gymnasium. Der Bruder von Giambattista war ein sehr guter Freund von einem meiner Freunde.\u201c<\/p>\n<p>Giambattista Valli war damals auch mit Piccioli befreundet. \u201eIch habe dann irgendwann angefangen in Florenz zu arbeiten\u201c, sagt Chiuri. Valli sei zu der Zeit ebenfalls in der Stadt gewesen. Eines Abends, es stand ein Feuerwerk an, sollte ein gewisser Pierpaolo Piccioli aus Rom dazusto\u00dfen. \u201eAber Giambattista verga\u00df, dass er Pierpaolo vom Bahnhof h\u00e4tte abholen sollen. Er rief mich an und sagte ,Maria Grazia, dieser gute Freund von mir kommt nachher an. Ich bin noch in einer anderen Stadt, auf einer anderen Feier\u2019\u201c, erz\u00e4hlt Chiuri und lacht. Damals gab es f\u00fcr sie weniger Meetings und mehr Partys. Chiuri machte sich also auf zum Bahnhof und begr\u00fc\u00dfte den Gast mit einem Schild in der Hand mit der Aufschrift: \u201ePierpaolo\u201c.<\/p>\n<p>Damals arbeitete Chiuri bei dem kleinen Label Chiara Boni, anschlie\u00dfend ging es zu Fendi. Da begegneten sich die beiden dann auch beruflich, bevor sie schlie\u00dflich gemeinsam zu Valentino wechselten, um eine Accessoire-Linie aufzubauen, die dem Couture-Charakter des Hauses nicht widersprechen sollte. \u201eVon Anfang an ging es nicht darum\u201c, sagt Piccioli, \u201eein Logo oder Monogramm auf den Accessoires zu platzieren.\u201c<\/p>\n<h2>Jeans nicht l\u00e4nger verboten<\/h2>\n<p>Das war vor 15 Jahren. Beide waren also damals erst Anfang, Mitte Drei\u00dfig und erstaunlich selbstbewusst. \u201eDie anderen im Haus waren sehr \u00fcberrascht, wie entspannt wir mit Valentino umgegangen sind\u201c, erinnert sich Chiuri- schlie\u00dflich tr\u00e4gt ein Film \u00fcber den Modemacher aus dem Jahr 2008 den passenden Titel \u201eValentino &#8211; The last emperor\u201c. Die anderen h\u00e4tten gesagt: \u201eWie bitte, so sprecht ihr mit Valentino?\u201c Chiuri entgegnete dann: \u201eGut, er fragt mich nach meiner Meinung, da kann ich ihm doch ehrlich antworten.\u201c Der Modemacher sei dar\u00fcber damals vor allem erfreut und weniger \u00fcberrascht gewesen. \u201eEr hat zuvor noch niemanden so ehrlich erlebt\u201c, sagt sie. \u201eDie allgemeine Haltung im Haus war, alles zu loben.\u201c<\/p>\n<p>Eine lockere Haltung hielt Einzug, als Piccioli und Chiuri das Zepter \u00fcbernahmen. Jeans unter den Mitarbeitern waren nicht l\u00e4nger verboten. Die beiden brachten einen zweiten Schreibtisch mit. Hier hat nicht etwa jeder sein eigenes B\u00fcro. Nein, in das museal anmutende Zimmer von Garavani zogen einfach beide zusammen. \u201eViel haben wir gar nicht ver\u00e4ndert\u201c, sagt Chiuri, deren Schreibtisch etwas unordentlicher wirkt als der ihres Designpartners direkt gegen\u00fcber. Darauf verstreut sind: ein Foto einer Blondinen an einer Bar, ein kleiner Boxer mit einer Valentino-Hundeleine um den Hals, ein noch nicht ausgepacktes iPad. Auf dem Computerbildschirm ist die Startseite der Modeplattform \u201estyle.com\u201c ge\u00f6ffnet. Ein zweites richtiges Telefon im B\u00fcro brauchen sie nicht: Die beiden teilen sich einfach einen H\u00f6rer, so wie eben ihre Gedanken, ihre Ideen, ihre Karriere. Wenn Kollegen im Haus \u00fcber das Duo sprechen, dann sagen sie einfach MGPP, damit sind gleich beide gemeint.<\/p>\n<h2>Man braucht eine Vision<\/h2>\n<p>\u201eMan braucht eine Vision\u201c, sagt Chiuri. \u201eManchmal ist einer penibler und einer spontaner, mal ist es andersherum. Da gibt es keine Regel. Es ist nur wichtig, dass man auf diese Weise gut reflektieren kann. Wenn man allein ist, dann bedeutet es doch auch, dass man allein ist mit seinen Gedanken. Das zwischen uns ist eine ziemlich lange Beziehung &#8211; also keine Beziehung in dem Sinne\u201c, sagt sie und lacht. \u00dcberhaupt lacht Maria Grazia Chiuri viel. Die beiden sind Freunde, aber jeder hat seine eigene Familie.<\/p>\n<p>Maria Grazia ist verheiratet, hat zwei Kinder im sp\u00e4ten Teenageralter, ein M\u00e4dchen, einen Jungen, und wohnt mit ihnen in der N\u00e4he des sch\u00f6nen Parks Doria Pamphili im Westen von Rom. Gemeinsam mit ihrer Tochter geht sie dort regelm\u00e4\u00dfig joggen. Pierpaolo, ebenfalls verheiratet, hat drei Kinder, Stella, Pietro und Benedetta, und wohnt an dem beinahe noch sch\u00f6neren K\u00fcstenort Anzio s\u00fcdlich von Rom, der sich auch gut zum Laufen eignet. Einen Personal Trainer teilen sich beide trotzdem zus\u00e4tzlich. \u201eBevor wir hier im B\u00fcro mit der Arbeit beginnen\u201c, sagt Chiuri, \u201emachen wir jeden Morgen eine Stunde zusammen Sport.\u201c Immer stemmen sie Gewichte, die Ausdauer trainieren sie ja am Wochenende beim Joggen. Zum Abendessen versuchen sie, wieder zu Hause zu sein. \u201eAls uns die Position der Chefdesigner angeboten wurde, war ich besorgt\u201c, erinnert sich Chiuri. Piccioli dagegen war vor allem froh: Das sei doch die Chance ihres Lebens! \u201eAber ich bin eine Frau, die sich auch um die Familie zu k\u00fcmmern hat.\u201c Also dachte sie sich: \u201eIch arbeite schon viel, jetzt soll ich noch mehr arbeiten?\u201c Mittlerweile sieht die Lage besser aus, weil ihre Kinder beinahe erwachsen sind. \u201eAber vor f\u00fcnf Jahren war das noch ganz anders.\u201c<\/p>\n<h2>Selbst s\u00fcchtig nach Mode<\/h2>\n<p>Jetzt hat sie also auch mal Zeit, um etwa in einem Restaurant in Paris, wie neulich zuf\u00e4llig, auf Nicolas Ghesqui\u00e8re, den ehemaligen Designer von Balenciaga, zu treffen. Von ihm habe sie einige St\u00fccke im Schrank liegen. Falls er also sein eigenes Label aufbauen sollte: \u201eAuf mich kann er z\u00e4hlen. Ich bin eine gute Kundin. Pierpaolo und ich sind ein bisschen s\u00fcchtig nach Mode. Wenn wir etwas sehen, was uns gef\u00e4llt, dann m\u00fcssen wir es haben. Wenn man Mode mag, dann will man sie schlie\u00dflich auch kaufen.\u201c Denn Mode sagt viel \u00fcber ihre Zeit aus. \u201eSie hilft uns, die Gesellschaft besser zu verstehen. Jedes St\u00fcck meiner Sammlung steht f\u00fcr die Erinnerung an einen bestimmten Moment.\u201c<\/p>\n<p>Ein besonderer Moment, der sich in einem Kleid wiederfindet: Als Chiuri und Piccioli vor 15 Jahren bei Valentino anfingen, brauchte die Designerin schnell ein Kleid. Das Couture-Atelier schneiderte ihr ein schlichtes schwarzes St\u00fcck. \u201eIch liebe die Proportionen, es ist so einfach und trotzdem so perfekt.\u201c W\u00e4hrend Maria Grazia erz\u00e4hlt und in Gedanken ein Stockwerk h\u00f6her ist, bei den Schneiderinnen, sind die wiederum an diesem Montagnachmittag dabei, von einer Vorlage zu arbeiten. Eine Braut ist darauf abgebildet, dar\u00fcber steht in schwarzer Schreibschrift \u201eHRH di Svezia\u201c. Hier wird das Hochzeitskleid von Prinzessin Madeleine von Schweden gefertigt. Verantwortlich daf\u00fcr sind ausnahmsweise nicht die beiden, sondern der immer noch werbewirksamere Valentino pers\u00f6nlich.<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/schweden-prinzessin-madeleine-und-chris-o-neill-haben-geheiratet-12214487.html\"> Bei der Hochzeit wird er unter den G\u00e4sten in der Stockholmer Kirche sitzen und zufrieden l\u00e4cheln<\/a>. Das Kleid ist wei\u00df, klar. Und es ist aus Spitze.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/lebensstil\/mode-design\/die-nachfolger-von-valentino-an-der-spitze-12590955.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/lebensstil\/mode-design\/die-nachfolger-von-valentino-an-der-spitze-12590955.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli haben Sie noch nie etwas geh\u00f6rt? Das muss sich \u00e4ndern. Die beiden Designer sind die Nachfolger von Valentino. 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