{"id":18193,"date":"2013-10-03T12:32:22","date_gmt":"2013-10-03T12:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18193"},"modified":"2013-10-03T12:32:22","modified_gmt":"2013-10-03T12:32:22","slug":"mischfonds-finden-oft-nicht-die-richtige-mischung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18193","title":{"rendered":"Mischfonds finden oft nicht die richtige Mischung"},"content":{"rendered":"<p>Viele Anleger finden die Kombination von Aktien und Anleihen in einem Produkt attraktiv. Aber viele Mischfonds haben auf Sicht der vergangenen zehn Jahre keine sehr guten Ergebnisse erzielt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Mischfonds werden gerne von Anlegern erworben, die Verm\u00f6gen auf mehrere Anlageklassen verteilen wollen, sich aber selbst die Aufteilung nicht zutrauen. Die seit Jahren auch am deutschen Markt verbreiteten Mischfonds legen die ihnen zuflie\u00dfenden Gelder in Aktien und Anleihen an. Das Prinzip l\u00e4sst sich anhand des derzeitigen Tabellenf\u00fchrers im Drei-Jahres-Vergleich zeigen, des von der amerikanischen Gesellschaft Fidelity aufgelegten Fonds \u201eEuro Balanced A\u201c. Er hat nach den neuesten vorliegenden Zahlen in den vergangenen drei Jahren eine Gesamtrendite von 27,85 Prozent erzielt, also gut 9 Prozent im Jahr. Selbst wenn man von dieser Rendite die j\u00e4hrlichen Kosten von gut einem Prozent abzieht, kann sich der Anleger \u00fcber ein Ergebnis freuen, das weit \u00fcber der Verzinsung eines Tagesgeldes oder einer Spareinlage liegt.<\/p>\n<p>Der Fonds hat in den vergangenen Jahren vor allem von der Hausse am Aktienmarkt profitiert. Der Aktienanteil am Gesamtverm\u00f6gen bewegt sich je nach Einsch\u00e4tzung der Marktlage zwischen 30 und 60 Prozent. Bevorzugt werden Aktien gro\u00dfer europ\u00e4ischer Unternehmen wie Sanofi, Bayer, Allianz, UBS und VW. In seiner langfristig ausgerichteten Anlagestrategie \u00e4hnelt der Fonds einer seit Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten verbreiteten Praxis: Dort haben sich viele Gro\u00dfanleger dem sogenannten \u201e60\/40-Modell\u201c verschrieben: Sie investieren 60 Prozent ihres Verm\u00f6gens in Aktien und 40 Prozent in Anleihen.<\/p>\n<h2>Wie lange tr\u00e4gt die Hausse am Aktienmarkt?<\/h2>\n<p>Aber viele Mischfonds haben auf Sicht der vergangenen zehn Jahre keine sehr guten Ergebnisse erzielt. Ein wesentlicher Grund ist in den hohen Kursschwankungen am Aktienmarkt zu sehen, mit denen viele Fondsmanager nicht gut umgehen k\u00f6nnen. Die im Jahre 2009 begonnene, bis heute in Gang befindliche Hausse am Aktienmarkt ist von vielen Fondsmanagern untersch\u00e4tzt worden. Untersuchungen f\u00fcr die vergangenen zehn Jahre belegen zudem, dass Aktien oft erst in der Sp\u00e4tphase einer Hausse gekauft und nach dem Ende der Hausse zu lange behalten werden. Rechnet der Anleger die Kosten hinzu, die er f\u00fcr die Arbeit des Fondsmanagements aufbringen muss, w\u00e4re er in nicht wenigen F\u00e4llen mit einem billigen b\u00f6rsengehandelten Indexfonds besser gefahren. \u00c4hnliche Erfahrungen haben sich mit den sogenannten Stiftungsfonds machen lassen. Das sind Mischfonds, die sich vor allem an Stiftungen wenden, die zu klein oder zu wenig selbstbewusst sind, um ihr Verm\u00f6gen selbst zu managen. Viele dieser Fonds stehen aber auch Privatanlegern offen.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage f\u00fcr die Manager von Mischfonds lautet derzeit: Wie lange tr\u00e4gt die Hausse am Aktienmarkt noch? Da sich die Renditen von Anleihen guter Bonit\u00e4t nach Ansicht vieler Marktteilnehmer auf absehbare Zeit wenig ver\u00e4ndern d\u00fcrften, m\u00fcsste der wesentliche Teil der Rendite eines Mischfonds in den kommenden Jahren aus seinen Aktienanlagen stammen. Die aktuelle Hausse am Aktienmarkt l\u00e4uft aber schon vier Jahre und hat bekannten Indizes wie dem Dow Jones oder dem Dax historische H\u00f6chstst\u00e4nde beschert. Es gibt Fondsmanager, die bereits ihre Aktienbest\u00e4nde reduziert haben, weil ihnen angesichts der aktuellen Kursniveaus mulmig geworden ist.<\/p>\n<p>Die Aussichten f\u00fcr den Aktienmarkt h\u00e4ngen nach Ansicht vieler Analysten wesentlich von den Perspektiven der Weltwirtschaft ab. Das billige Geld der Notenbanken mag den Aktienkursen f\u00fcr einige Zeit nutzen, aber auf Dauer wollen Aktienanleger steigende Gewinne der Unternehmen sehen. Ein positives Szenario haben in diesen Tagen Axa Investment Managers entworfen. Sie erwarten eine Erholung der Weltkonjunktur, die von einem Aufschwung in den Vereinigten Staaten, Gro\u00dfbritannien, dem Euroraum und den Schwellenl\u00e4ndern getragen werde. Derzeit profitierten viele Anlageklassen vom billigen Geld der Notenbanken, hei\u00dft es in einem Marktkommentar. Sobald aber die Finanzm\u00e4rkte st\u00e4rker von den Konjunkturaussichten gepr\u00e4gt w\u00fcrden, sei dies besonders vorteilhaft f\u00fcr Aktien.<\/p>\n<p><!-- Anfang: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/--><!-- Ende: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/-->\t\t\t\t<\/p>\n<p><!-- Anfang: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/--><!-- Ende: Excel 2 HTML von Karl Fahrtmann \/\/--><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/fondsbericht\/fondsbericht-mischfonds-finden-oft-nicht-die-richtige-mischung-12602272.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/fondsbericht\/fondsbericht-mischfonds-finden-oft-nicht-die-richtige-mischung-12602272.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Anleger finden die Kombination von Aktien und Anleihen in einem Produkt attraktiv. 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