{"id":18199,"date":"2013-09-25T12:32:24","date_gmt":"2013-09-25T12:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18199"},"modified":"2013-09-25T12:32:24","modified_gmt":"2013-09-25T12:32:24","slug":"kapitaldisziplin-ist-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18199","title":{"rendered":"Kapitaldisziplin ist alles"},"content":{"rendered":"<p>Unter den europ\u00e4ischen Dividendenfonds belegt die niederl\u00e4ndische Gesellschaft Kempen Spitzenpl\u00e4tze. Bald sollen auch deutsche Anleger davon profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Investmentfonds, die vor allem auf dividendenstarke Aktien setzen, gibt es fast 200. Sucht man unter den in Deutschland zugelassenen Fonds nach \u201eHigh Dividend\u201c, findet man immerhin sieben, zudem gibt es \u201eTop-Dividenden-Fonds\u201c uam.<\/p>\n<p>Nun kommt auch die niederl\u00e4ndische Fondsgesellschaft Kempen mit ihrem \u201eHigh Dividend Equity\u201c-Fonds nach Deutschland. Die Gr\u00fcnde sind klar und der leitende Portfoliomanager Joost de Graaf macht daraus auch keinen Hehl: \u201eDeutschland ist ein gro\u00dfer Markt und Dividendenprodukte sind popul\u00e4r\u201c. Das gilt ganz besonders im Angesicht der aktuellen Mini-Zinsen auf Anleihen.<\/p>\n<h2>Europ\u00e4ischer Spitzenfonds<\/h2>\n<p>Die Hoch-Dividendenfonds haben ein gutes Jahr hinter sich: 9 Prozent war das Mindeste, was sie einbrachten, wohingegen die F\u00fcnf-Jahres-Bilanz mit Renditen von 0,4 bis 6 Prozent pro Jahr doch recht unterschiedlich ausf\u00e4llt. \u201eWir haben einen gute und die l\u00e4ngste Erfolgsbilanz in Europa\u201c, sagt de Graaf nicht ohne Stolz. \u201eUnser Team war das erste in Europa, das im Jahr 2000 einen Hoch-Dividenden-Fonds gemanagt hat\u201c. Das war damals noch f\u00fcr den Allfinanzkonzern ING, seitdem ist das gleiche Team zum 1903 gegr\u00fcndeten Broker Kempen gewechselt, der seit nunmehr 6 Jahren zu Van Lanschot geh\u00f6rt, der  \u00e4ltesten Privatbank der Niederlande.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich l\u00e4sst sich die Bilanz des Kempen-Fonds sehen. Knapp 15 Prozent brachte er im laufenden Jahr und knapp 8 Prozent im Durchschnitt der vergangenen f\u00fcnf Jahre. In der langen Frist belegt der Fonds damit unter den europ\u00e4ischen Hoch-Dividendenfonds einen Spitzenplatz, und das bei einer geringsten Standardabweichung, weist mithin also die niedrigsten  Schwankungen auf.<\/p>\n<h2>Vorbild BASF<\/h2>\n<p>Eine Absage erteilt de Graaf einer allein auf hohe Dividenden ausgerichtete Strategie \u2013 das sei nicht zielf\u00fchrend. Kempen lege Wert auf Unternehmen mit gro\u00dfer Kapitaldisziplin, die zwangsl\u00e4ufig hohe Dividenden mit sich bringe. \u201eUnternehmen achten vor allem auf Produktionseffizienz. Sie sparen bei Rohstoffen und Personal, gehen aber mit Kapital nicht in gleicher Weise sorgsam um.\u201c Wenn es dann richtig gut laufe und das Gesch\u00e4ft einen hohen Mittelzufluss bringe, werde das Geld oft f\u00fcr die Diversifizierung oder \u00dcbernahmen ausgegeben. Das habe zur Folge, dass die Unternehmen ihr Kerngesch\u00e4ft aus den Augen verl\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ein Musterbeispiel f\u00fcr ein Unternehmen mit guter Kapitaldisziplin hat de Graaf sofort parat: der Chemiekonzern BASF sei immer schon gut geleitet worden und der einzige Nachteil der Aktie, dass sie bisweilen recht teuer sein k\u00f6nne.<\/p>\n<h2>Gel\u00e4uterte Siemens<\/h2>\n<p>Gelegenheiten findet de Graaf daher vor allem mit Unternehmen, die ihre Kapitaldisziplin verbessert haben. Siemens ist f\u00fcr ihn ein Beispiel aus dem Bestand des Fonds. Die Aktie habe man bei ihren j\u00fcngsten Tiefstkursen gekauft. \u201eSiemens hat in der Vergangenheit mit Projekten Fehler gemacht, was zu Lasten des freien Mittelzuflusses gingen. Das hat sich ge\u00e4ndert.\u201c Mit Abschreibungen, dem B\u00f6rsengang von Osram und der offenen Debatte habe sich viel ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnlicher Fall sei der Mobilfunkanbieter Freenet, f\u00fcr die man weniger als 10 Euro bezahlt habe. Das Unternehmen habe in der j\u00fcngsten Vergangenheit seinen Ansatz ge\u00e4ndert. Fielen 2008 und 2009 die Dividenden noch aus, stieg die Rendite 2012 auf fast 10 Prozent. In diesem Jahr zahlte Freenet 1,35 Euro Dividende, noch einmal 15 Cent mehr als im Jahr davor.<\/p>\n<h2>Versorger weiter tr\u00fcbe<\/h2>\n<p>Wichtig sei, dass die Dividenden im Zeitverlauf stiegen, meint der Graaf. Das gehe eben nur mit Kapitaldisziplin. Als Negativbeispiel nennt er die deutschen Energieversorger RWE und Eon. \u201eEin Teil der Probleme war zwar nicht vorherzusehen, aber auch die Kapitaldisziplin war nicht besonders gut. Das hat sich jetzt verbessert, aber einige Probleme bestehen noch immer.\u201c<\/p>\n<p>Mehr Hoffnung hat er f\u00fcr europ\u00e4ische Telekommunikationskonzerne, zeigt sich aber hin- und hergerissen. Die Branche sei durch Regulierungsfehler zur\u00fcckgefallen, doch mittlerweile habe in der Politik ein Umdenken eingesetzt. Es bewege sich etwas in die richtige Richtung, doch noch ist man bei Kempen zur\u00fcckhaltend. \u201eWir \u00fcberpr\u00fcfen unsere Positionierung in der Branche\u201c. Genauer will sich de Graaf nicht festlegen.<\/p>\n<p><!-- Anfang: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/--><!-- Ende: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/-->\t\t\t\t<!-- Anfang: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/--><!-- Ende: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/--><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/dividendenfonds-kapitaldisziplin-ist-alles-12586511.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/dividendenfonds-kapitaldisziplin-ist-alles-12586511.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter den europ\u00e4ischen Dividendenfonds belegt die niederl\u00e4ndische Gesellschaft Kempen Spitzenpl\u00e4tze. 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